ūüĆü Weihnachten ūüéĀ Weihnachten ūüéÖ Weihnachten ūüéĄ

M√ľns¬≠ter, 23. Dezem¬≠ber 2021

Guten Tag,

heu¬≠te endet der Weih¬≠nachts¬≠markt. Wir hat¬≠ten dort einen Stand. F√ľr uns war das eine neue Erfah¬≠rung, eine wirk¬≠lich sch√∂¬≠ne, denn wir haben vie¬≠le Men¬≠schen getrof¬≠fen und vie¬≠le Gespr√§¬≠che gef√ľhrt. In den Kate¬≠go¬≠rien von 2019 klingt das nicht nach viel. Doch heu¬≠te ist das etwas anders, denn was in der Coro¬≠na-Zeit sehr viel sel¬≠te¬≠ner gewor¬≠den ist, das sind zuf√§l¬≠li¬≠ge Begegnungen.

Men¬≠schen, die sich schon l√§n¬≠ger nicht gese¬≠hen haben und sich zuf√§l¬≠lig im Gedr√§n¬≠ge √ľber den Weg lau¬≠fen. Beim Stadt¬≠fest, zu Kar¬≠ne¬≠val, bei Hoch¬≠zei¬≠ten, Geburts¬≠tags¬≠fei¬≠ern, ein¬≠fach bei Par¬≠tys. Im Som¬≠mer war das f√ľr kur¬≠ze Zeit wie¬≠der m√∂g¬≠lich, aber immer noch unter dem Ein¬≠druck der Pan¬≠de¬≠mie, sp√§¬≠ter dann mit Schnell¬≠tests und Impf¬≠aus¬≠wei¬≠sen, mit einem Fu√ü auf der Bremse.

Klaus Brink¬≠b√§u¬≠mer hat vor ein paar Tagen einen Absatz aus dem Buch ‚ÄěHard Land‚Äú von Bene¬≠dict Wells ins Netz gestellt. Wells schreibt:

‚ÄěDer Punkt ist: Man haut nicht ein¬≠fach von Par¬≠tys ab oder geht, wenn es mal lang¬≠wei¬≠lig wird. Son¬≠dern man bleibt, denn die wah¬≠ren Wun¬≠der pas¬≠sie¬≠ren immer erst am Ende der Nacht oder am fr√ľ¬≠hen Mor¬≠gen. Das ist die wich¬≠tigs¬≠te Lektion.‚Äú

Dazu schreibt Klaus Brink¬≠b√§u¬≠mer: ‚ÄěAch, damals ‚Ķ Partys!‚Äú

Der Weih¬≠nachts¬≠markt war immer¬≠hin eine klei¬≠ne Par¬≠ty, mit Abstand und in aller Vor¬≠sicht, aber mit der M√∂g¬≠lich¬≠keit, Men¬≠schen zu tref¬≠fen, die man dort nicht ver¬≠mu¬≠tet hat¬≠te. Ein typi¬≠scher Moment dabei: oben die M√ľt¬≠ze, unten die Mas¬≠ke, der ers¬≠te Blick auf die Augen: Ist das nicht‚Ķ? Ach, nein. Oder doch?

Impfen unter Strafen stellen. Als Lösung?

Am Sonn¬≠tag¬≠abend kam ein Leser zu unse¬≠rer H√ľt¬≠te, der uns vor¬≠her geschrie¬≠ben hat¬≠te. Wir kann¬≠ten ihn von Fotos, er uns von unse¬≠ren Por¬≠tr√§ts √ľber den RUMS-Brie¬≠fen. Er stand einen Moment da, als war¬≠te er auf irgend¬≠was. Ein Fahr¬≠rad¬≠helm, eine Mas¬≠ke. Wir konn¬≠ten ihn nicht auf den ers¬≠ten Blick zuord¬≠nen. Ist das nicht‚Ķ? Ach, nein. Oder doch? Dann sprach er uns an. Sp√§¬≠ter sag¬≠te er einen Satz, den man vor der Pan¬≠de¬≠mie noch nicht so oft geh√∂rt hat: ‚ÄěIch habe Sie an Ihren Augen¬≠brau¬≠en erkannt.‚Äú

Wir rede¬≠ten und dis¬≠ku¬≠tier¬≠ten eine Wei¬≠le, √ľber Coro¬≠na, das Imp¬≠fen, die¬≠sen schwer begreif¬≠li¬≠chen Wider¬≠stand einer klei¬≠nen Grup¬≠pe gegen etwas, das im bes¬≠ten Fall ver¬≠hin¬≠dern k√∂nn¬≠te, dass Coro¬≠na-Wel¬≠len eine eben¬≠so ver¬≠l√§ss¬≠li¬≠che Tra¬≠di¬≠ti¬≠on wer¬≠den wie der Weihnachtsmarkt.

