Ordnungsamt jagt Kleinvieh | Fünf Punkte zum Musik-Campus | Ein Kulturhaus

Müns­ter, 8. Febru­ar 2022

Guten Tag,

fan­gen wir heu­te an mit einem Tes­to­ste­ron-Pro­blem. Zwei jun­ge Män­ner haben in der Nacht zu Sonn­tag auf der Stein­fur­ter Stra­ße beim Ver­such, ihre Männ­lich­keit unter Beweis zu stel­len, ihren Füh­rer­schein verloren. 

Die bei­den ver­hin­der­ten Renn­fah­rer, 22 und 30 Jah­re alt, bogen um kurz nach Mit­ter­nacht mit ihren Mer­ce­des-Limou­si­nen von der Wil­king­he­ge auf die Stein­fur­ter Stra­ße ein, so steht es im Poli­zei­be­richt, und über­hol­ten sich dann auf den bei­den Fahr­strei­fen immer wie­der gegen­sei­tig, die Tacho­na­del zeit­wei­lig bei 130. Auf den Stra­ßen­schil­dern steht an die­ser Stel­le die Zahl 70. In Höhe der Gre­ve­ner Stra­ße ende­te die Fahrt vor einer roten Kelle. 

Das Gan­ze wird nun ers­tens teu­er und zwei­tens unge­müt­lich. Die Höchst­stra­fe für uner­laub­te Auto­rennen (soge­nann­te Spa­zier­fahr­ten – mut­maß­lich) liegt bei einem zwei­jäh­ri­gen Auf­ent­halt in einem Ein-Zim­mer-Appart­ment an der Gar­ten­stra­ße. Aber am schlimms­ten ist wahr­schein­lich: Die bei­den müs­sen jetzt erst­mal mit dem Stadt­bus fah­ren. Wie uncool ist das denn bitteschön?

Der neue Trend: Kleinvieh

Das war eine etwas umständ­li­che Her­lei­tung zu einer Sta­tis­tik. Aber man kann so einen News­let­ter ja unmög­lich mit einer Zah­len­ko­lon­ne begin­nen. Die kommt erst jetzt. Ord­nungs­amt und Poli­zei haben im ver­gan­ge­nen Jahr näm­lich 165.000 Ver­war­nun­gen und Buß­geld­be­schei­de für Ver­kehrs­de­lik­te ver­teilt und so knapp 5,4 Mil­lio­nen Euro ein­ge­nom­men. Das bedeu­tet: Im Durch­schnitt kos­te­te so ein Ticket die ver­warn­te oder büßen­de Per­son 33 Euro. 

Immer­hin das ist im ver­gan­ge­nen Jahr güns­ti­ger gewor­den. Im Jahr davor kas­sier­ten die Ord­nungs­kräf­te im Schnitt 36,50 Euro. Das liegt aller­dings nicht dar­an, dass die Stadt neu­er­dings in einer Art Buß­geld-Sale Son­der­kon­di­tio­nen gewäh­ren wür­de. Regel­ver­stö­ße sind im Novem­ber sogar teu­rer gewor­den. Par­ken auf dem Geh­weg zum Bei­spiel kos­te­te vor­her zwi­schen 20 und 35 Euro; inzwi­schen liegt der Tarif bei 55 bis 100 Euro (bis Mit­te des Jah­res waren Autos auf Geh­we­gen außer­halb des Pro­me­na­den­rings für Ord­nungs­kräf­te auch noch unsicht­bar, aber wir wollen’s nicht zu kom­pli­ziert machen).

Wor­an liegt es also, dass eine durch­schnitt­li­che Geld­stra­fe (wie auch immer sie nun offi­zi­ell heißt) im Schnitt güns­ti­ger gewor­den ist? Die Ant­wort: Die Stadt hat 13.000 Ver­fah­ren mehr ein­ge­lei­tet als im ver­gan­ge­nen Jahr, aber unge­fähr genau­so viel Geld damit gemacht (5,5 Mil­lio­nen Euro). 

Und wie kommt das? „Es wur­den weni­ger schwer­wie­gen­de Ver­stö­ße geahn­det“, schreibt eine Spre­che­rin der Stadt auf Nach­fra­ge. Durch die höhe­re Zahl der Buß­gel­der und Ver­war­nun­gen habe sich am Ende aber in etwa die glei­che Geld­sum­me erge­ben. Bei den Ver­stö­ßen sei es vor allem um zu schnel­les Fah­ren und Falsch­par­ken gegangen. 

In ande­ren Wor­ten: Die Ord­nungs­kräf­te haben bei klei­ne­ren Ver­ge­hen genau­er hin­ge­schaut. Zum Bei­spiel eben bei falsch par­ken­den Autos. Und da ist das Ord­nungs­amt im Her­zen Dienst­leis­ter. „Der Wunsch nach Park­raum­über­wa­chung ist groß“, schreibt die Stadt. Es gebe vie­le Hin­wei­se aus der Bevöl­ke­rung. Das Ergeb­nis: 82.000 Knöll­chen, knapp 4.000 mehr als im Jahr davor. Durch­schnitt­li­che Kos­ten: 17 Euro. Dafür kann man’s nicht sel­ber machen. 

