Die große Kita-Öffnung | Spurensicherung | Pop-up-Biergarten

Müns­ter, 5. Juni 2020

Guten Tag,

eine der gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen die­ser Zeit ist es, Wider­sprü­che und Unge­rech­tig­kei­ten aus­zu­hal­ten. Im Moment ist unser All­tag voll davon. Wir sehen Bil­der von Schlauch­boo­ten, in denen das Ber­li­ner Par­ty­volk gut gelaunt und dicht gedrängt für den Erhalt der Club­kul­tur „demons­triert“, wäh­rend wir es uns im eige­nen Gar­ten bei der klei­nen Geburts­tags­fei­er des Soh­nes ver­knei­fen, die Groß­el­tern zu umar­men. Vie­le stor­nie­ren ihren Urlaub, weil sie sich nicht vor­stel­len kön­nen, wie das mit dem Ent­span­nen unter Coro­na-Bedin­gun­gen gehen soll, wäh­rend Freun­din­nen und Freun­de sich dar­über freu­en, dass schon in weni­gen Tagen wie­der alle Gren­zen öff­nen. Leu­te drän­gen in den All­wet­ter­zoo und umge­hen die wegen der begrenz­ten Besu­cher­zahl extra geschlos­se­nen Park­platz­schran­ken, nur um sich dann in einer lan­gen Men­schen­schlan­ge vor den geschlos­se­nen Kas­sen wie­der­zu­fin­den, wäh­rend sich auf Beer­di­gun­gen wei­ter­hin jeder regis­trie­ren las­sen muss, der sich in der Trau­er­hal­le auf­hält.

Locker läuft es also nicht mit den Locke­run­gen. Die Zeit der zusam­men­schwei­ßen­den Coro­na-Anfangs-Angst scheint vor­bei. Die Ellen­bo­gen wer­den wie­der aus­ge­fah­ren, Neid fin­det wie­der sei­nen Nähr­bo­den, und der gesun­de Men­schen­ver­stand kommt bei vie­len neu­en Regeln an sei­ne Grenzen.

Die große Kita-Öffnung

Ein gutes Bei­spiel steht uns direkt bevor. Am Mon­tag öff­nen in Nord­rhein-West­fa­len wie­der die Kitas. Für Müns­ter heißt das: Ins­ge­samt 12.645 Kin­der dür­fen wie­der in die 190 Kin­der­ta­ges­stät­ten der Stadt. Täg­lich und in vol­ler Grup­pen­grö­ße.

Abstands­re­geln und Mas­ken­pflicht gel­ten nur bei Begeg­nun­gen von Erwach­se­nen unter­ein­an­der und nicht für die Kin­der. Das hat zwar nach­voll­zieh­ba­re Grün­de. „Je jün­ger die Kin­der sind, umso wich­ti­ger sind Nähe und Kör­per­kon­takt“, schreibt das Fami­li­en­mi­nis­te­ri­um NRW in sei­ner sehr lan­gen und aus­führ­li­chen Hand­rei­chung für die Kin­der­ta­ges­be­treu­ung. Den­noch fra­gen sich vie­le: Ist das alles wirk­lich ver­nünf­tig in Zei­ten einer Pandemie?

Klar dürf­te inzwi­schen aller­dings sein: Bei der Kita-Öff­nung geht es nicht nur dar­um, auf Num­mer sicher zu gehen. „Es gibt Fami­li­en, die kön­nen ein­fach nicht mehr“, sagt etwa Ewa Bäu­mer. Sie ist Päd­ago­gi­sche Lei­te­rin der Bera­tungs­stel­le des Kin­der­schutz­bun­des Müns­ter.

Im schlimms­ten Fall mün­det Über­for­de­rung in Gewalt. Oli­ver Bert­hold lei­tet die vom Bun­des­fa­mi­li­en­mi­nis­te­ri­um initi­ier­te Kin­der­schutz­hot­line. Dort kön­nen sich Ärz­tin­nen und Ärz­te bei Ver­dacht auf Kin­des­miss­hand­lung mel­den. Der Neu­en Osna­brü­cker Zei­tung (€) sag­te er über die momen­ta­ne Situa­ti­on: „Wir wer­den teil­wei­se wegen Ver­let­zun­gen kon­tak­tiert, die sonst nur bei Zusam­men­stö­ßen mit Autos auf­tre­ten“. (Dazu ein Arti­kel im Maga­zin Der Spie­gel.)