Der Hirn¬≠for¬≠scher Ger¬≠hard Roth hat vor zwei Wochen in einem bemer¬≠kens¬≠wer¬≠ten Inter¬≠view mit dem Spie¬≠gel gesagt, bei vie¬≠len Men¬≠schen rich¬≠te sich der Wider¬≠stand gar nicht gegen das Imp¬≠fen selbst, son¬≠dern gegen den Druck, die Begleit¬≠um¬≠st√§n¬≠de, den Staat. ‚ÄěW√ľr¬≠de man die Imp¬≠fung unter Stra¬≠fe stel¬≠len, w√ľr¬≠de sie f√ľr die¬≠se Men¬≠schen sofort inter¬≠es¬≠sant‚Äú, sagt er.

Am Mon¬≠tag¬≠abend mar¬≠schier¬≠ten etwa tau¬≠send Men¬≠schen in M√ľns¬≠ter durch die Innen¬≠stadt, um f√ľr ihre Frei¬≠heit zu demons¬≠trie¬≠ren, so sehen sie das. Dabei st√∂rt es sie offen¬≠bar nicht, dass hin¬≠ter der Ver¬≠an¬≠stal¬≠tung Men¬≠schen ste¬≠hen, die schlich¬≠te Unwahr¬≠hei¬≠ten ver¬≠brei¬≠ten. Und weil sie das wis¬≠sen, k√∂nn¬≠te man sagen: L√ľgen. ‚ÄěMas¬≠ken brin¬≠gen nichts. Imp¬≠fen bringt nichts.‚Äú Das ist gro¬≠√üer Unsinn. Man kann es nicht anders sagen. An der Pfer¬≠de¬≠gas¬≠se mach¬≠ten sich jun¬≠ge Men¬≠schen √ľber den vor¬≠bei¬≠zie¬≠hen¬≠den Tross lus¬≠tig, indem sie aus einer Box den Enten¬≠tanz spiel¬≠ten oder Marsch¬≠mu¬≠sik, wie Frank Bier¬≠mann f√ľr sei¬≠ne M√ľns¬≠ter¬≠sche Volks¬≠zei¬≠tung doku¬≠men¬≠tiert hat.

Ist das der rich¬≠ti¬≠ge Weg? Sich lus¬≠tig machen? Wir haben vor andert¬≠halb Wochen eben¬≠falls eine Mel¬≠dung geschrie¬≠ben, in der wir das gemacht haben. Eine Frau schrieb in die Kom¬≠men¬≠ta¬≠re, das sei nicht respekt¬≠voll. Damit hat sie wohl recht. Und ja, viel¬≠leicht ist das der fal¬≠sche Umgang. Eini¬≠ge Men¬≠schen haben eine ande¬≠re Mei¬≠nung. Damit muss man umge¬≠hen. Doch ande¬≠re l√ľgen ganz unver¬≠hoh¬≠len. Ist Respekt f√ľr sol¬≠che Aus¬≠sa¬≠gen dann noch die rich¬≠ti¬≠ge Haltung?

Eine laute Minderheit

Der Sati¬≠ri¬≠ker Jan B√∂h¬≠mer¬≠mann hat in die¬≠ser Woche bei Twit¬≠ter die Fra¬≠ge gestellt, ob man denn auch den Effekt mit¬≠den¬≠ke, dass ‚Äěver¬≠n√ľnf¬≠ti¬≠ge Geboos¬≠ter¬≠te ein¬≠fach kei¬≠nen Bock mehr auf den dum¬≠men Trotz und das lamor¬≠yan¬≠te (sic!) Gela¬≠ber der Unge¬≠impf¬≠ten haben und es ihnen dar¬≠um nur noch um ihre eige¬≠ne Sicher¬≠heit und die ihres geimpf¬≠ten Umfelds geht?‚Äú