Ver­ge­hen am Steu­er sind etwas teu­rer. Sie kos­ten im Schnitt 47 Euro. Hier ging es um ins­ge­samt knapp 90.000 ärger­li­che Erleb­nis­se. 59.000 Mal: „Ach, hier gilt ein Tem­po­li­mit?“ 19.000 Mal: „Ich hab nur zehn Sekun­den tele­fo­niert.“ Und 2.800 Mal: „Das war doch noch dunkelorange.“ 

Viele Firmen wollen lieber Kupfer

Nun zu einer Stra­ße, auf der über­höh­te Geschwin­dig­kei­ten gro­ße Freu­de aus­lö­sen wür­den, aber immer noch sehr sel­ten vor­kom­men: zur Daten­au­to­bahn. Sagt man das über­haupt noch so? Wahr­schein­lich ist auch hier längst die Rede von Daten­me­tro­bus­spu­ren. Tat­säch­lich sind vie­le Haus­hal­te aber wei­ter­hin über Daten­feld­we­ge mit der digi­ta­len Welt ver­bun­den. Auch in Münster?

Die Stadt hat einen fünf­sei­ti­gen Bericht zum Glas­fa­ser­aus­bau ver­öf­fent­licht, um den sich mitt­ler­wei­le Stadt­wer­ke und Tele­kom gemein­sam küm­mern (was bis­her geschah: im RUMS-Brief hier und hier). Bis 2030 will die Stadt 3.000 Kilo­me­ter Glas­fa­ser­lei­tun­gen im Stadt­ge­biet ver­le­gen. Kurz über­schla­gen: Bis zum 1. Janu­ar 2030 sind es noch 2.884 Tage. So was hat man ja im Kopf. Wie viel ist das pro Tag? Fra­gen wir den Taschen­rech­ner: in etwa ein Kilo­me­ter Lei­tun­gen. Das dürf­te doch zu schaf­fen sein. 

Ein Blick in die nahe Zukunft: Weil der Bund sei­ne För­der­richt­li­nie geän­dert hat, bekom­men ab Anfang nächs­ten Jah­res auch Haus­hal­te super­schnel­les Inter­net, die nach den der­zei­ti­gen Regeln noch war­ten müssten. 

Für Müns­ter sehen die kon­kre­ten Pla­nun­gen so aus: In die­sem Jahr sol­len Hil­trup, Amels­bü­ren und Wol­beck dran sein, im nächs­ten Jahr Rox­el, Albach­ten, Han­dorf und Coer­de, im über­nächs­ten Spra­kel, Gim­b­te, Kin­der­haus, Zen­trum Nord und Nien­ber­ge (hier die Über­sicht als Kar­te). Hin­weis der Stadt: Die Rei­hen­fol­ge kann sich kurz­fris­tig ändern – zum Bei­spiel, weil sich durch Stra­ßen­ar­bei­ten, von denen man heu­te noch nichts ahnt, die Gele­gen­heit ergibt, an die­ser Stel­le auch gleich Kabel im Boden zu versenken. 

Bei der Stadt­ver­wal­tung spricht man seit Ende des Jah­res nur noch in der Ver­gan­gen­heits­form über den Glas­fa­ser­aus­bau. Dort ist alles erle­digt. Schu­len, Kitas und Ver­wal­tungs­ge­bäu­de sind ans Glas­fa­ser­netz ange­schlos­sen. Ursprüng­lich war die Rede von 92 Stand­or­ten, die einen Anschluss bekom­men soll­ten. Beim Nach­zäh­len kommt man nun aller­dings auf 113 Stand­or­te (hier eine Über­sicht). Die Erklä­rung ist ein­fach: Nicht nur das Glas­fa­ser­netz wächst, son­dern auch die Stadtverwaltung. 

Fehlt noch was? Ja, die Gewer­be­ge­bie­te. Sie sol­len den Plä­nen nach bis Ende nächs­ten Jah­res mit Glas­fa­ser­an­schlüs­sen aus­ge­stat­tet sein. Hier ist das spe­zi­el­le Pro­blem: Vie­le Unter­neh­men wol­len den Anschluss gar nicht, obwohl sie ihn kos­ten­los bekom­men könn­ten. War­um? „Wenn etwas kos­ten­los ist, sind vie­le ganz beson­ders skep­tisch“, sagt Chris­ti­an Tebel vom städ­ti­schen IT-Dienst­leis­ter Citeq. Und: „Vie­le sagen: Uns rei­chen die Kup­fer­ka­bel.“ Im Gewer­be­ge­biet an der Klei­mann­brü­cke ließ sich laut Tebel vor vier Jah­ren nur jedes fünf­te Unter­neh­men mit einem Glas­fa­ser­an­schluss aus­stat­ten. Nach viel Über­zeu­gungs­ar­beit sei­en es dort, wo die Kabel aktu­ell ver­legt wer­den, immer­hin zwi­schen 50 und 60 Pro­zent. Im Moment lau­fen die Arbei­ten in Nien­ber­ge (hier die Über­sicht). Ärger­lich wird’s für vie­le Fir­men in ein paar Jah­ren, wenn sie fest­stel­len: Die Kup­fer­ka­bel rei­chen doch nicht. Dann kommt nach dem Anschluss ans Glas­fa­ser­netz näm­lich auch noch eine Rech­nung direkt ins Haus. 