Die trau­ri­ge Wahr­heit ist also: Die Kin­der müs­sen raus aus der Iso­la­ti­on. Es muss gegen­ge­steu­ert wer­den, Nor­ma­li­tät soll her! Auch bei Fami­li­en, in denen Gewalt und Miss­brauch nicht statt­fin­den. Fach­kräf­te sol­len die Eltern nun wie­der ent­las­ten, die Kin­der sol­len ande­re Kin­der sehen und mit­ein­an­der spielen.

Und was ist mit den Schulkindern?

Doch genau das dür­fen ab Mon­tag nicht alle Kin­der glei­cher­ma­ßen. Denn wäh­rend Fünf­jäh­ri­ge in der Kita jeden Tag mit einem Dut­zend Gleich­alt­ri­ger rau­fen kön­nen, dür­fen die Sechs­jäh­ri­gen ihre Grund­schu­len nur einen Tag in der Woche unter stren­gen Hygie­ne- und Abstands­re­geln besu­chen. Doch wer weiß, viel­leicht ergibt die­se Unter­schei­dung in Kin­der­gar­ten- und Schul­kin­der ja beim Kampf gegen die Pan­de­mie einen viro­lo­gisch fun­dier­ten Sinn?

Die kur­ze Ant­wort lau­tet: Nein.

Die lan­ge kommt hier: Wenn man die wis­sen­schaft­li­che und media­le Dis­kus­si­on über die Anste­ckungs­ge­fahr ver­folgt hat, die von Kin­dern (egal wel­chen Alters) aus­geht, weiß man, dass es tat­säch­lich noch kei­ne end­gül­ti­gen Erkennt­nis­se dazu gibt.

Aller­dings bekräf­tig­te der Viro­lo­ge Chris­ti­an Dros­ten jetzt erneut sei­ne Aus­sa­ge, es gebe kei­nen Hin­weis dar­auf, dass Kin­der weni­ger anste­ckend sei­en als Erwach­se­ne. (Hier ein Arti­kel dazu aus der Wochen­zei­tung Die Zeit.) Weni­ger umständ­lich for­mu­liert könn­te man sagen: Ver­mut­lich sind Kin­der genau­so anste­ckend wie Erwach­se­ne. Auch klei­ne Kin­der. Auch Kin­der­gar­ten­kin­der.

Wor­an liegt es also, dass die Ein­schrän­kun­gen bei den Kin­der­gär­ten rela­tiv sanft sind (zehn Stun­den weni­ger Betreu­ung in der Woche, es soll nur ein Erwach­se­ner das Kind brin­gen und holen, Auf­ent­halt immer in einer Grup­pe) und an den Schu­len so viel stren­ge­re Schutz­maß­nah­men (Mas­ken­pflicht, Min­dest­ab­stand, klei­ne Unter­richts­grup­pen, weni­ge Anwe­sen­heits­ta­ge) durch­ge­setzt wer­den? Liegt es an der Schul­pflicht, die mehr Druck auf die Ver­ant­wort­li­chen erzeugt, liegt es dar­an, dass die Schu­len schon frü­her öff­nen muss­ten, oder liegt es an etwas ganz ande­rem?

„Gute Lob­by­ar­beit der Leh­re­rin­nen und Leh­rer, die oft ver­be­am­tet sind“, ver­mu­tet ein Kita-Lei­ter aus Müns­ter, der nicht genannt wer­den möch­te, als mög­li­chen Grund. Er nimmt die Ungleich­be­hand­lung aller­dings mit Humor: „Kitas sind der sichers­te Ort in Deutsch­land. Sonst wür­de man die Erzie­he­rin­nen und Erzie­her doch bes­ser schüt­zen, oder?“

Münsters Männerwelten

Es gibt Ein­rich­tun­gen, von denen ich mir wünsch­te, nie­mand bräuch­te sie. Eine davon ist die Gewalt­op­fer­am­bu­lanz (GOA) am Insti­tut für Rechts­me­di­zin Müns­ter des UKM. Hier doku­men­tie­ren Ärz­tin­nen und Ärz­te, was Frau­en viel zu oft ange­tan wird: Gewalt. Meis­tens aus­ge­übt von ihren eige­nen Part­nern. Vie­le Frau­en haben Angst, schä­men sich oder sor­gen sich um die Kin­der. Sie wol­len die Ehe nicht zer­stö­ren oder haben finan­zi­el­le Not. Das alles macht es ihnen sehr schwer, aus die­ser gefähr­li­chen Situa­ti­on zu ent­kom­men.