Und sind es nicht nur weni¬≠ge? Geht hier wirk¬≠lich ein Riss durch die Gesell¬≠schaft? Oder br√∂¬≠ckelt ein¬≠fach am Rand etwas ab? Wenn Men¬≠schen sich bei einer Mon¬≠tags¬≠de¬≠mo einen gel¬≠ben Stern anhef¬≠ten, wie Frank Bier¬≠mann es hier eben¬≠falls zeigt, dann ist das schon ein Indiz daf√ľr, in wel¬≠cher Gesell¬≠schaft all die ver¬≠meint¬≠lich arg¬≠lo¬≠sen Men¬≠schen unter¬≠wegs sind, die nur ihre Sor¬≠ge um die Frei¬≠heit zum Aus¬≠druck brin¬≠gen wol¬≠len. Man kann zusam¬≠men mit Schwur¬≠b¬≠lern mar¬≠schie¬≠ren, um sei¬≠nen Pro¬≠test aus¬≠zu¬≠dr√ľ¬≠cken. Die Demo¬≠kra¬≠tie h√§lt das aus. Die Fra¬≠ge ist eher: Will man mit Schwur¬≠b¬≠lern ver¬≠wech¬≠selt werden?

Ruprecht Polenz hat vor zwei Tagen eine Gra¬≠fik des Baye¬≠ri¬≠schen Rund¬≠funks ver¬≠√∂f¬≠fent¬≠licht, die sehr sch√∂n die Mehr¬≠heits¬≠ver¬≠h√§lt¬≠nis¬≠se illus¬≠triert. Es ist eine √úber¬≠sicht f√ľr Bay¬≠ern, die in Nord¬≠rhein-West¬≠fa¬≠len ver¬≠mut¬≠lich sehr √§hn¬≠lich aus¬≠sieht. Sie zeigt vier klei¬≠ne rote Punk¬≠te, jeder steht f√ľr 10.000 Men¬≠schen. Die vier Punk¬≠te, das sind die Men¬≠schen, die in Bay¬≠ern gegen die Coro¬≠na-Ma√ü¬≠nah¬≠men und die Impf¬≠pflicht demons¬≠triert haben. Dane¬≠ben zeigt die Abbil¬≠dung 424 blaue Punk¬≠te. Das sind die Men¬≠schen, die sich eine Boos¬≠ter-Imp¬≠fung geholt haben.

Eine klei¬≠ne Min¬≠der¬≠heit l√§uft mit Pla¬≠ka¬≠ten durch die Stra¬≠√üen, auf denen das Wort ‚ÄěImpf-Dik¬≠ta¬≠tur‚Äú steht. Kor¬≠ri¬≠gie¬≠ren Sie uns, aber unter einer Dik¬≠ta¬≠tur ver¬≠ste¬≠hen wir, wenn eine klei¬≠ne Min¬≠der¬≠heit √ľber die Belan¬≠ge der Mehr¬≠heit bestimmt.

Das Hase-und-Igel-Spiel

Auf dem Weih¬≠nachts¬≠markt haben wir in den vie¬≠len Stun¬≠den, die wir dort stan¬≠den und Gespr√§¬≠che gef√ľhrt haben, so gut wie kei¬≠nen Men¬≠schen ohne Mas¬≠ke gese¬≠hen. Die Mehr¬≠heit ist ein¬≠ver¬≠stan¬≠den. Und mal ehr¬≠lich, bei die¬≠sen Tem¬≠pe¬≠ra¬≠tu¬≠ren, gegen die man sich mit M√ľt¬≠zen, Schals, Hand¬≠schu¬≠hen, dicken Jacken und lan¬≠gen Unter¬≠ho¬≠sen gegen die K√§l¬≠te sch√ľtzt, aus¬≠ge¬≠rech¬≠net in der Mas¬≠ke eine unzu¬≠mut¬≠ba¬≠re Ein¬≠schr√§n¬≠kung zu sehen, ist das nicht auch ein biss¬≠chen absurd?

Man kann nat√ľr¬≠lich trotz¬≠dem ver¬≠zwei¬≠feln. Bald beginnt das drit¬≠te Coro¬≠na-Jahr. Wir haben Test¬≠m√∂g¬≠lich¬≠kei¬≠ten, wir haben Imp¬≠fun¬≠gen. Aber es ist wie mit dem Hasen und dem Igel, Coro¬≠na ist immer schon da.