Braucht Münster mehr Gewerbeflächen?

Blei­ben wir noch kurz in den Gewer­be­ge­bie­ten. Dort sieht die Wirt­schafts­in­itia­ti­ve WIN ein ganz ande­res Pro­blem als vor sich hin tröp­feln­de Daten­lei­tun­gen. „Wir lau­fen sehen­den Auges in eine zuneh­mend pre­kä­re Lage“, sagt Ingo Düp­pe, der stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de der Initia­ti­ve. Er hat sich im Lie­gen­schafts­aus­schuss mit Schre­cken die Jah­res­bi­lanz der Wirt­schafts­för­de­rung ange­hört und befürch­tet nun, dass bald kein Platz zum Bau­en mehr da sein könn­te. Im Jahr 2019 habe die Wirt­schafts­för­de­rung sie­ben Hekt­ar Gewer­be­flä­che ver­mark­tet, im Jahr 2020 dann 6,2 Hekt­ar, im ver­gan­ge­nen Jahr nur noch 3,2 Hekt­ar. Man müs­se kurz­fris­tig neue Gewer­be­ge­bie­te pla­nen, sagt Düppe. 

Die ÖDP dage­gen sagt sinn­ge­mäß: Bloß nicht! Und wört­lich: „Wir brau­chen ein Umden­ken in allen städ­ti­schen Instan­zen – Flä­chen­ver­brauch ist kein Indi­ka­tor für die Wirt­schafts­leis­tung einer Stadt, son­dern ein Indi­ka­tor für nicht zeit­ge­mä­ßes poli­ti­sches Han­deln.“ Das ist ein Zitat von Micha­el Krapp, der mor­gen an Stel­le des aus Alters­grün­den aus­schei­den­den Franz Pohl­mann für die ÖDP in den Rat nach­rü­cken wird. Ver­sie­gel­te Flä­chen hät­ten einen gro­ßen Ein­fluss auf den Was­ser­haus­halt und das städ­ti­sche Mikro­kli­ma, schreibt Krapp in einer Pres­se­mit­tei­lung. Und ganz unab­hän­gig davon: Im Gewer­be­ge­biet Hans­a­park in Amels­bü­ren sei­en zuletzt eine Tank­stel­le, eine Lkw-Wasch­an­la­ge und ein Auto­haus gebaut wor­den. Die ÖDP äußert vor­sich­ti­ge Zwei­fel dar­an, ob der Stadt „durch eine der­ar­ti­ge Ver­ga­be­po­li­tik der Weg in die Zukunft gelingt“, so steht es in der Pressemitteilung. 

Ein Hin­weis: Die knap­pen Flä­chen sind nicht nur in den Gewer­be­ge­bie­ten ein Pro­blem, son­dern auch über­all dort, wo sich die Fra­ge stellt: Wie brin­gen wir hier Solar­an­la­gen unter? Falls Sie es nicht gese­hen haben: Dar­um ging es im RUMS-Brief am Frei­tag.

Musik-Campus: FDP macht fünf Vorschläge

Bis vor eini­gen Tagen steu­er­te die Musik-Cam­pus-Debat­te auf das gro­ße Fina­le mor­gen Abend im Rat hin. Dort soll­te beglei­tet von einem ima­gi­nä­ren Tusch die Ent­schei­dung dar­über fal­len, ob die zau­dern­de Stadt die­sen Cam­pus denn nun haben möch­te oder nicht. Es waren aller­dings noch so vie­le Fra­gen offen, dass man das Tem­po vom Alle­gro ins Mode­ra­to her­un­ter­re­gu­lier­te. Nun folgt noch ein mehr­wö­chi­ges Zwi­schen­spiel. Das Ende des drit­ten Aktes dann vor­aus­sicht­lich im April. 

Die FDP hat für die Zeit dazwi­schen etwas vor­be­rei­tet. Ein Posi­ti­ons­pa­pier mit fünf Ände­rungs­vor­schlä­gen, die Frak­ti­ons­chef Jörg Berens heu­te Mit­tag in einer Video­kon­fe­renz vor­ge­stellt hat. Grund­sätz­lich hält Berens den Cam­pus für eine gute Idee. Aber wie es mit guten Ideen so oft ist, die Fra­ge sei: „Kön­nen wir uns das leisten?“ 

Die FDP möch­te eine Bruch­lan­dung aus­schlie­ßen und schlägt daher vor: 

