Bewegung bei der Kirche? | Bauen auf Lücken | isarti

Müns­ter, 28. Janu­ar 2022

Guten Tag,

wir haben am Diens­tag über die Akti­on Out in Church geschrie­ben. Schwu­le, les­bi­sche und trans­se­xu­el­le Men­schen for­dern, in der katho­li­schen Kir­che aner­kannt zu wer­den und arbei­ten zu kön­nen. Am Mitt­woch hat das Bis­tum Müns­ter eine Pres­se­mit­tei­lung ver­öf­fent­licht, in der Bischof Felix Genn sich zu der Akti­on äußert. Er habe gro­ßen Respekt vor den Men­schen, die sich dar­an betei­ligt haben. Und: Wer für das Bis­tum Müns­ter arbei­te und sich offen zu sei­ner Homo­se­xua­li­tät beken­ne, müs­se kei­ne arbeits­recht­li­chen Kon­se­quen­zen fürch­ten. Letz­te­res zitie­ren die West­fä­li­schen Nach­rich­ten, die die Pres­se­mit­tei­lung hier qua­si wort­gleich über­nom­men haben, in fet­ten Buch­sta­ben in einer Zwischenüberschrift.

Das State­ment ist ein posi­ti­ves Signal. Aber zwi­schen den Zei­len der Pres­se­mit­tei­lung steht auch, was noch nicht geht.

„Außer­dem ist es seit eini­gen Jah­ren im Bis­tum Müns­ter bereits so, dass auch der per­sön­li­che Fami­li­en­stand kei­ne Rele­vanz für die Anstel­lung oder Wei­ter­be­schäf­ti­gung bei Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern in der Ver­wal­tung hat“, heißt es in der Mit­tei­lung. Das bedeu­tet: Men­schen, die in einer gleich­ge­schlecht­li­chen Ehe leben, dür­fen für das Bis­tum arbei­ten – aber nur in bestimm­ten Beru­fen. Ich habe beim Bis­tum nach­ge­fragt, wer hier gemeint ist. Pres­se­spre­cher Ste­phan Kro­nen­burg schreibt dazu: „Das betrifft sehr unter­schied­li­che Berufs­grup­pen: Ver­wal­tungs­an­ge­stell­te, Juris­ten, Päd­ago­gen, Jour­na­lis­ten, IT-Fach­leu­te, Bau­in­ge­nieu­re, etc. Auch Erzie­he­rin­nen, die in einer geschlecht­li­chen Ehe leben, kön­nen in den mehr als 660 katho­li­schen Kitas arbei­ten, die sich in unse­rem Bis­tum in Trä­ger­schaft der katho­li­schen Pfar­rei­en befinden.“

Und was ist mit Religionslehrer:innen, die mit gleich­ge­schlecht­li­chen Partner:innen ver­hei­ra­tet sind? Da müs­se der Bischof die Ent­schei­dung tref­fen, ob er die Unter­richts­er­laub­nis auf­recht­erhält, schreibt Ste­phan Kro­nen­burg. Sei­ner Kennt­nis nach sei es so, „dass auch hier vom Bischof im Sin­ne einer Wei­ter­be­schäf­ti­gung ent­schie­den wird“.

Verwaltung: ja. Seelsorge: nein.

Für die ange­hen­de Theo­lo­gin Isa­bel Staps, die sich auch an der Akti­on betei­ligt hat (hier ist sie im ARD-Inter­view zu sehen), wird das aller­dings erst ein­mal nichts ändern. Sie woll­te Pas­to­ral­re­fe­ren­tin wer­den, also einen seel­sor­ge­ri­schen Beruf im Dienst der Kir­che ergrei­fen. Doch das ist nun nicht mög­lich, weil sie eine Frau gehei­ra­tet hat.

Felix Genn wird in der Pres­se­mit­tei­lung zitiert: „Vie­le homo­se­xu­el­le Men­schen wur­den über Jah­re und Jahr­zehn­te durch Äuße­run­gen der Kir­che ver­letzt. Das darf heu­te und in Zukunft nicht mehr so sein. Jede Per­son – völ­lig unab­hän­gig von ihrer sexu­el­len Ori­en­tie­rung und geschlecht­li­chen Iden­ti­tät – ist unbe­dingt von Gott geliebt.“ Auch das ist ein posi­ti­ves Signal.