Ab mor¬≠gen √§ndern sich in M√ľns¬≠ter wie¬≠der die Regeln. Dann gilt die Mas¬≠ken¬≠pflicht nicht mehr in der gesam¬≠ten Innen¬≠stadt, son¬≠dern nur noch auf den Haupt¬≠ein¬≠kaufs¬≠stra¬≠√üen und dem Wochen¬≠markt (hier eine √úber¬≠sicht). Gleich¬≠zei¬≠tig haben die Lan¬≠des¬≠re¬≠gie¬≠run¬≠gen sich dar¬≠auf geei¬≠nigt, dass ab Diens¬≠tag wie¬≠der sch√§r¬≠fe¬≠re Regeln gel¬≠ten. Kurz dar¬≠auf gab das Robert-Koch-Insti¬≠tut ein Papier her¬≠aus, in dem es for¬≠der¬≠te, Kon¬≠takt¬≠be¬≠schr√§n¬≠kun¬≠gen sofort durch¬≠zu¬≠set¬≠zen, also noch vor Weih¬≠nach¬≠ten. Das m√∂ch¬≠ten die Bun¬≠des- und die Lan¬≠des¬≠re¬≠gie¬≠run¬≠gen den Men¬≠schen aber nicht zumu¬≠ten. In den Nie¬≠der¬≠lan¬≠den ist man nicht ganz so zur√ľck¬≠hal¬≠tend. Dort steht das √∂ffent¬≠li¬≠che Leben wie¬≠der still. Des¬≠we¬≠gen kom¬≠men die Men¬≠schen von dort jetzt zum Ein¬≠kau¬≠fen nach M√ľns¬≠ter, wo die Infek¬≠ti¬≠ons¬≠ge¬≠fahr damit steigt. Wer soll das alles noch ver¬≠ste¬≠hen? Und wer soll f√ľr das Durch¬≠ein¬≠an¬≠der noch Ver¬≠st√§nd¬≠nis haben?

Viel¬≠leicht hilft es, sich vor¬≠zu¬≠stel¬≠len, dass all die¬≠se Ent¬≠schei¬≠dun¬≠gen auch von Men¬≠schen getrof¬≠fen wer¬≠den. Sie haben viel¬≠leicht mehr Infor¬≠ma¬≠tio¬≠nen, aber auch sie haben es mit Infor¬≠ma¬≠tio¬≠nen zu tun, die sich wider¬≠spre¬≠chen, sie m√ľs¬≠sen Risi¬≠ken ein¬≠ge¬≠hen. Osna¬≠br√ľck hat sei¬≠nen Weih¬≠nachts¬≠markt geschlos¬≠sen. M√ľns¬≠ter ist das Risi¬≠ko ein¬≠ge¬≠gan¬≠gen, dass es auch hin¬≠ter¬≠her hei¬≠√üen k√∂nn¬≠te: Ihr h√§t¬≠tet es wis¬≠sen m√ľssen.

Vor zwei Tagen mel¬≠de¬≠te die Stadt, dass sich zehn von zw√∂lf Stu¬≠die¬≠ren¬≠den bei einem pri¬≠va¬≠ten Gl√ľh¬≠wein¬≠tref¬≠fen mit Coro¬≠na infi¬≠ziert haben, trotz Imp¬≠fung und trotz Schnelltest.

Was ist mit den Kindern?

Es geht um Wahr­schein­lich­kei­ten, um Risi­ken und um Nach­sicht, also um die Annah­me, dass Men­schen ver­su­chen, die­ses unglaub­lich schwie­ri­ge Pro­blem so gut wie mög­lich zu lösen. Dabei kön­nen Feh­ler pas­sie­ren. Des­we­gen gehört dazu Kri­tik, auch fort­dau­ern­de Kritik.

