Mehr Personal für den Kinderschutz | Küchenglück | RUMS-Veranstaltung zum FMO

Müns­ter, 26. Febru­ar 2021

Guten Tag,

von man­chen von Ihnen haben wir schon gehört, dass unse­re Brie­fe zu lang sind – und heu­te kom­men wir Ihnen mit einem deut­lich kür­ze­ren Text als sonst ent­ge­gen. Das hat zwei Grün­de: Ers­tens haben wir am Sonn­tag unse­re nächs­te Ver­an­stal­tung zum FMO (sie­he unten), für die wir uns ordent­lich vor­be­rei­ten wol­len. Und zwei­tens ist uns lei­der eine Recher­che auf den letz­ten Metern geplatzt, und des­we­gen belas­sen wir es bei einem kur­zen Brief. Außer­dem kön­nen Sie ja auch immer noch unse­ren wun­der­ba­ren Text von Sig­rid März lesen, den wir Ihnen am Diens­tag emp­foh­len haben – dazu sind eini­ge von Ihnen bestimmt noch nicht gekom­men, weil, ich sag­te es schon, unse­re Tex­te ja manch­mal ganz schön lang sind.


In aller Kürze

+++ Vor drei Wochen hat­ten wir es an die­ser Stel­le schon erwähnt: Die Stadt hat­te einen Gut­ach­ter damit beauf­tragt, ihr Vor­ge­hen im Miss­brauchs­kom­plex zu unter­su­chen. Es ging um die Fra­ge: Hät­ten die Mitarbeiter:innen des Jugend­amts, die den Haupt­ver­däch­ti­gen, sei­ne Lebens­ge­fähr­tin und deren Sohn kann­ten, die Miss­brauchs­fäl­le ver­hin­dern kön­nen? Die Ant­wort von Gut­ach­ter Chris­ti­an Schrap­per lau­tet kurz zusam­men­ge­fasst: Es gab kei­ne gra­vie­ren­den Ver­säum­nis­se, aber es hät­te doch bes­ser lau­fen kön­nen. Damit es in Zukunft bes­ser läuft, soll das Team des Jugend­amts nun an Fort­bil­dun­gen zum The­ma sexu­el­ler Miss­brauch teil­neh­men, außer­dem bekom­men der Kom­mu­na­le Sozi­al­dienst und die Fach­stel­le Kin­der­schutz mehr Per­so­nal. Der Aus­schuss für Kin­der, Jugend und Fami­li­en beschloss die­se Vor­schlä­ge ges­tern ein­stim­mig. Am 17. März muss der Rat noch zustim­men, aber damit dürf­te zu rech­nen sein.


Corona-Update

Nach Recher­chen des WDR gehört das Gesund­heits­amt in Müns­ter zu den weni­gen Ämtern in Nord­rhein-West­fa­len, die bei fast allen Coro­na-Infi­zier­ten die Anste­ckun­gen nach­ver­fol­gen kön­nen. Das liegt wohl unter ande­rem dar­an, dass es zur­zeit ver­gleichs­wei­se wenig Neu­in­fek­tio­nen gibt. In vie­len ande­ren Städ­ten und Krei­sen gelingt die Kon­takt­ver­fol­gung nicht so gut.

Die Stadt Müns­ter mel­det heu­te einen wei­te­ren Todes­fall: Ein 88-jäh­ri­ger Mann ist an oder mit Covid-19 gestor­ben. Ins­ge­samt sind seit dem ver­gan­ge­nen März 101 Men­schen aus Müns­ter gestor­ben, die mit dem Coro­na­vi­rus infi­ziert waren.

152 Men­schen gel­ten aktu­ell als infi­ziert. 23 von ihnen wer­den im Kran­ken­haus behan­delt, davon sechs auf der Inten­siv­sta­ti­on. Zwei Men­schen wer­den beatmet. Die Sie­ben-Tage-Inzi­denz (regis­trier­te Neu­in­fek­tio­nen pro 100.000 Einwohner:innen und Woche) wird heu­te mit 21,3 angegeben.


Unbezahlte Werbung

Wenn Sie mal opu­lent kochen möch­ten, bekom­men Sie im „Obst­gar­ten“ am Bohl­weg alles für Ihr Küchen­glück. Anti­pas­ti, Weiß­wein­essig aus der Cham­pa­gne, Bal­sa­mi­coes­sig aus Mode­na, Gewür­ze von Basi­li­kum bis Zimt, Pas­ta und natür­lich ber­ge­wei­se fri­sches Obst, Gemü­se und Kräu­ter. Sie kön­nen das alles im Laden ein­kau­fen, bestel­len und abho­len oder sich Ihren Ein­kauf nach Hau­se lie­fern las­sen. Ich wün­sche Ihnen ganz viel Spaß beim Aus­su­chen und Genießen!