  • Die Stadt soll benen­nen, wel­che Inves­ti­tio­nen sich ver­zö­gern und aus­fal­len, wenn der Musik-Cam­pus kommt. Bil­dungs­ein­rich­tun­gen dür­fe es nicht treffen.
  • Die Stadt soll klar­stel­len, dass sie selbst nicht ein­sprin­gen wird, wenn die 30 Mil­lio­nen Euro für den Kon­zert- und Kon­gress-Saal nicht wie geplant durch Spen­den oder För­der­mit­tel zusam­men­kom­men. Vor­schlag dazu: einen Stich­tag defi­nie­ren, an dem ein bestimm­ter Teil des Gel­des da sein muss. 
  • Die Stadt soll eine Stra­te­gie für den Fall ent­wer­fen, dass der Musik-Cam­pus schei­tert. Auch dann brau­chen die städ­ti­sche Musik­schu­le und das Sin­fo­nie­or­ches­ter wei­ter­hin neue Gebäude. 
  • Die Stadt soll sich über­le­gen, wer die Gebäu­de bau­en wird, wenn die Koope­ra­ti­on mit dem Land schei­tert. Der Bau- und Lie­gen­schafts­be­trieb, das lan­des­ei­ge­ne Immo­bi­li­en­un­ter­neh­men, das im Moment dafür vor­ge­se­hen ist, wür­de in dem Fall nicht für die Stadt bauen. 
  • Die Stadt soll auf­zei­gen, wel­che Fol­gen ein Musik-Cam­pus für das Thea­ter sowie die Hal­le Müns­ter­land hät­te. Und sie soll die Fra­ge beant­wor­ten: Wel­che Per­spek­ti­ven gäbe es für beide?

Die Alternative: ein Kulturhaus

Dann gibt es aber auch noch eine Grup­pe von Men­schen, die ganz ande­re Vor­stel­lun­gen haben – die sich kei­nen Musik-Cam­pus wün­schen, son­dern etwas ande­res. Was genau das sein könn­te, stellt die Grup­pe auf ihrer Web­site Stadt­kul­tur Müns­ter vor. Ihre Idee: „drei indi­vi­du­el­le und viel­sei­ti­ge Kul­tur­stand­or­te statt Musik­mo­no­lith“. Hin­ter der Initia­ti­ve ste­hen unter ande­rem der ehe­ma­li­ge Uni-Kanz­ler Klaus Ander­brüg­ge, der Musik­pro­fes­sor Joa­chim Har­der sowie die frü­he­re Bür­ger­meis­te­rin Wen­de­la Bea­te Vilhja­lms­son. Die Initia­ti­ve ruft dazu auf, einen Appell gegen den Musik-Cam­pus und für eine Alter­na­ti­ve zu zu unter­zeich­nen.

Kor­rek­tur­hin­weis: Wir hat­ten geschrie­ben, Klaus Ander­brüg­ge sei Rek­tor der Uni Müns­ter gewe­sen. Das stimmt nicht. Er war Kanz­ler. Wir haben das korrigiert. 

Ihren Alter­na­tiv-Vor­schlag nen­nen sie Kul­tur­haus. Damit mei­nen sie ein gro­ßes Gebäu­de in der Innen­stadt mit Räu­men für Aus­stel­lun­gen, Berei­chen zum Arbei­ten, einem Lese­saal, Gas­tro­no­mie, viel­leicht einem Kon­zert­saal, viel­leicht auch Pro­be­räu­men für das Orches­ter. Fest­ge­legt sind sie da nicht. „Es könn­te (…) auch ganz anders aus­ge­stal­tet sein“, steht unter der Auf­zäh­lung. Das klingt vage, aber es ist offen­bar gedacht als Dis­kus­si­ons­vor­schlag. Als Bei­spie­le nennt die Grup­pe das Thea­ter in Basel, das Forum in Gro­nin­gen, das DOKK1 in Aar­hus, die Ame­ri­ka­ni­sche Gedenk­bi­blio­thek Ber­lin oder die Deich­man-Biblio­thek in Oslo.

Als mög­li­chen Stand­ort nennt die Grup­pe den von der Stadt­ver­wal­tung schon aus dem Ren­nen genom­me­nen Hörs­ter-Park­platz. Die Stadt möge aus­lo­ten, ob man den Platz über einen Erb­pacht­ver­trag ver­ge­ben könn­te, schreibt die Initia­ti­ve. In dem Fall wür­de die Stadt Eigen­tü­me­rin blei­ben. Die Hal­le Müns­ter­land könn­te den Kon­zert­be­trieb und die Gas­tro­no­mie über­neh­men. Und es gebe es ja auch noch För­der­mit­tel von Land, Bund und Euro­päi­scher Uni­on. Das ken­nen wir doch irgend­wo­her.

Falls Sie nicht genug von der Debat­te über den Musik-Cam­pus bekom­men kön­nen, hier noch ein Lese­tipp: Die Grü­nen haben eine Info­samm­lung zusam­men­ge­stellt. Dort ist auch ein Kom­men­tar der musik­cam­pus­krit­schen Kul­tur AG der Par­tei zu fin­den, geschrie­ben vom frü­he­ren Frak­ti­ons­chef Hery Klas und dem Künst­ler Mar­kus Papenberg. 

