Corona-Fälle in Uniklinik und Schule | Gastronomie vom Start nicht begeistert | Festival am Hawerkamp

Müns­ter, 17.05.2020

Guten Tag,

es ist alles noch nicht vor­bei. Das hat die Uni­kli­nik Ende ver­gan­ge­ner Woche erfah­ren müs­sen, als eine Mit­ar­bei­te­rin posi­tiv auf Coro­na getes­tet wur­de. Die Frau spür­te nichts von der Krank­heit. Sie hat­te zwei Tage lang auf ihrer Sta­ti­on gear­bei­tet, ohne die Infek­ti­on zu bemer­ken. Ob sie in die­ser Zeit ande­re Men­schen ange­steckt hat, wird sich erst in den nächs­ten Tagen zei­gen. Fäl­le wie die­ser sei­en nicht aus­zu­schlie­ßen, sagt Kli­nik­spre­che­rin Anja Wen­gen­roth. Die Infek­ti­on ver­lau­fe in der Zeit zwi­schen Anste­ckung und Aus­bruch oft sym­ptom­los. Sogar ein Test fal­le dann meist nega­tiv aus. Die Kli­nik ist dar­auf vor­be­rei­tet. Es gebe Hygie­ne­vor­schrif­ten und deut­lich weni­ger Besuch. Das ist die gute Nachricht. 

Die nicht ganz so gute ist: Die Frau hat­te sich nicht nur an ihrem Arbeits­platz auf­ge­hal­ten. Die Infek­ti­on pas­sier­te in ihrem pri­va­ten Umfeld. Ent­deckt wur­de sie, weil das Gesund­heits­amt einen Test ange­ord­net hat­te, nach­dem die Frau mit einer infi­zier­ten Per­son in Kon­takt gekom­men war. 

Inzwi­schen befin­det sie sich zu Hau­se in Qua­ran­tä­ne – wie auch der Teil der 18 Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten ihrer Sta­ti­on, der inzwi­schen ent­las­sen wur­de. Die übri­gen hof­fen nun wei­ter in der Kli­nik, dass sie sich nicht ange­steckt haben oder die Infek­ti­on schnell wie­der abklingt. Für die Uni­kli­nik ist es nicht der ers­te Coro­na-Fall. Schon Ende März hat­te die Stadt 33 posi­ti­ve Coro­na-Tests in der Beleg­schaft gemel­det. Die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter sind aber – das bestä­tig­te Anja Wen­gen­roth am Diens­tag – inzwi­schen alle wie­der genesen. 

Einer­seits hat Deutsch­land im Umgang mit der Pan­de­mie­an­schei­nend eini­ges rich­tig gemacht. Das zeigt eine ers­te Stu­die, über die der Spie­gel am Wochen­en­de berich­te­te. Der Lock­down hat die Ver­brei­tung der Pan­de­mie deut­lich ver­lang­samt. Die größ­te Wir­kung hat­ten danach die Kon­takt­be­schrän­kun­gen. Ande­rer­seits sind der „Welt am Sonn­tag“ und dem Baye­ri­schen Rund­funk Papie­re in die Hän­de gefal­len, die bele­gen, dass die Bun­des­re­gie­rung schon Wochen frü­her hät­te reagie­ren kön­nen. Auch das Wie war bereits geklärt. Einen Pan­de­mie-Plan gibt es seit 2012. 

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