Drinnen und Draußen

Die Kalt­front ist ange­rückt, aber die Son­ne schlägt sich wei­ter tap­fer, zumin­dest zwi­schen­durch. Mit unse­ren Tipps kön­nen Sie zwi­schen Couch- und Out­door-Kul­tur wäh­len, wir wün­schen viel Spaß!

+++ Erst­mal etwas für Fami­li­en: Das Thea­ter Müns­ter streamt am Sams­tag (wie immer kos­ten­los) das Kin­der­stückDer Zinn­sol­dat und die Papier­tän­ze­rin“. Los geht es wie immer um 15 Uhr, danach kön­nen Sie sich das Stück 24 Stun­den lang anschauen.

+++ Wie wäre es mal wie­der mit Kino? Der Ver­ein „Die Lin­se“ zeigt von Sams­tag bis Mon­tag Kurz­fil­me, und zwar nicht im Stream. Nein, Sie müs­sen dafür wirk­lich raus­ge­hen, es ist eine rich­ti­ge Unter­neh­mung. Zu sehen sind die Strei­fen aber auch nicht auf einer Lein­wand, son­dern auf Bild­schir­men in Schau­fens­tern und auf Wän­den oder Decken von den Geschäf­ten, Gas­tro­no­mie­be­trie­ben und Büros, die mit­ma­chen. Sie kön­nen sich die Fil­me durchs Fens­ter anschau­en, den Ton hören Sie mit Ihrem Han­dy oder einem trag­ba­ren Radio. Hier steht genau, wie es geht und wo Sie die Kino-Schau­fens­ter finden.

+++ Am frü­hen Sonn­tag­abend soll­ten Sie von Ihrem Film­spa­zier­gang am bes­ten wie­der zurück sein, denn dann laden wir Sie zu unse­rer nächs­ten RUMS-Ver­an­stal­tung ein. Ab 18:30 Uhr spricht mein Kol­le­ge Ralf Hei­mann über die Video-Kon­fe­renz­soft­ware Zoom mit Chris­ti­an Lüer und Cars­ten Schür­mann, die an einer Stu­die zum Flug­ha­fen Münster/Osnabrück mit­ge­ar­bei­tet haben, über die Zukunft des FMO. Sie kön­nen dabei sein und Ihre Fra­gen stel­len, ent­we­der vor­her oder wäh­rend der Ver­an­stal­tung im Chat. Auf die­ser Sei­te fin­den Sie alle wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen und den Link für Sonn­tag. Und hier kön­nen Sie noch ein­mal das Inter­view nach­le­sen, das Ralf Hei­mann letz­te Woche mit den bei­den Stu­di­en­au­toren geführt hat.

+++ Am Diens­tag hat­ten wir auf einen Vor­trag von Hen­ning Stoff­ers hin­ge­wie­sen, der his­to­ri­sche Per­sön­lich­kei­ten aus Müns­ter vor­ge­stellt hat. Falls Sie das inter­es­siert, Sie aber den Stream ver­passt haben, kön­nen Sie alle Geschich­ten hier in einem Video anschau­en und anhören.

Am Diens­tag schreibt Ihnen Ralf Hei­mann wie­der. Ich wün­sche Ihnen ein schö­nes Wochen­en­de. Und viel­leicht sehen wir uns ja am Sonn­tag, wir wür­den uns freuen!

Herz­li­che Grüße

Con­stan­ze Busch

Mit­ar­beit: Johan­ne Burk­hardt, Ralf Heimann


PS

Haben Sie sich schon mal gefragt, wo die gan­zen Brü­cken ste­hen, die auf den Euro-Schei­nen abge­bil­det sind? Bis vor ein paar Jah­ren war die Ant­wort: nir­gend­wo. Denn es gibt ja nur sie­ben Euro-Schei­ne, aber 19 Euro­län­der. Und davon soll­te sich kei­nes ver­letzt füh­len, weil aus­ge­rech­net sei­ne Archi­tek­tur nicht auf dem Geld abge­bil­det wird – also zeich­ne­te man ein­fach sie­ben hüb­sche, aber eben kom­plett fik­ti­ve Brü­cken. Sie ahnen es sicher schon: Es ist nicht bei der Fik­ti­on geblie­ben, inzwi­schen wur­de die Geld­schein­zier nach­ge­baut. Alle Brü­cken ste­hen in gan­zer Farb­pracht in der klei­nen nie­der­län­di­schen Stadt Spi­j­ke­nis­se. Hier kön­nen Sie sich die Bau­wer­ke und die gan­ze Geschich­te anschauen.