Tierversuche an der Uni Münster | Corona-Wortschatz | Homebeis

Müns­ter, 12. Okto­ber 2021

Guten Tag,

bei uns in der RUMS-Redak­ti­on ist der Satz „Heu­te schrei­be ich mal einen kür­ze­ren Text“ längst zu einem Run­ning Gag gewor­den. Immer wie­der neh­men wir uns vor, uns mal etwas kür­zer zu fas­sen. Aber Sie lesen es ja selbst, wir fas­sen uns dann doch meis­tens lang. Aus gutem Grund, wir sto­ßen bei unse­ren Recher­chen auf so vie­le inter­es­san­te Aspek­te, die wir Ihnen nicht vor­ent­hal­ten möch­ten. Und dar­um geht es uns ja, wir möch­ten nicht an der Ober­flä­che blei­ben, son­dern die Din­ge wirk­lich ver­ste­hen und aus mög­lichst vie­len Blick­win­keln betrachten.

Heu­te schi­cke ich Ihnen tat­säch­lich einen deut­lich kür­ze­ren Brief. Aber wir haben natür­lich auch heu­te eine gro­ße Recher­che für Sie: einen neu­en Bei­trag auf unse­rer Website.

Dar­in geht es um ein The­ma, mit dem sich eigent­lich nie­mand sehr ger­ne beschäf­ti­gen möch­te, über das wir aber viel mehr spre­chen soll­ten. Es geht um Tier­ver­su­che in der medi­zi­ni­schen For­schung. Joshua Kocher von der Repor­ta­ge­schu­le Reut­lin­gen hat für RUMS mit meh­re­ren Wis­sen­schaft­lern gespro­chen, die an der Uni Müns­ter Tier­ver­su­che durch­füh­ren, für die Labor­tie­re ver­ant­wort­lich sind oder sich damit aus­ein­an­der­set­zen, wel­che Rah­men­be­din­gun­gen für sol­che Expe­ri­men­te gel­ten sollten.

Die Uni gehört seit Juli einer Initia­ti­ve an, die bei dem kon­tro­ver­sen The­ma mehr Trans­pa­renz schaf­fen möch­te. Sie ver­öf­fent­licht zum Bei­spiel auf ihrer Web­site, wie vie­le Tier­ver­su­che die Forscher:innen durch­füh­ren, und die Wis­sen­schaft­ler haben Joshua Kocher aus­führ­li­che Inter­views gege­ben. In die Labors durf­ten er und unser Foto­graf aller­dings nicht. Hier geht es zum Bei­trag.

Und noch ein Hin­weis für alle, die unse­re Tex­te lie­ber hören als lesen: Unse­re Bei­trä­ge gibt es (noch) nicht als Pod­cast. Aber am Frei­tag kommt wie­der ein län­ge­rer RUMS-Brief, und den lese ich dann auch wie­der vor.

In aller Kürze

+++ Lock­down, Nies­eti­ket­te, Schnu­ten­pul­li: Wir haben in der Pan­de­mie vie­le neue Wör­ter gelernt. Um etwa 1.000 Begrif­fe ist unser Wort­schatz gewach­sen, schätzt das Leib­niz-Insti­tut für Deut­sche Spra­che. Die meis­ten woll­ten wir zwar lie­ber nicht haben, aber jetzt sind sie trotz­dem da. Und wir beherr­schen jetzt auch vie­le Abkür­zun­gen, die es zwar schon gab, aber nicht unbe­dingt in unse­rer All­tags­spra­che: Wie die Pro­fis reden wir über das RKI (Robert-Koch-Insti­tut), die STIKO (Stän­di­ge Impf­kom­mis­si­on) und die KVWL (Kas­sen­ärzt­li­che Ver­ei­ni­gung Westfalen-Lippe).

Ganz neu im Sor­ti­ment ist KoCI, die Koor­di­nie­ren­de Covid-Impf­ein­heit. So hat die Stadt das mobi­le Impf­team genannt, das seit dem Ende des Impf­zen­trums in der Stadt unter­wegs ist und Pik­se ver­teilt. Zum Bei­spiel mor­gen zwi­schen 10 und 13 Uhr im Schloss, in Koope­ra­ti­on mit der WWU und der FH. Es gibt die Impf­stof­fe von John­son & John­son und Bio­n­tech (den auch für Zweit­imp­fun­gen), und zwar auch für Nicht-Stu­dis. Hier kön­nen Sie das alles noch mal aus­führ­lich nachlesen.

Und für noch mehr schö­ne Abkür­zun­gen schi­cke ich Sie wei­ter zu den Fan­tas­ti­schen Vier, Ent­schul­di­gung, ich mei­ne natür­lich: zu Fan­ta 4. MfG.

+++ Seit ges­tern sind die soge­nann­ten Bür­ger­tests, also die Coro­na-Schnell­tests an den Test­sta­tio­nen in der Stadt, für die meis­ten Men­schen nicht mehr kos­ten­los. Nur wer jün­ger als zwölf Jah­re ist oder aus ande­ren Grün­den nicht oder noch nicht geimpft wer­den kann, wird noch kos­ten­frei getes­tet. Die Stadt hat hier eine Lis­te der Test­stel­len und Arzt­pra­xen sowie wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu den Tests zusammengestellt.

