Verkehrsversuche: Ein Rückblick | Verkehrsversuche: Ein Ausblick | Edelfundus

Müns­ter, 8. Okto­ber 2021

Guten Tag,

jetzt ist nur noch die Bus­spur übrig. Die Ver­kehrs­ver­su­che an der Hörster­stra­ße und an der Wol­be­cker Stra­ße sind plan­mä­ßig Ende Sep­tem­ber aus­ge­lau­fen. Und die Fahr­rad-Vor­fahrt an der Pro­me­na­den­que­rung Neu­brü­cken­tor endet außer­plan­mä­ßig schon in den nächs­ten zwei Wochen statt zum Jah­res­en­de (RUMS-Brief von Diens­tag).

Mit die­sem Abbruch ist die Debat­te über die Expe­ri­men­te noch ein­mal neu in Schwung gekom­men. Die Poli­tik reagier­te umge­hend mit Stel­lung­nah­men und Pres­se­mit­tei­lun­gen. Die CDU signa­li­sier­te Zustim­mung zu der Ent­schei­dung, die Grü­nen reagier­ten erwar­tungs­ge­mäß eher ver­hal­ten. Maxi­mi­li­an Brink­mann-Brand von der ÖDP hat die Stadt­ver­wal­tung ges­tern via Twit­ter öffent­lich auf­ge­for­dert, das Schei­tern des Ver­suchs an der Pro­me­na­de aus­führ­li­cher zu erklä­ren und Zah­len zu nen­nen. Bis­her hat­te die Stadt unter ande­rem mit­ge­teilt, die Bus­se hät­ten zu lan­ge war­ten müs­sen und Fußgänger:innen hät­ten sich unsi­cher gefühlt, weil Fahr­rä­der und Rol­ler wegen des Staus auf den Geh­weg auswichen.

Was haben die Experimente gebracht? Ein erstes Fazit

Es bleibt also span­nend. Denn die Fra­ge, was die Ver­su­che gebracht haben oder eben auch nicht, wird die Poli­tik und die Stadt­ge­sell­schaft noch lan­ge beschäf­ti­gen. Die Erfah­run­gen mit den Labo­ren im Stadt­ge­biet sind sehr unter­schied­lich. Neben Begeis­te­rung und Kri­tik gab es auch eini­ge Fra­ge­zei­chen – die Bürger:innen wuss­ten offen­bar nicht mit jedem Expe­ri­ment etwas anzu­fan­gen, wie Hele­na Wei­se von der Repor­ta­ge­schu­le Reut­lin­gen erfah­ren hat. Sie hat die Ver­kehrs­ver­su­che Ende Sep­tem­ber besucht, mit vie­len Men­schen gespro­chen und für RUMS ein ers­tes Fazit gezo­gen. Hier geht es zu ihrer Repor­ta­ge.

Wie bei allem, das mit der Mobi­li­täts­wen­de zu tun hat, ist Müns­ter nicht allein. Wie es ande­re Städ­te in Deutsch­land und welt­weit mit der auto­frei­en Innen­stadt hal­ten, hat­ten wir uns vor eini­ger Zeit hier schon ein­mal ange­schaut. Aber wie klappt es anders­wo mit dem Weg zur Wen­de? Ali­na Köl­ler hat für Sie recher­chiert, wel­che Städ­te es noch mit Ver­kehrs­ver­su­chen pro­bie­ren und wie es dort läuft.

Neuss: Autoarme Innenstadt bis Frühjahr 2022

Die Stadt Neuss pro­biert gera­de etwas aus, das auch in Müns­ter das Ziel ist: eine auto­ar­me Innen­stadt. Es wer­den mehr Fahr­rad­stra­ßen aus­ge­wie­sen, auf denen zwar Autos fah­ren dür­fen, Fahr­rä­der aber Vor­rang haben. Außer­dem ist seit Anfang August eine Stra­ße für Autos gesperrt, die frei­wer­den­den Park­plät­ze darf die Gas­tro­no­mie nut­zen. Wie an der Hörster­stra­ße hier bei uns geht es auch in Neuss um die berühm­te Auf­ent­halts­qua­li­tät. Dazu stellt die Stadt Bän­ke, Sitz­ni­schen, Fahr­rad­stän­der und Blu­men auf, und sie bie­tet Sprech­stun­den zum Ver­such an. Das klingt alles wie in Müns­ter. Aller­dings nimmt man sich in Neuss für das Expe­ri­ment nicht nur acht Wochen Zeit, son­dern min­des­tens sechs Monate.

