„Hallo“: Viele Gratiszeitungen werden nicht verteilt | Die Reportageschule kommt | Coeur d’Artichaut

Müns­ter, 21. Okto­ber 2022

Guten Tag,

spä­tes­tens am Sams­tag­mit­tag steckt in den Brief­käs­ten in Müns­ter die neue Aus­ga­be der Gra­tis­zei­tung „Hal­lo“. Nach­mit­tags lie­gen an etli­chen Orten in der Stadt Woche für Woche Sta­pel mit wei­te­ren Exem­pla­ren. Es sind Tau­sen­de. Sie sind offen­bar übrig geblie­ben. Aber war­um pro­du­ziert ein Ver­lag immer wie­der viel mehr Zei­tun­gen, als gebraucht wer­den? Und was pas­siert mit den über­schüs­si­gen Ausgaben?

Um die­se Fra­gen zu beant­wor­ten, haben wir mit Zusteller:innen gespro­chen und in den ver­gan­ge­nen Mona­ten sams­tags immer wie­der an ver­schie­de­nen Stel­len in der Stadt nach­ge­zählt, wie vie­le Aus­ga­ben der „Hal­lo“ dort für die Zusteller:innen ange­lie­fert wur­den und wie vie­le nach­mit­tags noch dort lagen, nach­dem die Bot:innen das Blatt schon in ihren Bezir­ken ver­teilt hat­ten. Und wir haben den Weg eines über­schüs­si­gen Sta­pels mit einem GPS-Gerät verfolgt.

Die gan­ze Recher­che lesen Sie im Bei­trag auf unse­rer Web­site (ohne Bezahl­schran­ke). (cbu)

Kurz und Klein

+++ Die Ver­wal­tung will E-Scoo­ter und E-Fahr­rä­der im Stadt­ge­biet stär­ker kon­trol­lie­ren. Zur­zeit wer­den sie nach dem soge­nann­ten „Free-Floa­ting-Modell“ abge­stellt, das bedeu­tet: Sie kön­nen an einem Ort mit­ge­nom­men und an einem ande­ren ein­fach wie­der abge­stellt wer­den; es gibt kei­ne fes­ten Park­flä­chen dafür. Des­halb wür­den die Fahr­zeu­ge häu­fig ord­nungs­wid­rig abge­stellt und stör­ten so ande­re Verkehrsteilehmer:innen, schreibt die Stadt in einer Pres­se­mit­tei­lung. Ab April 2023 sol­len die Apps der Anbie­ter „mas­siv aus­ge­wei­te­te“ Park­ver­bots­zo­nen anzei­gen und ein­deu­ti­ge Park­flä­chen vor­schla­gen. Die Stadt will sich außer­dem an die Sys­te­me der E-Scoo­ter-Anbie­ter anbin­den und Echt­zeit­da­ten nut­zen, um falsch abge­stell­te Rol­ler zu ermit­teln und mel­den zu kön­nen. Die Grü­nen fin­den das Ein­schrei­ten der Stadt „rich­tig und wich­tig“, wün­schen sich aber ein ähn­li­ches Enga­ge­ment gegen falsch par­ken­de Autos. (ast)

+++ Eine wich­ti­ge Infor­ma­ti­on aus der Poli­zei-Mit­tei­lung zum G7-Außen­mi­nis­ter­tref­fen in Müns­ter über­nächs­te Woche: „Den Kolon­nen wird durch Poli­zei­kräf­te bei der Anrei­se Vor­rang gewährt wer­den.“ Also gehen Sie bes­ser nicht davon aus, dass die Limou­si­nen am Zebra­strei­fen war­ten wer­den. Rech­nen Sie lie­ber mit Staus in der Innen­stadt. Der Prin­zi­palmarkt zum Bei­spiel ist ab Mitt­woch (2. Novem­ber) bis zum Ende des Besuchs am Frei­tag (irgend­wann am frü­hen Abend ver­mut­lich) gesperrt. Was sonst noch alles gesperrt ist, steht hier. Und wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie auf die­ser Sei­te der Poli­zei. (rhe)

+++ Damit man bald wie­der zwi­schen Müns­ter und Sen­den­horst mit dem Zug pen­deln kann, hat das Land Nord­rhein-West­fa­len 4,3 Mil­lio­nen Euro zuge­si­chert. Mit­te 2025 soll es dann so weit sein. Hier kön­nen Sie sich die Stre­cke mit allen geplan­ten Hal­te­stel­len auf einer Kar­te anse­hen. (rhe)