Die Bed√ľrf¬≠nis¬≠se von jun¬≠gen Men¬≠schen, vor allem von Kin¬≠dern, haben in den ver¬≠gan¬≠ge¬≠nen knapp zwei Jah¬≠ren eine gerin¬≠ge Rol¬≠le gespielt. In der √Ėffent¬≠lich¬≠keit stellt man gern den gut ver¬≠k√§uf¬≠li¬≠chen Teil der Begr√ľn¬≠dung in den Vor¬≠der¬≠grund: Die Kin¬≠der brau¬≠chen Kon¬≠tak¬≠te, sie m√ľs¬≠sen sich mit ande¬≠ren Kin¬≠dern tref¬≠fen k√∂n¬≠nen. Der ande¬≠re, unan¬≠ge¬≠neh¬≠me¬≠re Teil der Begr√ľn¬≠dung ist: Die Eltern m√ľs¬≠sen arbei¬≠ten k√∂n¬≠nen, sonst bekom¬≠men die Unter¬≠neh¬≠men Pro¬≠ble¬≠me. Was ist wie wich¬≠tig? Das ist eine Fra¬≠ge, die uns wei¬≠ter beglei¬≠ten wird, wenn viel¬≠leicht bald der n√§chs¬≠te Lock¬≠down kommt, der ja eigent¬≠lich nie¬≠mals kom¬≠men sollte.

Da sind auch die Pfle¬≠ge¬≠kr√§f¬≠te, denen man seit Beginn der Pan¬≠de¬≠mie immer wie¬≠der ver¬≠si¬≠chert, wie wich¬≠tig sie sind ‚Äď die aber offen¬≠bar doch nicht so wich¬≠tig sind, dass man ihnen mehr Geld geben oder bes¬≠se¬≠re Arbeits¬≠be¬≠din¬≠gun¬≠gen bie¬≠ten m√∂ch¬≠te. In den √§rzt¬≠li¬≠chen Chef¬≠eta¬≠gen ver¬≠die¬≠nen Men¬≠schen im Schnitt 300.000 Euro im Jahr. Pfle¬≠ge¬≠kr√§f¬≠te im Kran¬≠ken¬≠haus bekom¬≠men etwa 40.000 Euro. Ist das gerecht? Bald wird es ein klein wenig mehr sein. Es gibt einen neu¬≠en Tarif¬≠ver¬≠trag. Doch der ist, unse¬≠re Kolum¬≠nis¬≠tin Julia¬≠ne Rit¬≠ter schrieb es am Sonn¬≠tag, f√ľr die Pfle¬≠gen¬≠den ent¬≠t√§u¬≠schend. Im Grun¬≠de bleibt alles, wie es ist.

Die Pfle¬≠ge hat Sie in die¬≠sem Jahr von allen RUMS-The¬≠men am meis¬≠ten bewegt (sie¬≠he n√§chs¬≠ter Abschnitt). Das Pro¬≠blem bleibt. Wird sich im n√§chs¬≠ten Jahr etwas √§ndern? Wir wis¬≠sen es nicht. Aber mit der Kolum¬≠ne ver¬≠su¬≠chen wir, etwas zu tun, das Medi¬≠en sonst schwer¬≠f√§llt. Wir las¬≠sen Men¬≠schen immer wie¬≠der zu Wort kom¬≠men, Monat f√ľr Monat, auch wenn es kei¬≠nen Anlass gibt. Wenn Medi¬≠en das nicht machen, geht das Kal¬≠k√ľl auf, das hin¬≠ter der Ent¬≠schei¬≠dun¬≠gen steht, den Gegen¬≠wind zu √ľber¬≠ste¬≠hen und die Din¬≠ge so zu belas¬≠sen. Wenn die √∂ffent¬≠li¬≠che Auf¬≠merk¬≠sam¬≠keit wie¬≠der abklingt, redet ohne¬≠hin nie¬≠mand mehr √ľber die Pflege.

Die¬≠ses Kal¬≠k√ľl ist weit ver¬≠brei¬≠tet. Es kal¬≠ku¬≠liert die fl√ľch¬≠ti¬≠ge mensch¬≠li¬≠che Auf¬≠merk¬≠sam¬≠keit mit ein. Men¬≠schen wol¬≠len etwas Neu¬≠es h√∂ren, nicht immer das Glei¬≠che. Und Men¬≠schen ver¬≠ges¬≠sen Din¬≠ge schnell.

Hier liegt das Pro­blem mit der Nach­sicht. Men­schen machen Feh­ler. Aber man darf auch erwar­ten, dass sie die­se Feh­ler nicht drei Mal hin­ter­ein­an­der machen.

