Erste Wahl-Prognosen | Exodus ins Umland | Der Wohnungsmarkt im Überblick

Müns­ter, 4. Sep­tem­ber 2020

Guten Tag,

in der Rats­sit­zung am ver­gan­ge­nen Mitt­woch lagen nach fünf Stun­den weni­ge Minu­ten vor dem Ende noch 33 Anträ­ge auf dem Tisch. Es war kurz vor 23 Uhr, Tages­ord­nungs­punkt 66. Man war sich gleich einig, dass über die Anträ­ge nun nicht mehr dis­ku­tiert wer­den soll­te. Es gab kei­nen Wider­spruch, also war es beschlos­sen. Dann mel­de­te sich doch noch jemand von der AfD, der gern etwas zu einem Antrag gesagt hät­te. Aber es war schon zu spät. „Müs­sen wir dann beim nächs­ten Mal machen“, sag­te Ober­bür­ger­meis­ter Mar­kus Lewe. Es klang, als gäbe es gar nicht die Mög­lich­keit, dass dann jemand anders an sei­ner Stel­le sit­zen könn­te.

Und wenn die Zah­len, die das Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tut Infra­test Dimap in die­ser Woche ver­öf­fent­licht hat, halb­wegs stim­men, ist das auch tat­säch­lich nicht sehr wahr­schein­lich. Lewe (CDU) braucht 51 Pro­zent, um die Wahl zu gewin­nen. Sonst gibt es eine Stich­wahl zwi­schen ihm und dem zweit­plat­zier­ten Kan­di­da­ten. Nach den Zah­len von Infra­test Dimap hät­te Lewe schon gute Chan­cen auf einen Sieg im ers­ten Wahl­gang. Das Ergeb­nis sähe so aus:

1. Mar­kus Lewe (CDU): 50 Prozent

2. Peter Todes­ki­no (Grü­ne): 25 Prozent

3. Micha­el Jung (SPD): 15 Prozent 

Die Rei­hen­fol­ge hät­te sich damit im Ver­gleich zur letz­ten Wahl ver­än­dert. Vor fünf Jah­ren ergab sich die­ses Bild:

1. Mar­kus Lewe (CDU): 51 Prozent

2. Jochen Köhn­ke (SPD): 24 Prozent

3. Maria Klein-Schmeink (Grü­ne): 21 Prozent

Bei der Stadt­rats­wahl wür­den die Grü­nen laut der Umfra­ge stark gewin­nen, die SPD ver­lö­re wie auch anders­wo enorm an Bedeu­tung.

1. CDU: 36 Pro­zent (2014: 35 Prozent)

2. Grü­ne: 30 Pro­zent (20 Prozent)

3. SPD: 18 Pro­zent (27 Prozent)

3. Lin­ke: 5 Pro­zent (5 Prozent)

4. FDP: 3 Pro­zent (6 Prozent)

4. AfD: 3 Pro­zent (3 Prozent)

Die Zah­len sind gerun­det, damit es etwas über­sicht­li­cher wird. Eine Gra­fik, auf der auch die Nach-Kom­ma-Wer­te zu sehen sind, fin­den Sie unter ande­rem beim WDR.

Und was sagt uns die Umfra­ge?

Sie fin­den, sol­che Fens­ter nerven?

Wir auch. Aber einen ele­gan­te­ren Weg haben wir lei­der noch nicht gefun­den, um auch wei­ter­hin Arti­kel wie die­sen anbie­ten zu kön­nen – denn wir brau­chen dafür Ihre Unter­stüt­zung. Tes­ten Sie unser Ange­bot jetzt drei Mona­te lang für nur 5 Euro pro Monat!

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