Aber: Von Gott geliebt zu sein und im Namen der katho­li­schen Kir­che davon erzäh­len zu dür­fen, sind immer noch zwei Paar Schu­he. Jeden­falls dann, wenn Men­schen sich nicht nur zu ihrer Homo­se­xua­li­tät beken­nen, son­dern auch in einer gleich­ge­schlecht­li­chen Ehe leben. Bei Seelsorger:innen gilt eine Ehe zwi­schen zwei Frau­en oder zwei Män­nern nach dem kirch­li­chen Arbeits­recht als „Loya­li­täts­ver­stoß“, weil sie nicht zu den Prin­zi­pi­en der katho­li­schen Kir­che passt. Die lau­ten knapp zusam­men­ge­fasst: Homo­se­xu­ell zu sein, ist in Ord­nung. Die Homo­se­xua­li­tät aus­zu­le­ben, nicht.

Reform des kirchlichen Arbeitsrechts?

Das galt jeden­falls bis­her. Felix Genn spricht in der Pres­se­mit­tei­lung des Bis­tums von „Dis­kus­sio­nen im Rah­men des Syn­oda­len Weges, die nicht-hete­ro­se­xu­el­len Men­schen und ihrem Lebens­stand ohne Dis­kri­mi­nie­rung gerecht wer­den soll. Dies betrifft auch das kirch­li­che Arbeits­recht. Davon beson­ders betrof­fen sind aktu­ell die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter in der Seelsorge.“

Der Syn­oda­le Weg ist der Ver­such der katho­li­schen Kir­che in Deutsch­land, aus der fun­da­men­ta­len Kri­se her­aus­zu­fin­den, die spä­tes­tens mit der Auf­ar­bei­tung der Miss­brauchs­skan­da­le sicht­bar gewor­den ist. In einem mehr­jäh­ri­gen Pro­zess beschäf­ti­gen sich zahl­rei­che Vertreter:innen der Kir­che und ande­re Katholik:innen mit den Struk­tu­ren, Erneue­rungs­be­dar­fen und Per­spek­ti­ven der Organisation.

Pres­se­spre­cher Ste­phan Kro­nen­burg weist auf einen Antrag hin, über den die Mit­glie­der der Bischofs­kon­fe­renz sowie Vertreter:innen des Zen­tral­ko­mi­tees der deut­schen Katho­li­ken und ande­rer Orga­ni­sa­tio­nen nächs­te Woche bei der Syn­odal­ver­samm­lung bera­ten wer­den. In dem Antrag geht es um eine Ände­rung des kirch­li­chen Arbeits­rechts: Den oben beschrie­be­nen Loya­li­täts­ver­stoß soll es nicht mehr geben. Eine gleich­ge­schlecht­li­che Ehe soll dann kein Grund mehr für eine Kün­di­gung oder gegen eine Anstel­lung im Kir­chen­dienst sein – auch nicht für Seelsorger:innen wie etwa Pastoralreferent:innen.

Ob die Syn­odal­ver­samm­lung dem Antrag zustim­men und ob die deut­sche Bischofs­kon­fe­renz die gewünsch­te Reform dann auch umset­zen wird, ist noch unge­wiss. Aber laut Ste­phan Kro­nen­burg beschäf­tigt sich die Bischofs­kon­fe­renz auch schon selbst mit dem The­ma. Zumin­dest lässt sich also sagen: Da könn­te etwas in Bewe­gung geraten.

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Bauen auf Lücken

Viel­leicht ist Ihnen in der Stadt schon ein­mal ein lee­res Grund­stück auf­ge­fal­len, das rechts und links an Wohn­häu­ser angrenzt. Bei einer sol­chen Flä­che han­delt es sich mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit um eine soge­nann­te Bau­lü­cke: ein Grund­stück, das laut Bebau­ungs­plan eigent­lich für ein Wohn­ge­bäu­de gedacht ist, auf dem aber kei­nes steht.

Johan­ne Burk­hardt ist für RUMS der Fra­ge nach­ge­gan­gen, wie vie­le sol­cher Bau­lü­cken und damit poten­zi­el­le Bau­plät­ze es in Müns­ter gibt. Und sie hat her­aus­ge­fun­den: Bis­her weiß das nie­mand so genau. War­um das so ist und ob sich das ändern könn­te, lesen Sie in ihrem Bei­trag. Unser Foto­graf Niko­laus Urban hat dafür übri­gens wie­der tol­le Bil­der gemacht, die Sie auch nicht ver­pas­sen sollten.