+++ Die Behör­den möch­ten sich spä­ter nicht sagen las­sen: War­um habt ihr uns das denn nicht frü­her gesagt? Daher haben sie in die­ser Woche eine Kam­pa­gne gestar­tet, um die Men­schen auf den Fall vor­zu­be­rei­ten, dass im Win­ter das Gas knapp wird oder der Strom aus­fällt. Eine wich­ti­ge Fra­ge ist: Wie legt man sich einen Not­vor­rat an? Tipps dazu fin­den Sie hier. Punkt zwei lau­tet: „Bevor­ra­te ich mich noch oder hams­te­re ich schon?“ Das erken­nen Sie zum Bei­spiel dar­an, ob Sie an den Klo­pa­pier­rol­len im Haus­flur noch pro­blem­los vor­bei­kom­men. (rhe)

+++ Es sei beein­dru­ckend, wie das Müns­ter­land sich nach der Coro­na-Flau­te erholt habe, sagt Micha­el Kös­ters, der Tou­ris­mus­chef beim Tou­ris­mus­ver­ein Müns­ter­land. Nach neu­en Zah­len der Sta­tis­tik-Behör­de IT NRW ist die Zahl der Über­nach­tun­gen in der Regi­on im August im Ver­gleich zum August vor drei Jah­ren um mehr als ein Fünf­tel gewach­sen. Geschäft­li­che Rei­sen fin­den aber offen­bar wei­ter sel­te­ner statt. Das trübt die Aus­sich­ten etwas. Ach ja, und dann sind da noch der Fach­kräf­te­man­gel, die Ener­gie­kri­se, die Infla­ti­on und nach wie vor Coro­na. Die Regi­on ist also, wenn man so will, urlaubs­reif. (rhe)

+++ Fra­ge an die Abfall­wirt­schafts­be­trie­be: „Fegen Sie noch oder streu­en Sie schon?“ Ant­wort: „Im Moment schaf­fen wir noch ganz das Laub von der Stra­ße.“ Das wird ver­mut­lich auch erst mal so blei­ben, jeden­falls in den nächs­ten Tagen. Zur Situa­ti­on bei den Abfall­wirt­schafts­be­trie­ben in Zah­len: 35 Räum- und Streu­fahr­zeu­ge sind gewar­tet, 3.600 Ton­nen Salz lie­gen auf Lager. Im ver­gan­ge­nen Jahr haben 620 aus­ge­reicht. Und falls Sie sich schon mal ein­ar­bei­ten möch­ten: Den Räum- und Streu­plan der Stadt fin­den Sie hier. (rhe)

+++ Spie­len wir noch eine Run­de Grund­schul-Mono­po­ly. Die Stadt stellt ein wei­te­res ein- bis drei­ge­schos­si­ges Häus­chen (und eine Turn­hal­le) auf das Spiel­feld an der Tho­mas-Morus-Stra­ße. Die Tho­mas-Morus-Grund­schu­le wird vier­zü­gig. Einen ande­ren Zug möch­te die Stadt kor­ri­gie­ren. Eigent­lich woll­te sie ein wei­te­res Häus­chen aufs Oxford-Are­al set­zen. Dort soll­te eine zwei­zü­gi­ge Grund­schu­le ent­ste­hen. Doch das wür­de drei Mal so teu­er wie geplant. Daher hat die Stadt jetzt eine Ereig­nis­kar­te gezo­gen, und auf der steht: „Erwei­te­re die Mosa­ik­schu­le um zwei Züge.“ Das soll nun pas­sie­ren. Noch nicht ganz klar ist, ob die Stadt über Los geht. (rhe)

Die Reportageschule Reutlingen kommt nach Münster

Wir haben es Ihnen schon ange­kün­digt: Nächs­te Woche bekom­men wir Besuch. Der aktu­el­le Lehr­gang der Repor­ta­ge­schu­le Reut­lin­gen kommt nach Müns­ter, um für RUMS The­men zu recher­chie­ren und zu schrei­ben. Am nächs­ten Mitt­woch kön­nen Sie unse­re Kolleg:innen bei unse­rer Ver­an­stal­tung im RUMS-Büro an der Neu­brü­cken­stra­ße per­sön­lich ken­nen­ler­nen und mit ihnen über Lokal­jour­na­lis­mus spre­chen, über den Blick auf die Stadt von außen und über die elf Repor­ta­gen, die in der nächs­ten Woche bei uns ent­ste­hen wer­den. Und damit Sie vor­ab einen klei­nen Ein­druck bekom­men, stel­len wir Ihnen die Grup­pe heu­te schon ein­mal im Brief vor.