Etli­che Par­al­le­len gibt es auch in der öffent­li­chen Debat­te über den Ver­such. Die Einzelhändler:innen an der auto­frei­en Stra­ße hat­ten die Sper­rung schon im Vor­feld stark kri­ti­siert. Jetzt bekla­gen sie ein Umsatz­mi­nus und for­dern ein ande­res, nicht-auto­frei­es Kon­zept. So ähn­lich fie­len in der letz­ten Woche in Müns­ter die Reak­tio­nen auf den Rats­be­schluss aus, meh­re­re Alt­stadt­stra­ßen mög­lichst schon im kom­men­den Jahr auto­frei umzu­ge­stal­ten. Dazu ein Lese­tipp von uns: Laut Mana­ger-Maga­zin über­schät­zen Einzelhändler:innen den Anteil der Kund:innen, die mit dem Auto kom­men. Den meis­ten Umsatz brin­gen Nichtautofahrer:innen.

Mit der zusätz­li­chen Außen­gas­tro­no­mie scheint es an der auto­frei­en Stra­ße in Neuss übri­gens nicht zu klap­pen. Der Grund: Die Anlieger:innen wol­len „kei­nen wei­te­ren Restau­rant­lärm dul­den“, wie es in die­sem Arti­kel heißt.

Köln: Projekt „Ring frei“

Köln hat sich ein ehr­gei­zi­ges Ziel gesetzt: 2025 sol­len die Hälf­te aller Wege in der Stadt zu Fuß oder mit dem Rad zurück­ge­legt wer­den. Im Moment sind es rund 35 bis 45 Pro­zent, je nach­dem, ob die Einpendler:innen mit­ge­rech­net wer­den, wie hier erklärt ist. Außer­dem soll der Durch­gangs-Auto­ver­kehr ver­rin­gert wer­den, aber wel­che Stadt wünscht sich das nicht.

Zu die­sen Zie­len passt das Pro­jekt „Ring frei“ sehr gut, das streng genom­men kein Ver­kehrs­ver­such ist, aber den­noch viel mit Aus­pro­bie­ren zu tun hat. Auf den Ring­stra­ßen soll der Auto­ver­kehr eine Spur an die Radfahrer:innen abge­ben, in Tei­len ist das auch schon umge­setzt. Aller­dings stammt die Idee nicht von der Stadt­ver­wal­tung, son­dern von einer Bür­ger­initia­ti­ve, die sich seit 2015 für die­se Idee ein­setzt. Inzwi­schen stellt die Initia­ti­ve sogar einen (inof­fi­zi­el­len) Fahr­rad­bür­ger­meis­ter. Und der wird wäh­rend sei­ner zwei­jäh­ri­gen Amts­zeit reich­lich zu tun haben, denn es scheint ins­ge­samt recht schlep­pend vor­an­zu­ge­hen mit der Fahrradfreundlichkeit.

Nochmal Köln: Vom Vorhaben zum Versuch

Im nächs­ten Jahr star­tet in Köln auch noch ein ech­ter Ver­kehrs­ver­such, der aber eigent­lich gar kei­ner sein soll­te. Die Ven­lo­er Stra­ße in Ehren­feld soll­te näm­lich ursprüng­lich direkt eine Tem­po-20-Zone wer­den mit mehr Platz für Fußgänger:innen und Fahr­rä­der und, wer hät­te das gedacht, mit mehr Auf­ent­halts­qua­li­tät. Aber das war den Kölner:innen dann offen­bar doch zu jeck, und des­halb wird das Gan­ze ab dem Früh­jahr erst mal für zwölf Mona­te aus­pro­biert. In einem zwei­ten Schritt soll die Stra­ße spä­ter außer­dem zur Ein­bahn­stra­ße wer­den, aber es ist noch nicht klar, in wel­che Rich­tung. Als gebür­ti­ge Rhein­län­de­rin bin ich dar­über mäßig über­rascht – es wird sich schon ergeben.