Post von Leser:innen

In den ver­gan­ge­nen Wochen hat­ten wir über das Inte­grier­te Stadt­ent­wick­lungs­kon­zept und den Pro­zess Müns­ter­Zu­künf­te 20 | 30 | 50 geschrie­ben, zum Bei­spiel in die­sem Brief. Dazu hat uns Chris­ti­an Lad­leif, der sich bei Par­ents for Future enga­giert, einen Leser­brief geschickt. Er kri­ti­siert, die Stadt­ver­wal­tung berück­sich­ti­ge im Ent­wick­lungs­kon­zept für Müns­ters Zukunft den Kli­ma­schutz und Anpas­sun­gen an den Kli­ma­wan­del zu wenig. Und er macht eini­ge Vor­schlä­ge, wie Ver­wal­tung und Stadt­ge­sell­schaft sich gemein­sam mit den Her­aus­for­de­run­gen aus­ein­an­der­set­zen soll­ten. Hier geht es zu sei­nem Leser­brief.

Corona-Update

Noch mehr als mit neu­en Wör­tern beschäf­ti­gen wir uns in der Pan­de­mie mit den Zah­len. Und auch da gibt es jetzt eine neue, die wir eigent­lich lie­ber nicht errei­chen woll­ten: 10.000. So vie­le Coro­na-Infek­tio­nen wur­den in Müns­ter seit dem Früh­jahr 2020 regis­triert, in Wirk­lich­keit haben sich wahr­schein­lich deut­lich mehr Men­schen angesteckt.

Heu­te gel­ten 169 Münsteraner:innen als infi­ziert, die Inzi­denz in Müns­ter wird mit 30 ange­ge­ben. In den Kran­ken­häu­sern wer­den 15 Covid-Patient:innen behan­delt, vier von ihnen auf der Inten­siv­sta­ti­on, ein:e Patient:in wird beatmet.

Unbezahlte Werbung

Direkt gegen­über vom Aegi­di­imarkt, neben dem Cen­tral Hotel, fin­den Sie seit Kur­zem einen klei­nen Laden, in dem es neben Kaf­fee auch Eis, Bier, Nuss­mi­schun­gen, Post­kar­ten, Decken, Ker­zen und vie­les mehr zu kau­fen gibt. Das klingt wie wild zusam­men­ge­wür­felt, aber es gibt eine Gemein­sam­keit: Alles kommt aus dem Müns­ter­land. Des­we­gen heißt der Laden auch Home­beis. Ich muss zuge­ben, dass ich einen Moment gebraucht habe, um das Wort­spiel zu ver­ste­hen – mein Tipp: Lesen Sie sich den Namen selbst laut vor. Die müns­ter­län­der Hei­mat­ba­sis ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Uns haben es beson­ders die hüb­schen Früh­stückstel­ler mit dem Bie­nen­mo­tiv angetan.

Drinnen und Draußen

+++ Ist das nicht schön: Es sind wie­der Erstis in Müns­ter. Schon seit letz­ter Woche zie­hen sie durch die Stadt und ler­nen ihre neue Hei­mat auf Zeit ken­nen. Falls Sie gera­de neu in Müns­ter gelan­det sind – herz­lich will­kom­men! Wenn Sie nicht neu sind, lesen Sie trotz­dem wei­ter. Wir emp­feh­len hier jetzt zwar die nach­hal­ti­ge O-Woche, die von Frei­tag bis Sonn­tag im Vom-Stein-Haus statt­fin­det. Aber an den Ver­an­stal­tun­gen zu Umwelt, Kli­ma und Nach­hal­tig­keit kann jede:r teil­neh­men. Das Pro­gramm fin­den Sie hier und anmel­den müs­sen Sie sich dann hier.

+++ Am Frei­tag fei­ert das Tanz­thea­ter Der klei­ne Prinz von Hans Hen­ning Paar nach der Erzäh­lung von Antoi­ne de Saint-Exu­pé­ry im Klei­nen Haus des Stadt­thea­ters Pre­mie­re. Und weil das Klei­ne Haus wirk­lich gar nicht so groß ist, sind schon alle Kar­ten weg. Bescheid sagen woll­ten wir Ihnen trotz­dem, denn wenn Sie Lust haben, sich das anzu­schau­en und die Musik von Erik Satie zu hören, soll­ten Sie für die nächs­ten Auf­füh­run­gen schnell sein. Für den 17., 20. und 30. Okto­ber sind nur noch ein paar Rest­kar­ten ver­füg­bar. Buchen kön­nen Sie online.

Am Frei­tag schrei­be ich Ihnen noch ein­mal. Ich wün­sche Ihnen bis dahin eine gute Woche.

Herz­li­che Grüße

Con­stan­ze Busch

Mit­ar­beit: Eva Strehlke

PS

Vor ein paar Tagen hat­te ich einen Urlaubs­gruß von einem RUMS-Leser in mei­nem E-Mail-Fach. Er hat­te mir im Som­mer schon ein­mal geschrie­ben, vor mei­nem Urlaub, und mir Bücher für mei­ne Rei­se emp­foh­len. Ich habe mich für die tol­len Tipps natür­lich mit eige­nen Emp­feh­lun­gen bedankt, und die hat unser Leser nun auf sei­ne Rei­se mitgenommen.

Einen Buch­tipp, den ich ihm geschickt habe, hat­te ich selbst von einem ande­ren RUMS-Leser bekom­men und wei­ter­ge­ge­ben. So ist inner­halb unse­rer RUMS-Com­mu­ni­ty eine klei­ne Bücher-Com­mu­ni­ty ent­stan­den. Und das ist wirk­lich sehr schön.