An der Repor­ta­ge­schu­le wer­den jedes Jahr zwölf aus­ge­bil­de­te Journalist:innen zu Reporter:innen fort­ge­bil­det. Sie spe­zia­li­sie­ren sich also auf die­se Text­form und arbei­ten ein Jahr lang inten­siv mit ihren Dozent:innen daran. 

Dafür zie­hen sie von Janu­ar bis Novem­ber in die schwä­bi­sche Pro­vinz, nach Reut­lin­gen. Sie leben dort in Wohn­ge­mein­schaf­ten im Stadt­zen­trum, ähn­lich wie in einem Internat. 

Die Leh­re über­neh­men erfah­re­ne Journalist:innen aus ganz Deutsch­land. Mit dabei sind zum Bei­spiel der Kri­mi­nal­re­por­ter Alex­an­der Rupflin vom Maga­zin „ZEIT Ver­bre­chen“ und Lisa McMinn, die Chef­re­dak­teu­rin bei Kraut­re­por­ter. „Eine typi­sche Woche gibt es nicht“, sagt Ari­el Haupt­mei­er, einer der Lei­ter der Repor­ta­ge­schu­le. Die meis­te Zeit sei­en die Reporter:innen aber unter­wegs; das Jahr kön­ne man sich des­halb „wie einen per­ma­nen­ten Klas­sen­aus­flug“ vor­stel­len. Unter­wegs ist die Grup­pe mal in der nähe­ren Umge­bung, mal wei­ter weg. Vor kur­zem reis­ten die Journalist:innen zum Bei­spiel nach Lwiw in der West­ukrai­ne. Aus den Recher­chen ent­ste­hen Tex­te, die bei gro­ßen deut­schen Maga­zi­nen und Zei­tun­gen erschei­nen, zum Bei­spiel bei der Zeit, der Süd­deut­schen Zei­tung, der Taz und der FAZ. Aus ande­ren The­men und Recher­chen wer­den Pod­casts, Doku­men­ta­tio­nen und ande­re Webprojekte. 

Und das sind unsere Gäste:

Andrew Mül­ler hat sich wäh­rend sei­nes Sozio­lo­gie­stu­di­ums unter ande­rem mit sozia­ler Ungleich­heit, Öko­lo­gie und Kapi­ta­lis­mus beschäf­tigt. Für Feld­stu­di­en reis­te er bis nach Laos und Thai­land. Bei der taz arbei­te­te er im Res­sort Wirt­schaft und Umwelt und hat als Wis­sen­schafts­re­dak­teur zuletzt vor allem über Bio­di­ver­si­tät geschrie­ben. In die­sem Arti­kel für die taz hat er sich damit beschäf­tigt, wie man Depres­sio­nen mit der Dro­ge Ket­amin behan­deln kann. 

Anna Scheld hat in Bam­berg Ger­ma­nis­tik und Anglis­tik stu­diert, bei der Stu­die­ren­den­zeit­schrift „Ott­fried“ drei Jah­re lang als Redak­teu­rin gear­bei­tet und Tex­te über Waf­fen­händ­ler und Start-up-Grün­der geschrie­ben. Als freie Jour­na­lis­tin schrieb sie unter ande­rem für die Zeit und den Tages­spie­gel. Für die Frank­fur­ter Rund­schau hat sie einen Mann por­trä­tiert, der einen eige­nen Weg gefun­den hat, gegen die Weg­werf­ge­sell­schaft zu kämpfen. 

David Holz­ap­fel hat in sei­nem frü­he­ren Berufs­le­ben gelernt, dass der Poli­zei­be­ruf nichts für ihn ist. Er ori­en­tier­te sich um und volon­tier­te bei der Augs­bur­ger All­ge­mei­nen. Er recher­chiert am liebs­ten gesell­schafts­re­le­van­te Geschich­ten, erzählt von Arm und Reich, Alt und Jung, links und rechts. Für die Augs­bur­ger All­ge­mei­ne hat er einen Mann por­trä­tiert, der vie­le Jah­re mit der Dia­gno­se leb­te, er sei geis­tig behin­dert – bis sich her­aus­stell­te: Das stimmt gar nicht. 

