Von Feldern, Vögeln und Zwickmühlen | Nach Ylenia kommt Zeynep | Frischkönig

Müns­ter, 18. Febru­ar 2022

Guten Tag,

die Tage wer­den län­ger, die Tem­pe­ra­tu­ren mil­der und die Früh­blü­her gra­ben sich tap­fer durch die Erde. Obwohl es bis zum offi­zi­el­len Früh­lings­an­fang noch gut einen Monat dau­ert, kom­men auch schon die ers­ten Zug­vö­gel aus dem Süden zurück. Und die, die hier geblie­ben sind, erwa­chen aus der Win­ter­pau­se, Vogel­ge­zwit­scher erfüllt die Luft. Wenn jetzt noch das Wet­ter mit­spie­len wür­de, alles recht schön, oder?

Ich möch­te Ihnen ungern die Früh­lings­ge­füh­le kaputt machen oder das Gesangs­ta­lent der Vögel klein­re­den, aber vor 25 Jah­ren hät­te es noch viel schö­ner geklun­gen. Denn wir befin­den uns mit­ten in einem Vogel­ster­ben von his­to­ri­schem Aus­maß. Eine EU-wei­te Stu­die, die Ende 2021 ver­öf­fent­licht wur­de, setzt eine Zahl dar­auf: Seit den 1980er-Jah­ren sind die Vogel­be­stän­de in der Euro­päi­schen Uni­on um knapp 20 Pro­zent zurück­ge­gan­gen. In abso­lu­ten Zah­len: Heu­te sind es rund 600 Mil­lio­nen Vögel weni­ger als 1980.

Ein glo­ba­les Pro­blem, das sich auch in Müns­ter bemerk­bar macht. Hier geht es vor allem den Feld­vö­geln schlecht. Also jenen Vogel­ar­ten, die ger­ne auf wei­ten, offe­nen Flä­chen leben. Zum Bei­spiel auf Wie­sen, Wei­den, Hei­den oder Moo­ren. Gar­ten- und Wald­vö­geln geht es im Ver­gleich zwar noch recht gut, aber auch ihre Popu­la­tio­nen schrump­fen inzwischen.

Sie fin­den, sol­che Fens­ter nerven?

Wir auch. Aber einen ele­gan­te­ren Weg haben wir lei­der noch nicht gefun­den, um auch wei­ter­hin Arti­kel wie die­sen anbie­ten zu kön­nen – denn wir brau­chen dafür Ihre Unter­stüt­zung. Tes­ten Sie unser Ange­bot jetzt drei Mona­te lang für nur 5 Euro pro Monat!

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