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In aller Kürze

+++ Zufäl­le gibt’s: Am Wochen­en­de sind am Bahn­hof fünf Eisen­bahn­wa­gons in Flam­men auf­ge­gan­gen, und zwar drei Mal – am frü­hen Sams­tag­mor­gen, am Sams­tag­abend und dann noch ein­mal spä­ter in der Nacht. Die Poli­zei geht von Brand­stif­tung aus; einen tech­ni­schen Defekt kön­ne man aus­schlie­ßen, sag­te eine Spre­che­rin. Geschätz­ter Sach­scha­den: eine hal­be Mil­li­on Euro. Men­schen wur­den nicht ver­letzt. Doch das hät­te schnell pas­sie­ren kön­nen. Die Poli­zei ret­te­te einen Mann aus dem bren­nen­den Wagen. In dem Wagons über­nach­ten sonst offen­bar Obdach­lo­se. Falls Sie wis­sen möch­ten, wie bren­nen­de Eisen­bahn­wa­gons aus­se­hen, die West­fä­li­schen Nach­rich­ten haben das Feu­er gefilmt. Die WDR-Lokal­zeit berich­te­te eben­falls darüber. 

+++ Wenn zum Jah­res­en­de Post von den Stadt­wer­ken kommt, am bes­ten schon mal mer­ken: vor dem Öff­nen auf jeden Fall hin­set­zen. Der Gas­preis steigt im April schon zum zwei­ten Mal in die­sem Jahr, berich­ten die West­fä­li­schen Nach­rich­ten heu­te, und der Febru­ar hat ja soeben erst begon­nen. Knapp 14 Pro­zent geht’s für den Gas­preis nach oben. Das mache laut West­fä­li­schen Nach­rich­ten etwa 160 Euro mehr im Jahr aus. Erst zum Janu­ar war der Preis um 16 Pro­zent gestie­gen, da hat­ten die Stadt­wer­ke höhe­re Kos­ten von 145 Euro berech­net. War­um Gas plötz­lich so teu­er ist? Das Maga­zin For­bes nennt vier Grün­de: Die Nach­fra­ge in Euro­pa steigt, immer mehr Gas wird zur Pro­duk­ti­on von Strom benö­tigt, die Netz­ent­gel­te für den Trans­port und der CO2-Preis sind gestie­gen. Und: poli­ti­sche Grün­de. 40 Pro­zent des deut­schen Gases kommt aus Russ­land. Hier noch ein Ser­vice­text der Tages­schau: Alter­na­ti­ven zur Gas­hei­zung. Und zum Schluss eine wei­te­re schlech­te Nach­richt: Auch Strom wird im April teu­rer, um knapp 9 Pro­zent. Die Mehr­kos­ten hier: 47 Euro. 

+++ Wir­ken auto­freie Innen­städ­te eher wie ein Defi­bril­la­tor oder wie ein Elek­tro­scho­cker? Der Spie­gel hat einen Fak­ten­check gemacht. Über dem Arti­kel ist ein Foto vom auto­frei­en Tag (Par­king Day) auf der Waren­dor­fer Stra­ße in Müns­ter zu sehen. Fazit des Fak­ten­checks: „Berich­te über den Tod des Ein­zel­han­dels durch die Ver­kehrs­wen­de sind stark über­trie­ben.“ Auto­freie Ein­kaufs­stra­ßen oder Vier­tel funk­tio­nier­ten in der Regel gut. In einem gro­ßen auto­frei­en Stadt­ge­biet kön­ne der Effekt aber auch ein ande­rer sein. „Wenn es zu schwie­rig wird, die Geschäf­te zu errei­chen, dann wer­den sie natür­lich dar­un­ter lei­den“, sagt der schwe­di­sche Mobi­li­täts­for­scher Jonas Eli­as­son. Was „zu schwie­rig“ bedeu­te, sei aber von Stadt zu Stadt ver­schie­den. Park­plät­ze in der Nähe sei­en jeden­falls genau­so wich­tig wie ein gut aus­ge­bau­ter Nah­ver­kehr. Ergeb­nis unter dem Strich: „Die Beschrän­kung des Auto­ver­kehrs macht die Städ­te höchst­wahr­schein­lich attrak­ti­ver,“ sagt Eli­as­son, „aber auch nur bis zu einem gewis­sen Grad“. 