Flo­ri­an Bay­er hat erst Jour­na­lis­mus und dann Glo­bal­ge­schich­te, Phi­lo­so­phie und Poli­tik­wis­sen­schaft stu­diert. Wäh­rend sei­nes ers­ten Stu­di­ums schrieb er schon für das Gesund­heits­res­sort des „Stan­dard“. Jetzt ist er als frei­er Jour­na­list unter ande­rem für ZEIT online und DATUM tätig. Er berich­te­te von den ers­ten demo­kra­ti­schen Wah­len Arme­ni­ens, von Rechts­ra­di­ka­len in War­schau und hat zuletzt für Zeit Online mit dem Bür­ger­meis­ter der ukrai­ni­schen Stadt Lwiv gespro­chen, der sich auf das Schlimms­te vorbereitet. 

Kat­rin Groth hat in Ham­burg und Ber­lin Stadt­pla­nung und His­to­ri­sche Urba­nis­tik stu­diert und anschlie­ßend bei einer Ber­li­ner Tages­zei­tung volon­tiert. Jetzt arbei­tet sie als freie Jour­na­lis­tin unter ande­rem für die taz und Zeit online. Für ihre Geschich­ten hat sie eine Polar­for­sche­rin beglei­tet, ist mit einer Berg­stei­ge­rin in die Alpen gewan­dert und mit See­män­nern auf einem Con­tai­ner­schiff über den Atlan­tik gereist. In die­ser Woche ist bei Zeit Online eine Repor­ta­ge erschie­nen, in der sie dar­über schreibt, was pas­siert, wenn man das mit der CO2-Kom­pen­sa­ti­on ernst nimmt. Sie ist in den Wald gegan­gen und hat 263 Bäu­me gepflanzt. 

Kim Lucia Ruoff stu­dier­te Poli­tik­wis­sen­schaf­ten, Jour­na­lis­mus und inter­na­tio­na­le Bezie­hun­gen. Geschich­ten spürt sie an unter­schied­lichs­ten Orten auf: Sie ver­brach­te eini­ge Tage mit einem Obdach­lo­sen in Stutt­gart, um die Stadt mit sei­nen Augen zu sehen. Für eine Repor­ta­ge über Sozialunternehmer:innen reis­te sie nach Ugan­da. Für Zeit Online hat sie über den Pro­zess gegen den Wil­de­rer geschrie­ben, der einen Poli­zis­ten und eine Poli­zis­tin erschos­sen hat­te – und über die Fra­ge, war­um der Mann nicht schon vor­her gefasst wurde. 

Kris­ti­na Ratsch ent­deck­te nach dem Abitur ihre Lei­den­schaft dafür, Geschich­ten zu erzäh­len. Sie arbei­te­te bei der Stutt­gar­ter Zei­tung und dem Nord- und Süd­west­deut­schen Rund­funk. In Ham­burg und Mexi­ko stu­dier­te sie Poli­tik­wis­sen­schaf­ten und hofft seit­dem, dass sie eines Tages auch in Mexi­ko über sozia­le Ungleich­heit, Unrecht und Macht­struk­tu­ren schrei­ben kann. Sie schreibt regel­mä­ßig für die Süd­deut­sche Zei­tung. Hier hat sie zum Bei­spiel die WDR-Jour­na­lis­tin Geor­gi­ne Kel­ler­mann inter­viewt.

Mari­na Klim­chuk wan­der­te nach dem Sozio­lo­gie­stu­di­um in Mün­chen nach Tel Aviv aus. Dort lei­te­te sie Stu­di­en­rei­sen für evan­ge­li­ka­le Christ:innen und führ­te Grup­pen durch die Holo­caust-Gedenk­stät­te Yad Vas­hem. In der Taz und als Kolum­nis­tin beim Online-Maga­zin dis­ori­ent schreibt sie über poli­ti­sche Miss­stän­de. Vor drei Wochen hat sie für die taz über das jüdi­sche Neu­jahrs­fest in der Ukrai­ne geschrieben. 