Bremen: Ein bisschen Einbahnstraße

In Bre­men ist man da schon einen Schritt wei­ter: Die Stadt hat sich für eine Rich­tung ent­schie­den und die viel befah­re­ne Mar­ti­ni­stra­ße, eine der Haupt­ver­kehrs­ach­sen in der Innen­stadt, Mit­te Sep­tem­ber ver­suchs­wei­se zur Teil­ein­bahn­stra­ße umge­wan­delt. Das Ziel, Über­ra­schung: mehr Platz für Fahr­rä­der und Fußgänger:innen. Vor­her wur­de bereits Tem­po 20 ein­ge­führt. Der Ver­such, der übri­gens Trans­for­mar­ti­ni heißt, wird wie in Müns­ter wis­sen­schaft­lich beglei­tet, zum Bei­spiel mit Ver­kehrs­zäh­lun­gen. Und damit alle ihre gute Lau­ne behal­ten, gibt es zwi­schen­durch Aktio­nen und Ver­an­stal­tun­gen, etwa ein Stra­ßen­thea­ter und einen Floh­markt. Eine Eva­lua­ti­on folgt nach Abschluss des Versuchs.

Nach die­sem klei­nen Aus­blick in die nähe­re und etwas wei­te­re Umge­bung noch ein­mal zurück nach Müns­ter: Hier wird sich die Poli­tik spä­tes­tens Ende des Jah­res wie­der mit den Ver­kehrs­ver­su­chen beschäf­ti­gen. Bis dahin soll ein Ver­kehrs­bü­ro die Ver­su­che umfas­send bewer­ten und auch die Rück­mel­dun­gen von Verkehrsteilnehmer:innen und Geschäfts­leu­ten einbeziehen.

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In aller Kürze

+++ Haben die Sze­nen an den bri­ti­schen Tank­stel­len und Super­märk­ten Sie auch ein biss­chen an die Hams­ter­käu­fe aus dem letz­ten Früh­jahr und Herbst erin­nert? Sind womög­lich auch hier bei uns schon Waren knapp? Bevor Sie jetzt im nächst­bes­ten Super­markt Hefe, Toi­let­ten­pa­pier und Nudeln ein­sam­meln, lesen Sie erst mal wei­ter. Johan­ne Burk­hardt hat für Sie auf die Waren- und Roh­stoff­la­ge in Müns­ter geschaut. Und dort gibt es tat­säch­lich Eng­päs­se, aber – Über­ra­schung – es sind jetzt ganz ande­re. Beson­ders brenz­lig ist es aktu­ell näm­lich in den Fahr­rad­werk­stät­ten. Ein Mit­ar­bei­ter der Werk­statt Bike and More im Süd­vier­tel sprach am Tele­fon von einem „gro­ßen Leid“. Er müs­se die Kund:innen häu­fig ver­trös­ten, wegen der aktu­ell sehr lan­gen Lie­fer­zei­ten. Mit vie­len Ersatz­tei­len sei erst im Dezem­ber wie­der zu rech­nen. Bei eini­gen könn­te es sogar bis Febru­ar dau­ern. Ein Grund dafür sei der Fahr­rad­boom aus dem Som­mer, ein ande­rer, dass stei­gen­de Con­tai­ner­prei­se zu Lie­fer­ver­zö­ge­run­gen füh­ren. So ähn­lich sieht es bei Auto­er­satz­tei­len aus. „Das betrifft durch die Bank fast alles“, erzählt uns ein Mit­ar­bei­ter von ATU an der Wese­ler Stra­ße. Die War­te­zei­ten sind hier zwar nicht ganz so lang, aber ein bis zwei Wochen län­ger daue­re es schon.