Die Tradition der abgetrennten Finger

Mit der Hoff­nung, dass wenigs­tens eini­ges bes­ser wird, gehen wir ins Jahr 2022. Wie­der ohne Feu­er­werk an den Orten in der Stadt, an denen es am 31. Dezem­ber um Mit­ter­nacht immer ver­läss­lich hell, laut und gefähr­lich wur­de. Die Stadt hat das Böl­lern an die­sen Stel­len ver­bo­ten.

Eini¬≠ge √§rgern sich dar¬≠√ľber, denn es ist ja eine Tra¬≠di¬≠ti¬≠on. Eine Tra¬≠di¬≠ti¬≠on ist aller¬≠dings auch, dass in Kran¬≠ken¬≠h√§u¬≠sern in der Neu¬≠jahrs¬≠nacht abge¬≠trenn¬≠te Fin¬≠ger wie¬≠der ange¬≠n√§ht wer¬≠den. Und hier wird das Pro¬≠blem mit der Frei¬≠heit sehr deut¬≠lich. Eine freie Gesell¬≠schaft muss damit leben, wenn Men¬≠schen Jahr f√ľr Jahr das Risi¬≠ko ein¬≠ge¬≠hen m√∂ch¬≠ten, sich in der Sil¬≠ves¬≠ter¬≠nacht zu verst√ľmmeln.

Und dann ist die Fra¬≠ge: Wem r√§umt die Gesell¬≠schaft hier die Prio¬≠ri¬≠t√§t ein? Einem Men¬≠schen, der die Frei¬≠heit in Anspruch genom¬≠men hat, sich nicht imp¬≠fen zu las¬≠sen? Oder dem, der sei¬≠ne Frei¬≠heit dar¬≠in sieht, eine Rake¬≠te anzuz√ľnden?

Ganz so ein¬≠fach ist es nat√ľr¬≠lich nicht. Es kann Sil¬≠ves¬≠ter auch Men¬≠schen tref¬≠fen, die unbe¬≠tei¬≠ligt in der N√§he ste¬≠hen. Und es k√∂n¬≠nen auch Men¬≠schen mit einer Covid-Infek¬≠ti¬≠on ins Kran¬≠ken¬≠haus kom¬≠men, die drei¬≠fach geimpft sind. Man muss so vie¬≠les beden¬≠ken. Und auch das wird uns im n√§chs¬≠ten Jahr begleiten.

Vor einer Woche haben wir uns am Frei¬≠tag¬≠abend mit dem RUMS-Team vor unse¬≠rer Weih¬≠nachts¬≠markt-H√ľt¬≠te getrof¬≠fen. Ein neu¬≠er Kol¬≠le¬≠ge, den Sie im Febru¬≠ar ken¬≠nen¬≠ler¬≠nen wer¬≠den, war gekom¬≠men. Wir kann¬≠ten uns bis¬≠lang nur aus Video¬≠kon¬≠fe¬≠ren¬≠zen, ein Zustand, an den wir uns mitt¬≠ler¬≠wei¬≠le gew√∂hnt haben. 

Wir spra¬≠chen √ľber das, was wir in den ver¬≠gan¬≠ge¬≠nen zwei Jah¬≠ren gemacht haben, √ľber das, was im n√§chs¬≠ten Jahr kom¬≠men soll. Und was in die¬≠ser Zeit sicher auch ver¬≠ges¬≠sen wird: Da ist zwar die Sor¬≠ge, dass wir noch √ľber einen gro¬≠√üen Berg m√ľs¬≠sen, dass es viel¬≠leicht noch schlim¬≠mer wird. Aber da ist wie¬≠der das Gef√ľhl, das Schlimms¬≠te √ľber¬≠stan¬≠den zu haben, und viel¬≠leicht stimmt es ja dies¬≠mal. Da ist auch Vor¬≠freu¬≠de auf das, was wir machen wer¬≠den, wenn S√§t¬≠ze, in denen das Wort Coro¬≠na vor¬≠kommt, in der Ver¬≠gan¬≠gen¬≠heit for¬≠mu¬≠liert sind. Da ist Zuver¬≠sicht, denn wir haben viel vor. Anfang des Jah¬≠res wer¬≠den wir den RUMS-Brief √ľber¬≠ar¬≠bei¬≠ten. Wir wer¬≠den Ihnen neue Kolum¬≠nen vor¬≠stel¬≠len. Und wir wer¬≠den uns hof¬≠fent¬≠lich bald wie¬≠der bei Ver¬≠an¬≠stal¬≠tun¬≠gen sehen, in Video¬≠kon¬≠fe¬≠ren¬≠zen ‚Äď oder viel¬≠leicht zusam¬≠men in einem Raum, mit einem Bier im Anschluss und net¬≠ten Gespr√§¬≠chen. Man k√∂nn¬≠te sagen: wie fr√ľher.

