Eine Geschichte über Flucht und Verzweiflung | Neues zum Impfen | Ostermenüs

Müns­ter, 30. März 2021

Guten Tag,

mit 35 Jah­ren noch ein­mal ganz neu anfan­gen: So begin­nen oft Geschich­ten über Men­schen, die in ihr Traum­land aus­wan­dern, beruf­lich einen neu­en Weg ein­schla­gen oder sich einen ande­ren gro­ßen Wunsch erfül­len. In unse­rer neu­en RUMS-Repor­ta­ge geht es auch um einen Neu­an­fang, aber um einen, den sich nie­mand wünscht. Unser Autor Andre­as Holz­ap­fel erzählt dar­in die Geschich­te von Shaky, der nach sei­nem Schul­ab­schluss aus sei­ner ira­ni­schen Hei­mat auf­ge­bro­chen ist, um sich im Irak der sek­ten­ar­ti­gen Oppo­si­ti­ons­be­we­gung der Volks­mud­scha­he­din anzu­schlie­ßen. Kurz nach sei­ner Ankunft, im März 2003, erleb­te Shaky mit, wie ame­ri­ka­ni­sche Trup­pen den Irak angrif­fen und besetz­ten. 15 Jah­re lang war der jun­ge Mann im Camp der Oppo­si­tio­nel­len gefan­gen, die Anfüh­rer woll­ten die Orga­ni­sa­ti­on zusam­men­hal­ten und nie­man­den gehen lassen.

Als Shaky schließ­lich doch frei­kam, konn­te er nicht nach Hau­se zurück­keh­ren, denn im Iran wer­den Anhän­ger der Volks­mud­scha­he­din ver­folgt. Nach zwei Jah­ren auf der Flucht lan­de­te Shaky in Müns­ter. Ange­kom­men und in Sicher­heit war er aber immer noch nicht: Er soll­te abge­scho­ben wer­den. In sein Hei­mat­land, nach dem er sich sehnt, in dem aber sein Leben in Gefahr wäre. Um hier­blei­ben und mit 35 Jah­ren end­lich neu anfan­gen zu dür­fen, unter­nahm Shaky einen sehr ver­zwei­fel­ten Schritt.

Wie es ihm heu­te geht, war­um er sich als jun­ger Erwach­se­ner über­haupt der Oppo­si­ti­ons­be­we­gung ange­schlos­sen hat und was er auf sei­nem Weg nach Deutsch­land erlebt hat, lesen Sie hier in der Repor­ta­ge. Es ist ein sehr lesens­wer­ter Text, gründ­lich recher­chiert und toll geschrie­ben. Wir haben ihn aber mit einem Hin­weis ver­se­hen, den ich Ihnen zur Sicher­heit auch schon hier geben möch­te: In der Repor­ta­ge wer­den Kriegs­hand­lun­gen, Gewalt, ein Hun­ger­streik, ein Sui­zid­ver­such und selbst­ver­let­zen­de Hand­lun­gen beschrie­ben. Wenn Sie das nicht lesen möch­ten, blei­ben Sie ein­fach hier im Brief.

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