Und es gibt noch einen drit­ten Grund, war­um ich mich sehr über die­sen Bei­trag freue. Die Anre­gung für die­se Recher­che kam näm­lich von einem RUMS-Leser. Er hat­te uns vor eini­ger Zeit die Fra­ge geschickt, ob es in Müns­ter eigent­lich ein Kon­zept gebe, wann und wie sol­che Bau­lü­cken genutzt wer­den. Wir wuss­ten es nicht, fan­den die Fra­ge aber sehr inter­es­sant. Und das Ergeb­nis lesen Sie heu­te. Sie sehen also: Wir brau­chen Sie. Wenn Sie Fra­gen, Hin­wei­se oder Ideen haben, schrei­ben Sie uns.

Die sogenannte Normalität

Für Eltern von klei­nen Kin­dern war es wie­der ein­mal eine wil­de Woche. Das Schul­mi­nis­te­ri­um hat über Nacht die Regeln für die Coro­na­tests in Grund­schu­len geän­dert. Und zwar wirk­lich buch­stäb­lich über Nacht: Wie der WDR berich­tet, beka­men die Schu­len am Diens­tag­abend um 22:14 Uhr eine E-Mail, in der die neu­en Abläu­fe ange­ord­net wur­den. Grundschüler:innen wer­den nun wei­ter­hin per PCR-Pool­test getes­tet. Das heißt, alle Kin­der einer Klas­se geben eine Pro­be ab, anschlie­ßend wer­den alle Pro­ben zusam­men mit dem genau­en PCR-Ver­fah­ren auf das Coro­na­vi­rus unter­sucht. Ist die­ser soge­nann­te Pool­test posi­tiv, ist klar: Min­des­tens ein Kind in der Klas­se ist infiziert.

Bis­her hat­ten die Kin­der jeweils eine zwei­te Pro­be abge­ge­ben, die mit Namen ver­se­hen und auf Vor­rat zurück­ge­legt wur­de. Nach einem posi­ti­ven Pool­test wur­den dann die Ein­zel­pro­ben unter­sucht und es muss­ten nur die Kin­der zu Hau­se blei­ben, die tat­säch­lich infi­ziert waren. Die­sen zwei­ten Schritt kön­nen die Labo­re jetzt aber nicht mehr leis­ten. Statt­des­sen sol­len die Schüler:innen am nächs­ten Tag alle in die Schu­le kom­men und dort einen Test machen, oder die Eltern sol­len mit den Kin­dern in ein Test­zen­trum gehen. Wer in der Schu­le posi­tiv getes­tet wird, muss natür­lich sofort von den Eltern abge­holt wer­den. Wie die das alles bewäl­ti­gen und mit ihrem Beruf ver­ein­ba­ren sol­len, steht nicht in der E-Mail des Schulministeriums.

Viele Facetten von „kein Kontrollverlust“

Und wie sieht es bei den ganz Klei­nen in den Kitas aus? Die Stadt hat den West­fä­li­schen Nach­rich­ten in die­ser Woche gesagt, bis­her sei die Situa­ti­on noch unter Kon­trol­le. Es müss­ten erst dann Grup­pen geschlos­sen wer­den, wenn so vie­le Erzieher:innen erkrankt sei­en, dass die Kin­der nicht mehr betreut wer­den können.

Wir haben uns bei Eltern erkun­digt, deren Kin­der ver­schie­de­ne Kitas in Müns­ter besu­chen, wie sie die Sache erle­ben. Die­se Umfra­ge ist natür­lich abso­lut anek­do­ten­haft und erhebt kei­nen Anspruch auf Voll­stän­dig­keit oder Wis­sen­schaft­lich­keit. Aber man sieht dar­an schon, dass „unter Kon­trol­le“ zur­zeit ein recht gro­ßes Spek­trum abdeckt:

