Carla Reemtsmas Kolumne | Eine Debatte jenseits vom Heizpilz ist möglich

Müns­ter, 22. Novem­ber 2020

Lie­be Leser:innen,

wer in der ver­gan­ge­nen Woche ins ARD-Abend­pro­gramm geschaut oder einen der sechs in Müns­ter emp­fang­ba­ren WDR-Sen­der gehört hat, hat ver­mut­lich – wis­sent­lich oder nicht – einen Bei­trag aus der ARD-The­men­wo­che gese­hen oder gehört. Jedes Jahr im Novem­ber wid­men sich die Rund­funk­an­stal­ten der ARD eine Woche lang einem gesell­schaft­lich bedeu­ten­den Schwer­punkt­the­ma von Zukunft der Arbeit über Bil­dung und Gerech­tig­keit bis hin zum Glau­ben. Nach acht Mona­ten vol­ler Coro­na-Son­der­sen­dun­gen, Coro­na-Sta­tis­ti­ken und Coro­na-Gip­feln, täg­li­chem Blick auf die Infek­ti­ons­zah­len und die Coro­na-Warn-App war es fast unge­wohnt fest­zu­stel­len, dass es auch ande­re The­men, ande­re Her­aus­for­de­run­gen neben dem Virus gibt. 

Natür­lich hat die Pan­de­mie sich auch in der über­ge­ord­ne­ten Fra­ge­stel­lung der The­men­wo­che „Wie wol­len wir leben?“ nie­der­ge­schla­gen und einen Teil der Repor­ta­gen und Fra­gen in Talk­sen­dun­gen beein­flusst. Nichts­des­to­trotz rief die Woche noch­mal deut­lich in Erin­ne­rung, dass wir als Gesell­schaft vor mehr Her­aus­for­de­run­gen als der Pan­de­mie ste­hen, und dass eine Poli­tik, die uns zurück in den Sta­tus Quo von vor der Pan­de­mie führt, nicht aus­rei­chen wird, um ihnen zu begegnen. 

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