Grün, rot – und lila: Neues Bündnis im Rat | Missbrauchsprozess beginnt | Neue RUMS-Reportage: Frühchenstation im UKM

Müns­ter, 13. Novem­ber 2020

Guten Tag,

am Diens­tag­abend ist so etwas wie wei­ßer Rauch auf­ge­stie­gen über den Dächern von Müns­ter. Die Kreis­ver­samm­lung der Grü­nen hat­te gera­de vir­tu­ell bera­ten, mit wem sie in den kom­men­den fünf Jah­ren im Stadt­rat zusam­men­ar­bei­ten will. Inzwi­schen liegt die Kom­mu­nal­wahl zwei Mona­te zurück, doch über die künf­ti­gen Mehr­heits­ver­hält­nis­se herrsch­te bis vor drei Tagen Unklar­heit. Grü­nen-Rats­herr Leon Herbst­mann erlös­te sei­ne Twit­ter-Fol­lower schließ­lich: „Gemein­sam mit der #SPD und #Volt wol­len wir in den nächs­ten Jah­ren die Stadt gestalten.“

Damit stand es end­lich fest, und die Rechen­spie­le der ver­gan­ge­nen Wochen hat­ten ein Ende. CDU und Grü­ne oder CDU und SPD hät­ten jeweils zusam­men eine kom­for­ta­ble Mehr­heit gehabt, aber die poli­ti­sche Arith­me­tik basiert eben auf mehr als der blo­ßen Addi­ti­on von Man­da­ten. Das nun geplan­te Drei­er­bünd­nis kommt auf eine Mehr­heit von exakt einer Stim­me. Die­ser Vor­sprung ist gering, aber er kann auch disziplinieren.

Die Koali­ti­on aus CDU und FDP hat­te zwi­schen 2004 und 2009 eben­falls mit einer so knap­pen Mehr­heit regiert, und es hat funk­tio­niert. Dass es auch schief­ge­hen kann, muss­te die ehe­ma­li­ge schles­wig-hol­stei­ni­sche Minis­ter­prä­si­den­tin Hei­de Simo­nis (SPD) erfah­ren. Ihr ver­wei­ger­te jemand, der bis heu­te nicht bekannt ist, bei ihrer geplan­ten Wie­der­wahl im Jahr 2005 die Stim­me. So ende­te ihre poli­ti­sche Karriere. 

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