+++ Wir hat­ten es schon ange­kün­digt. Mor­gen Abend ist Rats­sit­zung. Wor­um geht’s? Hier die The­men im Schnell­durch­lauf. Der Musik-Cam­pus fliegt von der Tages­ord­nung. Aber es bleibt trotz­dem genug zu dis­ku­tie­ren. Das Haupt­the­ma dies­mal: Ver­kehr. Es wird zum Bei­spiel um eine geplan­te Preis­er­hö­hung für Bus­ti­ckets gehen, die nach den Plä­nen des Rats­bünd­nis­ses aber nicht kom­men wird (RUMS-Brief). Das Rat­haus­bünd­nis wird statt­des­sen vor­aus­sicht­lich das 365-Euro-Ticket beschlie­ßen (Start im August 2023) sowie einen Fonds für den Nah­ver­kehr. Eine ande­re Fra­ge wird sein: Ord­nen die Stadt­wer­ke die Ach­sen meh­re­rer Bus­li­ni­en neu (6, 8, 15 und 16), damit alle Lini­en die Alt­stadt errei­chen, mit Elek­tro­bus­sen zu befah­ren sind, dazu Zeit gewon­nen wird – und nimmt die Stadt in Kauf, dass die Bus­se aus Coer­de dann nicht mehr am Bült hal­ten? Vor­aus­sicht­lich wird der Lini­en­tausch erst­mal ver­scho­ben. Eben­falls zur Debat­te steht die Fra­ge: Wie wird die Öffent­lich­keit in Zukunft an poli­ti­schen Ent­schei­dun­gen betei­ligt? Ein The­ma ist: Wo setzt die Stadt bei frei­en Flä­chen ihre Prio­ri­tä­ten (RUMS-Brief)? Und: Der Rat wird einen Bebau­ungs­plan für das Gebiet am Metro­po­lis-Hoch­haus beschlie­ßen. Dane­ben war zwi­schen­zeit­lich ein wei­te­res Hoch­haus geplant. Doch mehr als eins möch­te man dort nun doch nicht haben. Der Bebau­ungs­plan für das Grund­stück am Gaso­me­ter steht eben­falls auf der Tages­ord­nung. Die Beschluss­vor­la­ge klingt nicht, als wür­de die Stadt­ver­wal­tung dem Kol­lek­tiv „Gaso bleibt!“ (RUMS-Brief) gro­ße Chan­cen auf den Zuschlag geben. Die­se Mög­lich­keit will sich das Rat­haus­bünd­nis aber offen­hal­ten. Daher hat es die Vor­la­ge um einen Beschluss­punkt ergänzt. Das letz­te Wort bei der Aus­wahl des Kon­zepts für das Indus­trie­denk­mal soll der Rat haben. Los geht’s mor­gen um 16.30 Uhr in der Hal­le Müns­ter­land – oder hier live am Bild­schirm.

Engagement in Münster: Unsere Interviews aus der RUMS-Hütte zum Nachlesen

#6 See­brü­cke Münster

Heu­te schal­ten wir das sechs­te Inter­view aus unse­rer Rei­he Enga­ge­ment für Müns­ter für Sie frei. Unse­re Mit­ar­bei­te­rin Ann-Mar­­len Hoolt hat mit Firas Hallak von der See­brü­cke Müns­ter dar­über gespro­chen, wie die Orga­ni­sa­ti­on sich für geflüch­te­te Men­schen und gegen die Kri­mi­na­li­sie­rung der pri­va­ten See­not­ret­tung im Mit­tel­meer ein­setzt. Und dar­über, war­um es so wich­tig ist, sich für Wer­te wie Soli­da­ri­tät und Men­schen­rech­te zu enga­gie­ren. Das Inter­view fin­den Sie hier.

Im Rah­men unse­rer Mar­ke­ting­ak­tio­nen auf dem X-MS-Markt in Müns­ter haben wir Men­schen vor­ge­stellt, die sich in der Stadt enga­gie­ren. Lei­der konn­ten wir die­se Gesprä­che wegen der Coro­­na-Beschrän­­kun­­­gen nicht vor Publi­kum füh­ren. Aber wir haben sie für Sie auf­ge­nom­men und ver­öf­fent­li­chen sie nun nach und nach in gekürz­ter Ver­si­on als schrift­li­che Inter­views. Die bis­her erschie­ne­nen (#1 Haus der Woh­nungs­lo­sen­hil­fe, #2 Müns­­ter-Tafel, #3 Anti Rost Müns­ter, #4 Haus Tho­mas und #5 Ein Ruck­sack voll Hoff­nung) fin­den Sie auf die­ser Sei­te. Das nächs­te bekom­men Sie dann wie­der in einer Woche von uns. Wir ver­lin­ken es wie immer an die­ser Stel­le für Sie.