Mar­tin Hog­ger hat Medi­en und Kom­mu­ni­ka­ti­on stu­diert. Gleich­zei­tig volon­tier­te er bei der Pas­sau­er Neu­en Pres­se. Er arbei­te­te danach in den Wirt­schafts­re­dak­tio­nen von Focus Online sowie der Süd­deut­schen Zei­tung und war lan­ge Redak­teur bei der Main-Post in Würz­burg. Für das Maga­zin Kraut­re­por­ter hat er mit einem kana­di­schen Mann gespro­chen, des­sen Hei­mat­stadt abbrann­te, weil es dort fast 50 Grad warm wur­de, der den Kli­ma­wan­del aber wei­ter­hin leugnet. 

Niklas Bes­sen­bach hat wäh­rend sei­nes Poli­tik­wis­sen­schaft-Stu­di­ums die Stu­die­ren­den­zei­tung „Frank­furt am Sein“ gegrün­det. Er absol­vier­te Prak­ti­ka bei den Kraut­re­por­tern und Per­spec­ti­ve Dai­ly und volon­tier­te bei der Fun­ke-Medi­en­grup­pe. Er schrieb dort über Förs­ter aus Duis­burg, die gegen die Kli­ma­kri­se kämp­fen, über Nach­wuchs­künst­ler und über eine Bol­ler­wa­gen­tour mit Jung­li­be­ra­len. Heu­te schreibt er als frei­er Jour­na­list unter ande­rem für die Zeit, Kraut­re­por­ter und FAZ. Für die Zeit hat er unter ande­rem das Gespräch zwei­er Men­schen pro­to­kol­liert, die sich nicht ganz einig sind in der Fra­ge, ob sie hei­ra­ten sollten.

Maxi­mi­li­an Müns­ter hat bei den Frän­ki­schen Nach­rich­ten volon­tiert und anschlie­ßend Poli­tik, Geschich­te und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaf­ten stu­diert. Er arbei­te­te beim Fern­se­hen und als Zei­tungs­re­por­ter, dann beim baden-würt­tem­ber­gi­schen Land­tag, bevor ihn die Sehn­sucht nach Geschich­ten wie­der zum Jour­na­lis­mus und zur Repor­ta­ge­schu­le brach­te. Für die Stutt­gar­ter Nach­rich­ten hat er zum Bei­spiel mit einer For­sche­rin dar­über gespro­chen, wie künst­lich her­ge­stell­tes Fleisch die Ernäh­rung der Men­schen ver­än­dern könnte. 

Corona-Update

+++ Die Euro­päi­sche Arz­nei­mit­tel­be­hör­de (EMA) emp­fiehlt, künf­tig auch Babys und Klein­kin­der gegen das Coro­na­vi­rus zu imp­fen. Kin­der im Alter zwi­schen sechs Mona­ten und vier Jah­ren kön­nen den Impf­stoff von Bio­n­tech und Pfi­zer erhal­ten, die Alters­grup­pe zwi­schen sechs Mona­ten und fünf Jah­ren auch den Impf­stoff von Moder­na. Die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on muss der Zulas­sung noch zustimmen.

+++ Die Stadt mel­det heu­te 413 Neu­in­fek­tio­nen mit dem Coro­na­vi­rus in den letz­ten 24 Stun­den. Die offi­zi­el­le Wochen­in­zi­denz in Müns­ter liegt laut Robert-Koch-Insti­tut bei 714 Anste­ckun­gen pro 100.000 Einwohner:innen in den letz­ten sie­ben Tagen. 3.716 Münsteraner:innen gel­ten als nach­weis­lich infiziert.

+++ Immer mehr Men­schen mit Covid-19-Infek­ti­on müs­sen auf Müns­ters Inten­siv­sta­tio­nen behan­delt wer­den. Laut Inten­siv­re­gis­ter sind das aktu­ell 14 Covid-19-Patient:innen, vier von ihnen wer­den beatmet. (ast)

Ein-Satz-Zentrale

+++ Die Beschäf­tig­ten der bei­den Kauf­häu­ser von Gale­ria-Kauf­hof in Müns­ter fürch­ten um ihre Arbeits­plät­ze. (West­fä­li­sche Nach­rich­ten)

+++ In Gie­ven­beck sol­len 70 Hekt­ar Neu­bau­sied­lun­gen ent­ste­hen. (West­fä­li­sche Nach­rich­ten)

+++ Der Bau der Pro­zes­si­ons­weg­brü­cke am Dort­mund-Ems-Kanal wur­de erneut ver­scho­ben. (West­fä­li­sche Nach­rich­ten)