So weit, so unbe­quem. Aber was ist denn jetzt mit dem Klo­pa­pier und den Nudeln? Da scheint die Lage zum Glück ent­spann­ter zu sein. Das sag­te uns jeden­falls Chris­ti­an Bött­cher vom Bun­des­ver­band des Deut­schen Lebens­mit­tel­han­dels. „Mei­nes Wis­sens lie­gen die Lie­fer­eng­päs­se in Groß­bri­tan­ni­en im Bre­x­it begrün­det“, sagt er. Natür­lich gebe es auch in Deutsch­land immer wie­der das Pro­blem, dass LKW-Fahrer:innen feh­len, aber die Ver­sor­gungs­la­ge in den Super­märk­ten sei dadurch nicht betroffen.

Und auch in den Apo­the­ken ist die Ver­sor­gung offen­bar gesi­chert. Wenn etwas fehlt, dann nur Medi­ka­men­te eines bestimm­ten Her­stel­lers, es gibt aber dann immer Alter­na­ti­ven. Ledig­lich bei bestimm­ten Impf­stof­fen, bei­spiels­wei­se gegen Pneu­mo­kok­ken, wer­den immer nur klei­ne Kon­tin­gen­te von 10 bis 15 Stück pro Woche gelie­fert, wie wir in einer Apo­the­ke hörten.

+++ Schon wie­der ein Über­fall: In der Nacht auf Don­ners­tag haben zwei Män­ner das Hans & Franz an der Wol­be­cker Stra­ße aus­ge­raubt. Jeden­falls fast: Wie die West­fä­li­schen Nach­rich­ten erfah­ren haben, for­der­ten die Räu­ber zwar die Tages­ein­nah­men, nah­men dann aber nur die Wech­sel­geld­kas­set­te mit. Dar­in waren zwar immer­hin auch 500 Euro, aber der Umschlag mit dem sicher deut­lich höhe­ren Tages­um­satz blieb auf dem Tre­sen lie­gen. Falls Sie in der Nähe waren, hier hat die Poli­zei eine Täter­be­schrei­bung veröffentlicht.

Corona-Update

Eine trau­ri­ge Nach­richt: Die Stadt hat ges­tern einen wei­te­ren Todes­fall gemel­det, der im Zusam­men­hang mit Covid-19 steht. Eine 84-jäh­ri­ge Frau, die mit dem Coro­na­vi­rus infi­ziert war, ist gestor­ben. Ins­ge­samt sind seit dem letz­ten März 129 Men­schen aus Müns­ter an oder mit Covid gestor­ben.
165 Münsteraner:innen gel­ten heu­te als infi­ziert, die Wochen­in­zi­denz liegt bei 25. In den Kran­ken­häu­sern wer­den 13 Covid-Patient:innen behan­delt, vier von ihnen auf der Inten­siv­sta­ti­on. Zwei Men­schen wer­den beatmet.

Unbezahlte Werbung

Im Edel­fundus am Ding­bän­ger­weg 215 in Meck­len­beck gibt es ein bun­tes Sam­mel­su­ri­um aus Haus­halts­wa­ren, Büchern, Spiel­zeug, Brief­mar­ken, Post­kar­ten, DVDs, CDs, Schall­plat­ten, Klei­dung und Schmuck. Alles stammt aus pri­va­ten Spen­den, die eine Grup­pe von über­wie­gend ehren­amt­li­chen Mitarbeiter:innen sich­tet, sor­tiert und wei­ter­ver­kauft. Sie sind dort also auch an der rich­ti­gen Adres­se, wenn Sie selbst etwas aus­mis­ten und für einen guten Zweck wei­ter­ge­ben möch­ten. Wei­te­re Infos dazu fin­den Sie hier. Der Erlös wird zur Unter­stüt­zung krebs­kran­ker Men­schen und deren Ange­hö­ri­gen an die Krebs­be­ra­tungs­stel­le des Tumor-Netz­werks im Müns­ter­land gespen­det.
Das Geschäft hat nur an aus­ge­wähl­ten Tagen geöff­net. Sie könn­ten zum Bei­spiel mor­gen von 11 bis 17 Uhr nach Schät­zen aus zwei­ter Hand stö­bern. Spen­den kön­nen Sie immer mon­tags bis sams­tags zwi­schen 14 und 17 Uhr.