  • Aus einer Kita wird uns berich­tet, dass vie­le Erzie­he­rin­nen krank sei­en. Nur weni­ge Kin­der sei­en über­haupt zur Kita gebracht wor­den. Es habe bis­her aber nur in einer Grup­pe eine sicher bestä­tig­te Coro­na­in­fek­ti­on eines Kin­des gegeben.
  • In der zwei­ten Kita, von der uns erzählt wur­de, ist die Lage noch ruhi­ger. In der aktu­el­len Coro­na­wel­le habe es nun die ers­ten bei­den bestä­tig­ten Infek­tio­nen gege­ben, und selbst danach sei es den­noch „ent­spannt und nor­mal.“ Ab jetzt müs­sen die Kin­der getes­tet wer­den (zuvor wur­de nur dar­um gebe­ten). Und es sei sehr schnell orga­ni­siert wor­den, wie die Eltern die Tests nach­wei­sen sol­len, alles lau­fe unkompliziert.
  • Ähn­li­ches berich­ten Eltern aus einer drit­ten Kita. Letz­te Woche sei der ers­te Coro­na­fall der aktu­el­len Wel­le fest­ge­stellt wor­den. Die Kita-Lei­tung mache ein „gutes Manage­ment mit einer guten Por­ti­on Prag­ma­tis­mus“. So dürf­ten die Eltern zum Bei­spiel zum Brin­gen und Abho­len die Kita betre­ten – in ande­ren Ein­rich­tun­gen müs­sen sie ihre Kin­der an der Ein­gangs­tür abge­ben und spä­ter wie­der abho­len, was aber auch gut funk­tio­niert, wie man uns berichtet.
  • Auch aus einem vier­ten Kin­der­gar­ten hören wir, die Lage sei „ruhig und unauf­ge­regt“ und die Stim­mung gut. Vor Weih­nach­ten sei bei einem Kind eine Coro­na­in­fek­ti­on fest­ge­stellt wor­den. Jetzt sei­en die Grup­pen auch noch rela­tiv nor­mal besetzt. Und das Tes­ten scheint hier gut zu lau­fen: Wegen der Omi­kron-Vari­an­te wur­de von zwei auf drei Schnell­tests pro Woche auf­ge­stockt, und die Kita bekom­me des­halb auch noch sen­si­ble­re Tests, die das Virus bes­ser erken­nen. Es wird dar­auf ver­traut, dass die Eltern ihre Kin­der regel­mä­ßig tes­ten. Ein Nach­weis muss nicht erbracht werden.
  • Aus Kita Num­mer 5 erreicht uns die­ses State­ment: „Von fünf Grup­pen waren letz­te Woche zwei Grup­pen geschlos­sen. Und an zwei Tagen waren sogar alle Grup­pen zu, da gab es nur eine Not­be­treu­ung mit sechs Kin­dern. Die Eltern ver­su­chen, die Kin­der zu Hau­se zu las­sen. Jetzt ist der Betrieb soweit wie­der nor­mal.
    Die posi­ti­ven Tests gin­gen vor Weih­nach­ten los. In den letz­ten zwei Wochen waren von elf Erzieher:innen sechs posi­tiv getes­tet und zwei krank mit Erkäl­tung. Etwa acht Kin­der hat­ten Coro­na. Die Schnell­tests haben bei den Kin­dern aber gar nicht ange­schla­gen, und die sind natür­lich zur Kita gegan­gen. Die Eltern haben es dann erst an den Sym­pto­men gemerkt.“
  • Der Bericht aus Kita Num­mer 6 klingt wie­der posi­ti­ver: „Bei uns haben die das gut im Griff: Sobald ein Kind posi­tiv getes­tet wur­de, wird das kom­mu­ni­ziert. Das war die­se Woche der Fall: In einer Grup­pe sind es jetzt fünf Kin­der plus die Erzie­he­rin. Wir müs­sen jeden Mor­gen in einem For­mu­lar fest­hal­ten, dass wir das Kind tes­ten und wie das Ergeb­nis ist. Ohne Test kom­men die Kin­der nicht rein. Die betrof­fe­ne Grup­pe wur­de zwar nicht geschlos­sen, aber die Eltern las­sen die Kin­der zu Hau­se. In die­ser Grup­pe sind es viel­leicht noch fünf von 20 Kin­dern, die gebracht wer­den.“
    Und die Per­son schil­dert auch das Dilem­ma, in dem zur­zeit wohl vie­le Müt­ter und Väter ste­cken: „Vie­le Eltern haben ein­fach Angst. Die ande­ren wol­len nicht, dass die Kin­der kei­ne sozia­len Kon­tak­te mehr haben.“
  • Was wir aus Kita Num­mer 7 hören, klingt wie­der gar nicht nach Nor­mal­be­trieb: „In einer Grup­pe sind nor­ma­ler­wei­se 20 Kin­der. Gebracht wer­den mal nur fünf, heu­te elf Kin­der. Alle, die es sich leis­ten kön­nen, las­sen ihre Kin­der zu Hau­se, weil sie zum Bei­spiel die Schul­kin­der auch nicht anste­cken wol­len. Also kom­men sehr wenig Kin­der, was die Kita natür­lich entlastet.“