Der Weg in die Gewalt­op­fer­am­bu­lanz ist ein ers­ter Schritt. Die Medi­zi­ne­rin­nen und Medi­zi­ner unter­lie­gen – anders als die Poli­zei – der Schwei­ge­pflicht. Alle Daten wer­den ver­trau­lich behan­delt, doch die Bewei­se für die Gewalt, die ihnen ange­tan wur­de, wer­den gesi­chert. Im letz­ten Jahr kamen ins­ge­samt 17 Frau­en in die GOA, in die­sem sind es bis­her acht. Sie alle wur­den ver­letzt, sie alle haben die­je­ni­gen, die ihnen das ange­tan haben, nicht ange­zeigt. Noch nicht. Denn genau dafür ist die Gewalt­op­fer­am­bu­lanz so wich­tig: Soll­ten die Frau­en irgend­wann ent­schei­den, doch Anzei­ge zu erstat­ten, gibt es da die­se gerichts­ver­wert­ba­re Doku­men­ta­ti­on.

Falls Sie jetzt den­ken: „17 Frau­en in einem gan­zen Jahr, das ist doch gar nicht so viel“, dann lie­gen Sie lei­der falsch. Denn die Dun­kel­zif­fer ist wie bei allen Miss­brauchs-Delik­ten gegen­über Frau­en sehr hoch. Und genau des­halb wer­den wir in unse­ren Brie­fen immer wie­der dar­auf auf­merk­sam machen. Auf der Web­site des Amts für Gleich­stel­lung fin­den Sie übri­gens eine Lis­te aller Bera­tungs­an­ge­bo­te zu die­sem Thema.

In aller Kürze

+++ Die Spie­le sind eröff­net. Der Kom­mu­nal­wahl­kampf beginnt mit einem The­ma, das zum Glück in Müns­ter gar nicht groß ist. Es geht um die AfD. Die Ober­bür­ger­meis­ter­kan­di­da­ten der Grü­nen (Peter Todes­ki­no), SPD (Micha­el Jung), Lin­ken (Ulrich Tho­den), Bun­ten Lis­te (Geor­gi­os Tsaka­li­dis) und ÖDP (Micha­el Krapp) haben eine „Erklä­rung gegen rechts“ abge­ge­ben. Sie ver­pflich­ten sich dar­in, nicht an Ver­an­stal­tun­gen teil­zu­neh­men, auf denen auch die AfD auf­tritt. Der amtie­ren­de Ober­bür­ger­meis­ter Mar­kus Lewe und Jörg Berens (Ober­bür­ger­meis­ter­kan­di­dat der FDP) haben die Erklä­rung nicht unter­schrie­ben. (Dazu der WN-Arti­kel hin­ter der Bezahl­schran­ke). Die Begrün­dung: Man wol­le sich jeder Dis­kus­si­on stel­len. Außer­dem gab Lewe zu beden­ken, dass es ja bis Ende August ohne­hin ver­bo­ten sei, Groß­ver­an­stal­tun­gen durch­zu­füh­ren, ein Auf­ein­an­der­tref­fen daher sehr unwahr­schein­lich sei. Die Erklä­rungs-Unter­zeich­ner sehen das natür­lich anders. Sie befürch­ten, dass die AfD Podi­ums­dis­kus­sio­nen für die Ver­brei­tung von Hass und Het­ze nut­zen könn­te. Und schon befin­den wir uns mit­ten in einer Debat­te über den rich­ti­gen Umgang mit der AfD. May­brit Ill­ner, Frank Plas­berg und San­dra Maisch­ber­ger hät­ten ihre Freu­de dar­an. Sie haben schon gan­ze Sen­dun­gen damit gefüllt.