+++ Die Waren­dor­fer Stra­ße wird am Wochen­en­de wegen Bau­ar­bei­ten auf der Werse­brü­cke gesperrt. (West­fä­li­sche Nach­rich­ten)

+++ Im Betrugs­pro­zess gegen Ex-Spar­da-Bank-Chef Enri­co Kahl for­dert die Staats­an­walt­schaft eine Haft­stra­fe von drei Jah­ren und drei Mona­ten, die nicht zur Bewäh­rung aus­ge­setzt wer­den soll. (West­fä­li­sche Nach­rich­ten)

+++ Wochen­markt I: Eini­ge Marktbeschicker:innen bie­ten an, Lebens­mit­tel, Spei­sen, Geträn­ke und ande­re Pro­duk­te in mit­ge­brach­ten Behäl­tern oder Pfand­be­häl­tern mit­zu­neh­men. (Stadt Müns­ter)

+++ Wochen­markt II: Die Marktbeschicker:innen bie­ten in Koope­ra­ti­on mit den Stadt­wer­ken und den „Lee­zen Heroes“ einen neu­en Trans­port-Ser­vice mit Fahrradkurier:innen für Wochenmarkt-Kund:innen an. (Anten­ne Müns­ter)

+++ Seit zehn Jah­ren gibt es den Stu­di­en­gang für mus­li­mi­sche Religionslehrer:innen an der Uni Müns­ter. (WDR)

+++ Müns­ters Gewerk­schaf­ten rufen für mor­gen zu einer Kund­ge­bung für finan­zi­el­le Unter­stüt­zung gegen die Infla­ti­on in Düs­sel­dorf auf. (Ver­di Müns­ter­land)

Unbezahlte Werbung

Am Alten Fisch­markt liegt, im Innen­hof hin­ter dem Mukk, das der­zeit ein­zi­ge Ster­ne­re­stau­rant in Müns­ter: Das Coeur d’Artichaut fei­ert die­se Woche sein drei­jäh­ri­ges Bestehen. Der gebür­ti­ge Bre­to­ne und Küchen­chef Fré­dé­ric Morel, der das Restau­rant gemein­sam mit sei­ner Frau Eli­sa­beth führt, bie­tet hier in ent­spannt-ele­gan­ter Atmo­sphä­re ein monat­lich wech­seln­des Menü mit Köst­lich­kei­ten der moder­nen bre­to­ni­schen Küche an. Wenn Sie nicht nur gut essen möch­ten, son­dern sich auch für die Zube­rei­tung inter­es­sie­ren, kön­nen Sie einen Blick in die offe­ne Küche wer­fen. Der heim­li­che Star des Abends wan­dert aber ganz unauf­fäl­lig schon zu Beginn des Abends auf den Tisch: frisch geba­cke­ne Brio­che-Bröt­chen mit haus­ge­mach­ter Algen­but­ter. Einen Tisch kön­nen Sie online oder tele­fo­nisch unter 0251 39582823 reser­vie­ren, auf indi­vi­du­el­le Wün­sche wie ein vege­ta­ri­sches Menü oder Nah­rungs­mit­te­l­un­ver­träg­lich­kei­ten geht das Team nach vor­he­ri­ger Abspra­che ein. (est)

Hier fin­den Sie alle unse­re Emp­feh­lun­gen. Soll­te Ihnen ein Tipp beson­ders gut gefal­len, tei­len Sie ihn ger­ne ein­fach über den Link.

Drinnen und Draußen

Eva Strehlke hat sich heu­te wie­der für Sie umge­schaut, hier kom­men ihre Vorschläge.

+++ Am Diens­tag haben wir schon dar­an erin­nert, dass vor 50 Jah­ren die ers­te Homo­se­xu­el­len-Demons­tra­ti­on Deutsch­lands hier in Müns­ter statt­fand. His­to­ri­ke­rin­nen des Land­schafts­ver­bands West­fa­len-Lip­pe haben das zum Anlass genom­men, sich mit quee­rer Stadt­ge­schich­te zu beschäf­ti­gen. Die Aus­stel­lung Queer Müns­ter. Eine ande­re Geschich­te der Stadt wird heu­te ab 19 Uhr im LWL-Muse­um für Kunst und Kul­tur eröff­net. Ab Mon­tag kön­nen Sie sie dann in der Stadt­bü­che­rei anschauen.