Wenn Sie uns von Ihren Erfah­run­gen erzäh­len möch­ten, schrei­ben Sie uns. Wir sam­meln wei­ter und ver­öf­fent­li­chen die Ein­drü­cke dann nächs­te Woche im Brief, wie hier ger­ne auch anonym.

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In aller Kürze

+++ Gleich neun Autos wur­den an der Ham­mer Stra­ße und in den umlie­gen­den Stra­ßen in der Nacht auf Don­ners­tag auf­ge­bro­chen, bei allen Wagen wur­de eine Sei­ten­schei­be ein­ge­schla­gen. Die Poli­zei ist einem mut­maß­li­chen Täter nun durch inten­si­ve Spu­ren­su­che auf die Schli­che gekom­men: Sie hat in einem Auto ein Doku­ment mit Namen und Adres­se gefunden.

Korrekturen und Ergänzungen

Im RUMS-Brief am Diens­tag haben wir über den Sozi­al­woh­nungs­bau in Müns­ter berich­tet. In der Mel­dung war lei­der ein Feh­ler. Wir schrie­ben, das Land habe der Stadt für das lau­fen­de Jahr 66 Mil­lio­nen Euro zur Ver­fü­gung gestellt, 31 Mil­lio­nen mehr als im Vor­jahr. Rich­tig ist: Die Stadt bekam im ver­gan­ge­nen Jahr 66 Mil­lio­nen Euro vom Land. Und das sind 31 Mil­lio­nen mehr, als das Land für das glei­che Jahr zuge­sagt hat­te. Wir haben das korrigiert.

Engagement in Münster: Unsere Interviews aus der RUMS-Hütte zum Nachlesen

Im Rah­men unse­rer Mar­ke­ting­ak­tio­nen auf dem X-MS-Markt in Müns­ter haben wir Men­schen vor­ge­stellt, die sich in der Stadt enga­gie­ren. Lei­der konn­ten wir die­se Gesprä­che wegen der Coro­­na-Beschrän­­kun­­­gen nicht vor Publi­kum füh­ren. Aber wir haben sie für Sie auf­ge­nom­men und ver­öf­fent­li­chen sie nun nach und nach in gekürz­ter Ver­si­on als schrift­li­che Inter­views.

Drei die­ser Inter­views (#1 Haus der Woh­nungs­lo­sen­hil­fe, #2 Müns­­ter-Tafel und #3 Anti Rost Müns­ter) fin­den Sie auf die­ser Sei­te. Heu­te bekom­men Sie das vier­te von uns. Unse­re Mit­ar­bei­te­rin Ali­na Köl­ler hat mit Jen­ni­fer Heyer vom Pfle­ge­heim „Haus Tho­mas“ dar­über gespro­chen, wie die Ein­rich­tung älte­ren Men­schen mit kör­per­li­cher oder psy­chi­scher Erkran­kung hel­fen kann. Und dar­über, war­um ihr ein auf­rich­ti­ges Mit­ein­an­der beson­ders wich­tig ist. Das Inter­view fin­den Sie hier. Das fünf­te Inter­view aus unse­rer Rei­he bekom­men Sie nächs­te Woche von uns. Wir ver­lin­ken es dann wie­der an die­ser Stel­le für Sie.

Corona-Update

+++ Die Stadt hat drei wei­te­re Todes­fäl­le gemel­det. Ein 96-jäh­ri­ger und 97-jäh­ri­ger Mann sowie eine 80-jäh­ri­ge Frau, die mit dem Coro­na­vi­rus infi­ziert waren, sind gestor­ben. Ins­ge­samt gab es in Müns­ter seit Pan­de­mie­be­ginn 148 Todes­fäl­le im Zusam­men­hang mit dem Virus.