Post von Leser:innen

Wir haben Post bekom­men, von Friedrun Voll­mer, der Lei­te­rin der West­fä­li­schen Schu­le für Musik. Am Sonn­tag hat­te Micha­el Jung sich in sei­ner Kolum­ne mit der städ­ti­schen Musik­schu­le beschäf­tigt. Friedrun Voll­mer schreibt kei­ne Replik, son­dern ein Por­trät ihrer Schu­le, in dem sie die Kri­tik der Kolum­ne jedoch auf­nimmt. Jung hat­te geschrie­ben, die städ­ti­sche Musik­schu­le fokus­sie­re sich in der Aus­bil­dung nicht auf die Brei­te, son­dern auf die Spit­ze. Voll­mer ent­geg­net: „Eben­so wie die Brei­ten­för­de­rung ist die Spit­zen­för­de­rung wich­tig für die uns anver­trau­ten jun­gen Men­schen.“ Die­se gegen­ein­an­der aus­zu­spie­len oder auf ihre finan­zi­el­le kom­mu­na­le Belas­tung zu redu­zie­ren sei „eine Argu­men­ta­ti­on ver­gan­ge­ner Zei­ten“. In ihrer Schu­le lau­fe seit andert­halb Jah­ren ein „Zukunfts­pro­zess“, die Ergeb­nis­se stün­den kurz vor der Ver­öf­fent­li­chung. Ein Musik-Cam­pus wür­de laut Voll­mer gleich meh­re­re Män­gel des Gebäu­des an der Him­mel­reich­al­lee behe­ben. Die Räu­me sei­en nicht bar­rie­re­frei, die sani­tä­ren Anla­gen nicht aus­rei­chend, klein­kind­ge­rech­te Rück­zugs­or­te fehl­ten, Unter­richts­räu­me und Foy­ers sei­en nicht getrennt von­ein­an­der nutz­bar, ein Ton­stu­dio feh­le eben­so wie ein Pro­be­saal fürs Orches­ter, Pro­be­räu­me für Bands oder für Chö­re. Außer­dem gebe es kei­nen Raum für die digi­ta­le Ton­pro­duk­ti­on, zu weni­ge Park­plät­ze und Pro­ble­me mit dem Brand­schutz. Den voll­stän­di­gen Bei­trag von Friedrun Voll­mer fin­den Sie hier.

Corona Update

+++ Ab heu­te imp­fen auch die Apo­the­ken. Nicht alle, aber bis Ende März sol­len es laut der Apo­the­ker­kam­mer in etwa die Hälf­te sein, wenn es über­haupt eine Nach­fra­ge gibt, falls genü­gend Impf­stoff da ist, und je nach­dem, wie die Pan­de­mie ver­läuft. Sie Sehen schon: Man ist vor­sich­tig gewor­den mit Pro­gno­sen. Unse­re Pro­gno­se: Das wird sich schnell wie­der ändern. 

+++ Eine gute Nach­richt aus Ber­lin: Wenn Ihr Schnell­test posi­tiv war, Sie aber gern noch etwas mehr Gewiss­heit hät­ten, bleibt der dazu nöti­ge PCR-Test wei­ter kos­ten­los, berich­tet die Deut­sche Pres­se­agen­tur. Viel­leicht soll­te man doch hin­zu­fü­gen: vor­erst. Dass das ganz selbst­ver­ständ­lich ist, erken­nen Sie am Wort „doch“ in der Über­schrift, denn eigent­lich war das anders geplant. 

+++ Die Coro­na-Inzi­denz bleibt vier­stel­lig. Die Stadt mel­det heu­te einen Wert von 1.034 (Neu­in­fek­tio­nen pro 100.000 Men­schen inner­halb einer Woche). Seit ges­tern sind 789 dazu­ge­kom­men. Aktu­ell gel­ten im Stadt­ge­biet 5.860 Men­schen als infi­ziert. Die Behör­den gehen aller­dings davon aus, dass der tat­säch­li­che Wert höher liegt. Vie­le Men­schen kurie­ren ihre sym­ptom­lo­se Infek­ti­on zu Hau­se aus oder bemer­ken sie nicht einmal.

+++ Wie das Schul­mi­nis­te­ri­um hier mel­det, konn­ten Mit­te letz­ter Woche 1.766 Kin­der und Jugend­li­che an Müns­ters Schu­len pan­de­mie­be­dingt nicht am Prä­senz­un­ter­richt teil­neh­men. 1.017 von ihnen sind nach­weis­lich mit dem Coro­na­vi­rus infi­ziert. Gleich­zei­tig fal­len 104 Lehr­kräf­te aus, 64 von ihnen wegen einer Infek­ti­on. Die tat­säch­li­chen Zah­len lie­gen wahr­schein­lich jeweils etwas höher, weil nicht alle Schu­len aktu­el­le Zah­len gemel­det haben.

Unbezahlte Werbung

Wir haben Ihnen in die­ser Rubrik schon die ein oder ande­re Gemü­se­kis­te emp­foh­len. Und jetzt kommt die nächs­te. Sie ist aller­dings etwas anders als die übri­gen (das sagen sie alle). Der Unter­schied ist: Die­se Kis­te kön­nen Sie sich selbst zusam­men­stel­len. Bei Bau­er Mel­chi­or bringt’s dir kön­nen Sie im Shop neben regio­na­lem Obst und Gemü­se aus dem Müns­ter­land auch Milch­pro­duk­te, Bro­te, Eier, Wurst und Honig bestel­len. Und wenn Sie Lebens­mit­tel lie­ber klas­sisch vor Ort kau­fen möch­ten, ist es auch mög­lich, die Bestel­lung vor Ort abzu­ho­len. Oder Sie besu­chen den Laden in der Scharn­horst­stra­ße 49A am Aasee.

