Klaus Brinkbäumer schreibt aus New York | Wenn die Heimat unerreichbar ist | RUMS-Kolumne

Müns­ter, 29.03.2020

Lie­be Lese­rin, lie­ber Leser,

Müns­ter war immer da, die Hei­mat eben, immer konn­te ich dort­hin zurück­keh­ren. Hei­mat, das ist ja bereits das Wis­sen, die Sicher­heit näm­lich, dass die­ser Ort existiert. 

Aus­ge­rech­net jetzt aber geht das mit der Rück­kehr nicht. 

Da sind die Ein­rei­se­ver­bo­te. Die gestri­che­nen Flü­ge. Die Risi­ken. Die Ver­nunft, die auch. 

Wenn jetzt etwas pas­sier­te, wenn uns in New York oder der Toch­ter in Mün­chen oder der Schwes­ter in Mont­pel­lier oder dem Schwie­ger­va­ter in Ham­burg oder den Eltern in Müns­ter etwas zustie­ße, wir fän­den nicht zueinander. 

Denn New York, die Sehn­suchts­stadt, ist nun das Sym­bol und das Zen­trum der Welt­kri­se. Und täg­lich reden wir mit der Fami­lie dar­über, via Whats­App und Tele­fon, ob wir nach Deutsch­land, nach Müns­ter rei­sen soll­ten; doch die Bewe­gung als sol­che und die vie­len Begeg­nun­gen und folg­lich die gesam­te Rei­se über den Atlan­tik wären mut­maß­lich noch gefähr­li­cher als die­ser Ort hier.

Gefan­gen? Am frei­es­ten Ort der Welt, in New York? 

Sie fin­den, sol­che Fens­ter nerven?

Wir auch. Aber einen ele­gan­te­ren Weg haben wir lei­der noch nicht gefun­den, um auch wei­ter­hin Arti­kel wie die­sen anbie­ten zu kön­nen – denn wir brau­chen dafür Ihre Unter­stüt­zung. Tes­ten Sie unser Ange­bot jetzt drei Mona­te lang für nur 5 Euro pro Monat!

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