+++ Das Robert-Koch-Insti­tut mel­det für Müns­ter heu­te eine Wochen­in­zi­denz von 900,1. Seit ges­tern wur­den 1.008 Neu­in­fek­tio­nen regis­triert, ins­ge­samt gel­ten heu­te 5.272 Münsteraner:innen als infi­ziert. In den Kran­ken­häu­sern der Stadt wer­den 47 Covid-Patient:innen behan­delt, 9 von ihnen auf der Inten­siv­sta­ti­on. 6 Men­schen wer­den beatmet.

+++ Zwei Stu­di­en zei­gen: Die Coro­na­imp­fung kann offen­bar den Mens­trua­ti­ons­zy­klus beein­flus­sen. Laut einer Stu­die ver­zö­ger­te sich die Regel­blu­tung im Durch­schnitt um knapp einen Tag, in bestimm­ten Fäl­len aber auch um eini­ge Tage. Das ist nur vor­über­ge­hend und nicht gefähr­lich, aber es ist wich­tig zu wis­sen. Hier fasst der Spie­gel die Stu­di­en zusammen.

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Drinnen und Draußen

Die Tipps für die nächs­ten Tage kom­men heu­te wie­der von Eva Strehlke:

+++ Heu­te gab es Zeug­nis­se. Ich habe mal nach­ge­schaut – und mich gewun­dert, dass unter „Beson­de­re Bemer­kun­gen“ nicht steht: „Herz­li­chen Glück­wunsch! Du hast ein wei­te­res Halb­jahr vol­ler Qua­ran­tä­ne, Mas­ken, stän­di­ger Neu­re­ge­lun­gen und über­for­der­ter Erwach­se­ner gemeis­tert. Setz all dei­ne Noten eins hoch und sei außer­dem ver­dammt stolz auf dich!“ Des­we­gen wür­de ich allen mit­le­sen­den Eltern und Fami­li­en emp­feh­len, die­ses Wochen­en­de mög­lichst viel Spaß zu haben und mög­lichst wenig Nein zu sagen (unge­fähr so wie in die­sem Film). Wie wär’s zum Bei­spiel mit einem Aus­flug ins Kino, um in Zukunft auch den Dis­ney-Hit mit­sin­gen zu kön­nen, der „Let it go“ den Rang abge­lau­fen hat. Wer es noch musi­ka­li­scher und gleich­zei­tig etwas tra­di­tio­nel­ler mag, ist viel­leicht beim Kin­der­kon­zert des Thea­ters rich­tig auf­ge­ho­ben. Wenn Sie bei dem schö­nen Wet­ter am Sonn­tag lie­ber an der fri­schen Luft blei­ben möch­ten, könn­ten Sie sich auf den Weg nach Hal­tern machen und sich im Natur­wild­park Gra­nat aus­to­ben. Oder Sie fra­gen ein­fach Ihre Kin­der. Denen fällt bestimmt was ein.

+++ Und hier noch ein musi­ka­li­scher Tipp, dies­mal eher für Erwach­se­ne: Das Neu­jahrs­kon­zert um 16 und um 19 Uhr am Sonn­tag im Thea­ter ist schon fast aus­ver­kauft, aber Rest­kar­ten gibt’s noch. Wenn Sie Kar­ten für meh­re­re Per­so­nen brau­chen oder auf die Aus­wahl der bes­ten Plät­ze nicht ver­zich­ten möch­ten, soll­ten Sie auch jetzt schon zuschla­gen – aber für nächs­ten Sonn­tag (6. Febru­ar). Da gibt’s im Online-Ticket­shop des Thea­ters noch eine grö­ße­re Auswahl.

Am Diens­tag schreibt Ihnen Ralf Hei­mann wie­der. Ich wün­sche Ihnen ein schö­nes Wochenende.

Herz­li­che Grüße

Con­stan­ze Busch

Mit­ar­beit: Eva Strehlke

PS

Fürs Wochen­en­de möch­te ich Ihnen noch ein sehr schö­nes Hör­stück emp­feh­len. Heu­te vor 20 Jah­ren ist die Schrift­stel­le­rin Astrid Lind­gren gestor­ben. Der WDR hat zu ihrem Todes­tag in der Sen­dung Zeit­zei­chen ihre Lebens­ge­schich­te erzählt. Es geht dar­in natür­lich auch um Pip­pi Lang­strumpf und Bul­ler­bü, vor allem aber um Frei­heit und Ver­ant­wor­tung. Hören Sie unbe­dingt rein.