Drinnen und Draußen

Falls Sie nicht ein­kau­fen gehen möch­ten, haben wir natür­lich noch ein paar Vor­schlä­ge. Mei­ne Kol­le­gin Eva Strehlke hat sich für Sie umgesehen:

+++ Es geht los mit einem Tipp für Fami­li­en. Denn mor­gen star­ten ja die Herbst­fe­ri­en, und die Son­ne lässt sich nicht lum­pen. Bes­te Vor­aus­set­zun­gen für einen Aus­flug zur BMX-Stre­cke in Albach­ten. Dort fährt um 15 Uhr der LKW des Sozi­al­pa­last Musik Con­voy 2021 vor und bringt ein Ange­bot für Jugend­li­che mit: Tanz-, Rap-, Graf­fi­ti- sowie Jon­gla­ge-Work­shops und -Shows. Die Musik der B2B-Crew kön­nen Sie sich hier mal anhö­ren und auch zu allen ande­ren Mit­wir­ken­den gibt es auf der Web­site des Pro­jekts mehr Infos. Abends fährt der LKW dann nach Grem­men­dorf, wo es ab 21 Uhr am Gaso­me­ter weitergeht.

+++ Im Wolf­gang-Bor­chert-Thea­ter kön­nen Sie einen Klas­si­ker in neu­em Gewand sehen, näm­lich als Klas­si­ke­rin. Woy­zeck heißt in der Fas­sung von Tan­ja Weid­ner nicht Franz, son­dern Fran­zis­ka. Eri­ka Jell spielt sie in ihrem beein­dru­cken­den Debüt am WBT. Das Stück zeigt, wie ein Mensch gesell­schaft­lich, phy­sisch und psy­chisch zer­stört wird – düs­ter, aber mit­rei­ßend, eine kla­re Emp­feh­lung von uns. Kar­ten bekom­men Sie auch fürs Wochen­en­de noch auf der Home­page des Thea­ters.

+++ Wenn Sie etwas mehr Jubel und Tru­bel möch­ten, könn­ten Sie am Sonn­tag zum Heim­spiel der WWU Bas­kets gehen, dort ist garan­tiert eine Bom­ben­stim­mung. Die Bas­ket­bal­ler tre­ten um 16 Uhr in der Sport­hal­le Berg Fidel gegen den ETV Ham­burg an. Tickets gibt es hier online von 6 bis 15 Euro (für Stu­dis mit dem Kul­tur­se­mes­ter­ti­cket kostenlos).

Am Diens­tag schrei­be ich Ihnen wie­der. Bis dahin wün­sche ich Ihnen ein gol­de­nes Herbstwochenende.

Herz­li­che Grüße

Con­stan­ze Busch

Mit­ar­beit: Johan­ne Burk­hardt, Ali­na Köl­ler, Eva Strehlke

PS

Noch eine klei­ne Ergän­zung zu unse­rer Mel­dung über die Lie­fer­schwie­rig­kei­ten: Es herrscht zur­zeit auch Papier­man­gel. Und das berei­tet Zei­tungs­ver­la­gen Sor­gen, denn sie kön­nen viel­leicht nicht mehr alles dru­cken. Falls sich dem­nächst jemand bei Ihnen über Nach­rich­ten­man­gel oder eine zu teu­re Zei­tung beklagt, erzäh­len Sie ihr oder ihm doch von RUMS. Uns macht das mit dem Papier näm­lich gar nichts aus.