+++ Ab mor­gen und bis zum 30. Okto­ber ist wie­der Send auf dem Schloss­platz, die Karus­sells, Spiel- und Essens­bu­den ste­hen schon da. Frei­tags und sams­tags kön­nen Sie von 14 bis 24 Uhr vor­bei­schau­en, sonn­tags von 11 bis 22 Uhr und mon­tags bis don­ners­tags von 15 bis 22 Uhr. Mitt­wochs geht’s am Stu­die­ren­den­abend bei gutem Wet­ter auch etwas län­ger. Wel­chen Stand Sie wo fin­den, kön­nen Sie sich auf die­ser Kar­te anschauen. 

+++ Die JVA Müns­ter ver­an­stal­tet mor­gen einen klei­nen Herbst­markt auf dem Anstalts­ge­län­de. Neben Pro­duk­ten aus den Werk­stät­ten und Betrie­ben der JVA gibt es auch Essen und Geträn­ke und Infos zu Berufs­per­spek­ti­ven im Justizvollzug.

+++ Falls Sie neue Win­ter­gar­de­ro­be brau­chen, legen wir Ihnen den Klei­der­wir­bel am Sonn­tag in der Men­sa am Ring ans Herz. Der Ein­tritt kos­tet vier Euro und muss vor Ort bar bezahlt werden. 

+++ Sei­ne Stim­me ken­nen Sie viel­leicht aus dem Radio, den Mann dahin­ter aus ande­ren Kon­tex­ten: Mar­tin Klemp­now spiel­te in der Schil­ler­stra­ße schon den Bru­der von Jür­gen Vogel und ges­ti­ku­lier­te in einem Musik­vi­deo der Ärz­te. Als Berufs­schü­ler Den­nis aus Hürth ist er regel­mä­ßig bei Eins­li­ve zu hören und jetzt auch auf Tour. Am Sonn­tag tritt er im Bür­ger­haus in Kin­der­haus auf, Tickets bekom­men Sie für 30 Euro hier.

+++ Nächs­ten Diens­tag gibt es am Him­mel etwas Beson­de­res zu sehen: eine par­ti­el­le Son­nen­fins­ter­nis. Ab 11 Uhr vor­mit­tags schiebt der Mond sich vor die Son­ne und ver­dun­kelt sie teil­wei­se. Wenn Sie das beob­ach­ten möch­ten, soll­ten Sie unbe­dingt eine extra dafür her­ge­stell­te Son­nen­fins­ter­nis­bril­le auf­set­zen. Oder Sie bas­teln eine soge­nann­te Came­ra Obscu­ra, zum Bei­spiel nach die­ser Anlei­tung. Und wenn Sie in Gesell­schaft stau­nen möch­ten, kön­nen Sie (bei gutem Wet­ter) ab 11 Uhr zum LWL-Muse­um für Natur­kun­de gehen.

Am Diens­tag schreibt Ihnen Ralf Hei­mann. Ich wün­sche Ihnen ein schö­nes Wochenende.

Herz­li­che Grü­ße
Con­stan­ze Busch

Mit­ar­beit: Jan Gro­ße Nobis, Ralf Hei­mann, Vik­to­ria Pehl­ke, Eva Strehlke, Anto­nia Strot­mann
Lek­to­rat: Mela­nie Kelter

PS

Wenn man bei einer Lokal­zei­tung arbei­tet, gibt es eini­ge tra­di­tio­nel­le Ter­mi­ne, die jedes Jahr fest im Kalen­der ste­hen. Einer davon: Wenn es so lang­sam auf den Win­ter zugeht, fährt man beim städ­ti­schen Salz­la­ger vor­bei und macht ein Foto, um zu zei­gen, dass der Win­ter­dienst gut vor­be­rei­tet ist. Es steht oben schon in den Mel­dun­gen. Sol­che Ter­mi­ne besu­chen wir von RUMS nicht, aber die Stadt hat net­ter­wei­se selbst ein Bild von Salz­ber­gen geschickt. Bei RUMS küm­mern wir uns eher um die Hin­ter­grün­de. Daher: Es gibt auch Bil­der von Salz­ber­gen, die völ­lig anders aus­se­hen. Zum Bei­spiel die­ses hier. Das liegt aller­dings in Niedersachsen.