+++ Lei­hen, radeln, Las­ten trans­por­tie­ren. Ken­nen Sie schon Lot­te, Las­se, Lem­my und Mecky? So hei­ßen die vier Las­ten­rä­der, die die Initia­ti­ve „Las­se – Dein Las­ten­rad für Müns­ter“ mit Unter­stüt­zung des ADFC Müns­ter­land in Ord­nung hält und ver­leiht. Wer die­ses kli­ma­freund­li­che Trans­port­mit­tel aus­pro­bie­ren möch­te, kann hier reser­vie­ren und eines der Geschwis­ter kos­ten­los oder gegen eine Spen­de aus­lei­hen. Lot­te ist zum Bei­spiel bis zum 31. Juli im City­Shop der Stadt­wer­ke an der Salz­stra­ße ein­ge­zo­gen und kann dort nach Reser­vie­rung zum gemein­sa­men Aus­flug an der fri­schen Luft abge­holt werden.

Blick in die Medien

Am Diens­tag war mei­ne Time­li­ne schwarz. Vie­le mei­ner Face­book-Freun­din­nen und -Freun­de, vie­le Orga­ni­sa­tio­nen, Unter­neh­men sowie auch Blogs und Sei­ten aus Müns­ter pos­te­ten für einen Tag ein schwar­zes Bild und zeig­ten damit, dass sie gegen Ras­sis­mus sind. Das ist gut. Nicht so gut war, dass durch die Akti­on ande­re Social-Media-Postings mit wich­ti­gen Inhal­ten nicht mehr durch­ka­men. So gesche­hen in den USA. Die schwar­zen Qua­dra­te unter dem Hash­tag #Black­Live­s­Mat­ter blo­ckier­ten den Infor­ma­ti­ons­fluss über Pro­test­mär­sche und Kund­ge­bun­gen nach dem Tod des Afro­ame­ri­ka­ners Geor­ge Floyd, schreibt die Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung. Was wir jetzt tun kön­nen: Wei­ter dafür sor­gen, dass das The­ma Platz und Raum fin­det. Auf unse­ren Sei­ten und im ech­ten Leben.

„Als ob man bei Mama und Papa aus­zieht.“ Ina Pau­le Klink ver­lässt nach 20 Jah­ren die ZDF-Kri­mi­rei­he „Wils­berg“. Nicht brav im ruhi­gen Wils­berg-Stil, son­dern nackt und sin­gend. Um ihren Rol­len­wech­sel bild­haft zu machen, ließ sich die Schau­spie­le­rin vom Play­boy foto­gra­fie­ren und gab dem Maga­zin ein Inter­view. Der medi­en­wirk­sa­me Abschied von der Rol­le als Alex­an­dra Holt­kamp ist ihr damit natür­lich sicher gewe­sen. Was sie jetzt vor­hat? Mehr Musik machen. Als Sän­ge­rin nennt sie sich übri­gens Pau­le. Und so klingt Pau­le.

Corona-Update

Die Zahl der Coro­na-Fäl­le im Stadt­ge­biet ist um acht Infek­tio­nen auf ins­ge­samt 725 gestie­gen. Davon sind 687 Pati­en­ten wie­der gene­sen. 13 Per­so­nen, die mit dem Coro­na­vi­rus infi­ziert waren, sind gestor­ben. Somit gel­ten aktu­ell 25 Müns­te­r­a­ne­rin­nen und Müns­te­ra­ner als infi­ziert.
Der­weil ist der Spiel­platz „Mid­del­kamp“ in Angel­mod­de wie­der frei­ge­ge­ben wor­den. Das Gesund­heits­amt hat­te die­sen Mit­te Mai sper­ren las­sen, weil die Leu­te sich nicht an die Abstands­re­geln gehal­ten hat­ten. Die Stadt will den Spiel­platz wei­ter kontrollieren. 

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🥙 Pop-up-Bier­gar­ten mit Platz satt. Qua­si über Nacht ist auf einer frei­en Flä­che in der Spei­cher­stadt (An den Spei­chern 10) ein neu­es Aus­flugs­ziel ent­stan­den. An groß­zü­gig ver­teil­ten Bier­tisch­gar­ni­tu­ren kön­nen Gäs­te sich nun unter frei­em Him­mel küh­le Geträn­ke, Snacks, Kaf­fee und Kuchen von äußerst freund­li­chem Per­so­nal ser­vie­ren las­sen. Das Schö­ne: Die immer noch gel­ten­den Abstands­re­geln kön­nen Sie hier ganz ent­spannt ein­hal­ten. Der Name für den New­co­mer unter den außen­gas­tro­no­mi­schen Ange­bo­ten lau­tet dann auch pas­sen­der­wei­se „Cam­pus­re­lax.“