Drinnen und Draußen

Johan­ne Burk­hard hat drei Emp­feh­lun­gen für Sie, und zwar diese: 

+++ Wenn Sie ger­ne wie­der krea­tiv wer­den wol­len, aber noch ein biss­chen Inspi­ra­ti­on brau­chen, bie­tet die katho­li­sche Arbeit­neh­mer­be­we­gung eine span­nen­de Work­shop-Rei­he an: Aus alt macht schön. Am Don­ners­tag­abend kön­nen Sie zum Bei­spiel altes Schmier­pa­pier oder Büchern zu einem Notiz­heft upcy­celn – also wie­der­auf­be­rei­ten (Recy­cling) und damit auf­wer­ten (up). Anmel­den kön­nen Sie sich hier.

+++ Wenn Sie sich am Don­ners­tag lie­ber mit Nach­hal­tig­keit aus einer theo­re­ti­schen Per­spek­ti­ve beschäf­ti­gen wol­len, dann könn­te das Müns­te­ra­ner Kli­ma­ge­s­präch etwas für Sie sein. Der Phi­lo­so­phie­pro­fes­sor Micha­el Quan­te von der Uni Müns­ter und Stef­fen Lam­brecht von Fri­days for Future dis­ku­tie­ren ab 19:30 Uhr über die Fra­ge der Genera­tio­nen­ge­rech­tig­keit in der Kli­ma­kri­se. Sie kön­nen sich kos­ten­los zum Zoom-Gespräch dazu­schal­ten. Hier fin­den Sie den Link.

+++ Noch knapp zwei Wochen ist Peking Gast­ge­ber der olym­pi­schen Win­ter­spie­le. Poli­ti­sche Vertreter:innen eini­ger Län­der boy­kot­tie­ren die Spie­le. Und was pas­siert wäh­rend­des­sen in Xin­jiang? Die neue Arte-Pro­duk­ti­on Das Dra­ma der Uigu­ren wirft einen Blick auf die Ursprün­ge der chi­ne­si­schen Uigu­ren-Poli­tik und ver­deut­licht auf ein­drucks­vol­le Wei­se das Schick­sal die­ser Menschen.

Und noch ein Tipp von mir: 

+++ Hans Gum­mers­bach, frü­her Schul­amts­lei­ter und Direk­tor der Volks­hoch­schu­le in Müns­ter, hat eine gro­ße Samm­lung an Foto­gra­fien aus dem 19. Jahr­hun­dert, soge­nann­ten Daguer­ro­gra­fien. Benannt sind sie nach dem Erfin­der des foto­gra­fi­schen Ver­fah­rens, Lou­is Daguer­re. Gum­mers­bach hat schon als jun­ger Mann ange­fan­gen, die­se Fotos zu sam­meln. Seit dem Wochen­en­de stellt er einen Teil sei­ner Samm­lung im Kunst­mu­se­um Ahlen aus. Die Aus­stel­lung trägt den Titel: „Neue Wahr­heit? Klei­ne Wun­der! – die frü­hen Jah­re der Foto­gra­fie“. In die­sem knapp vier Minu­ten lan­gen Video erzählt Hans Gum­mers­bach, was die Fas­zi­na­ti­on die­ser Bil­der aus­macht. Zu sehen ist die Aus­stel­lung bis zum 29. Mai. Und falls Ihnen Ahlen zu weit ist (Drei­vier­tel­stun­de mit dem Zug): Es gibt auch einen Kata­log.

Am Frei­tag schickt Ihnen Con­stan­ze Busch wie­der eine sorg­fäl­tig belich­te­te Moment­auf­nah­me des Stadt­ge­sche­hens. Ich wün­sche Ihnen eine gute Woche. Und jetzt: Bit­te lächeln! 

Herz­li­che Grüße

Ralf Hei­mann

Mit­ar­beit: Johan­ne Burk­hardt, Con­stan­ze Busch


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PS

Wenn man nach 20 oder 30 Jah­ren in eine Stadt zurück­kommt, wird man vie­les nicht wie­der­erken­nen. Aber was genau sich ver­än­dert hat, lässt sich aus dem Kopf oft kaum sagen, denn so ein Gehirn hat ja auch vie­le Löcher. Cars­ten Schul­te, den Sie viel­leicht vom Preu­ßen-Maga­zin 100ProzentMeinSCP ken­nen, hat im ver­gan­ge­nen Jahr ein Maga­zin gegrün­det, auf das ich erst jetzt gesto­ßen bin. Es heißt Müns­ter-Blick und doku­men­tiert mit sehr schö­nen Fotos die Ver­än­de­run­gen in der Stadt. Eini­ges bleibt für lan­ge Zeit, neue Gebäu­de zum Bei­spiel. Eini­ges nur sehr kurz, die Ver­kehrs­ver­su­che. Ande­res war vor­über­ge­hend ver­schwun­den, ist aber nun wie­der da: der Brun­nen von Nico­le Eisen­man. Schau­en Sie es sich an. Ich fin­de: ein sehr schö­nes Projekt.