Die Idee zum coro­nataug­li­chen Bier­gar­ten in Coer­de hat­te übri­gens Mario Eng­bers vom „Spei­cher 10“. Auf sei­ner Face­book-Sei­te hieß es kurz vor Chris­ti Him­mel­fahrt: „Flei­ßig und vol­ler Taten­drang haben wir heu­te im Lau­fe des Tages einen ein­zig­ar­ti­gen Bier­gar­ten in Müns­ter gezau­bert.“ Wenn Sie sich vom Spei­cher­stadt-Hokus­po­kus unter Pal­men über­zeu­gen möch­ten, kön­nen Sie das frei­tags ab 17 Uhr, sams­tags ab 15 Uhr und an Sonn- und Fei­er­ta­gen ab 12 Uhr tun. Klei­ner Tipp: Kom­men Sie mit dem Fahr­rad, der Bier­gar­ten liegt qua­si auf dem Weg in die Rieselfelder.

Drinnen

Der Tag der toten Schlan­ge. Am 5. Juni 1977, also heu­te vor genau 43 Jah­ren, starb die Boa Con­s­tric­tor des Rock­stars Ali­ce Coo­per. Ihr Name war „Juli­us Squee­zer“. Aus­ge­rech­net ihr eige­nes Früh­stück – eine Rat­te – wehr­te sich gegen das Geges­sen­wer­den, biss kräf­tig zu und been­de­te so das Leben des Rep­tils, mit dem Ali­ce regel­mä­ßig auf der Büh­ne zu sehen war. Die­se und unzäh­li­ge wei­te­re schrä­ge Geschich­ten aus der Welt des Rock ’n’ Roll hat der Musik­jour­na­list Chris­tof Leim zusam­men­ge­tra­gen. Sei­ne mehr als tau­send Zeit­sprün­ge decken das gesam­te Jahr ab, Tag für Tag. Schau­en Sie doch mal beim Datum Ihrer Geburt oder Ihres Hoch­zeits­ta­ges nach! Ich wet­te, Sie wer­den über­rascht sein.

Draußen

Rund­weg am Rand. Heu­te und mor­gen wird noch auf­ge­baut, am Sonn­tag kön­nen Sie schon schau­en. Die Aus­stel­lung „Kunst am Rand“ lädt zu einem kul­tu­rel­len Spa­zier­gang durch Kin­der­haus ein. Mehr als 30 Kunst­wer­ke ver­schie­dens­ter Künst­ler aus Müns­ter, der Regi­on, den Nie­der­lan­den, Ham­burg und Köln säu­men den Weg. Sie kön­nen die Skulp­tu­ren, Objek­te und Gemäl­de auf sich wir­ken las­sen, ohne dabei einen Raum betre­ten zu müs­sen. In die­sem Fly­er der Stadt Müns­ter erfah­ren Sie, wie der Rund­weg ver­läuft und an wel­che Coro­na-Bestim­mun­gen Sie sich hal­ten soll­ten. Wenn Sie es am Sonn­tag nicht bis nach Kin­der­haus schaf­fen soll­ten, ist das über­haupt nicht schlimm. Die Aus­stel­lung endet erst am 27. Sep­tem­ber.

Am Sonn­tag schreibt Ihnen Klaus Brink­bäu­mer wie­der aus New York. Ich wün­sche Ihnen noch einen schö­nen Tag.

Herz­li­che Grü­ße
Kat­rin Jäger

Mit­ar­beit: Ann-Mar­len Hoolt, Sebas­ti­an Stocharra

PS

Falls Sie sich wun­dern, war­um wir die­sen Brief wie­der mor­gens an Sie geschickt haben: Es liegt nicht dar­an, dass ich ein Früh­auf­ste­her bin. Schön wär’s. Die Wahr­heit ist: Wir möch­ten her­aus­fin­den, wann Sie uns eigent­lich am liebs­ten lesen. Nach dem Auf­ste­hen oder nach der Arbeit? Erzäh­len Sie uns ger­ne von Ihren Lese­ge­wohn­hei­ten. Unter die­ser Mail-Adres­se errei­chen Sie uns.