F√ľrs Ers¬≠te aber bedan¬≠ken wir uns bei Ihnen ganz herz¬≠lich f√ľr das Ver¬≠trau¬≠en, das Sie uns in die¬≠sem Jah¬≠ren geschenkt haben. Wir wis¬≠sen das zu sch√§t¬≠zen. Und wir freu¬≠en uns auf das n√§chs¬≠te Jahr, hof¬≠fent¬≠lich zusam¬≠men mit Ihnen.

Bis zum 4. Janu¬≠ar machen wir eine Win¬≠ter¬≠pau¬≠se, in der wir etwas Kraft tan¬≠ken und uns Gedan¬≠ken √ľber neue Ideen machen. Aber bevor wir uns von Ihnen in die Feri¬≠en ver¬≠ab¬≠schie¬≠den, wer¬≠fen wir noch einen Blick zur√ľck und einen nach vorne. 

Die RUMS-Jahresbilanz

Vor eini¬≠gen Tagen haben wir noch ein¬≠mal zur√ľck¬≠ge¬≠schaut und uns gefragt: Was waren denn eigent¬≠lich die wich¬≠tigs¬≠ten The¬≠men in die¬≠sem Jahr in M√ľns¬≠ter. Uns fiel die Debat¬≠te √ľber den Fly¬≠o¬≠ver ein, die vie¬≠len Dis¬≠kus¬≠sio¬≠nen √ľber die Ver¬≠kehrs¬≠po¬≠li¬≠tik, die Ver¬≠kehrs¬≠ver¬≠su¬≠che im Som¬≠mer. Immer wie¬≠der ging es um Coro¬≠na und alles, was damit zusam¬≠men¬≠h√§ngt. Das sag¬≠te uns die Erin¬≠ne¬≠rung. Aber was davon hat Sie am meis¬≠ten inter¬≠es¬≠siert? Auch dazu k√∂n¬≠nen wir etwas sagen. Wir haben in die Sta¬≠tis¬≠tik geschaut. 

Der erfolg­reichs­te RUMS-Brief in die­sem Jahr war der, in dem es um die katho­li­sche Gemein­schaft Emma­nu­el ging. Über den Text gab es eine hef­ti­ge Debat­te. Man warf uns vor, Zita­te in einen fal­schen Zusam­men­hang gestellt zu haben. Aber wir hat­ten die Zita­te vor­her inklu­si­ve Kon­text auto­ri­sie­ren las­sen. Unter dem Bei­trag (sie­he unten) steht eine lan­ge Ergän­zung, in der wir das alles erklären.

Ende Janu¬≠ar haben wir √ľber die Debat¬≠te √ľber die auto¬≠freie Innen¬≠stadt geschrie¬≠ben ‚Äď und √ľber die Bericht¬≠erstat¬≠tung in den West¬≠f√§¬≠li¬≠schen Nach¬≠rich¬≠ten dar¬≠√ľber. Das war der RUMS-Brief, der am zweit¬≠h√§u¬≠figs¬≠ten ge√∂ff¬≠net wur¬≠de, pro¬≠zen¬≠tu¬≠al (Anteil der ge√∂ff¬≠ne¬≠ten Brie¬≠fe an allen ver¬≠sand¬≠ten). Das ist des¬≠halb wich¬≠tig, weil Anfang des Jah¬≠res noch viel weni¬≠ger Men¬≠schen RUMS gele¬≠sen haben als jetzt. Mitt¬≠ler¬≠wei¬≠le gehen unse¬≠re Brie¬≠fe an knapp 2.100 Menschen.

Nach abso­lu­ten Zah­len war ein RUMS-Brief aus dem Okto­ber am erfolg­reichs­ten, es ging um die Ver­kehrs­po­li­tik, um das psy­cho­lo­gi­sche Phä­no­men der Reak­tanz und die toxi­schen Folgen.

Auf Platz zwei steht der RUMS-Brief √ľber das Bau¬≠ge¬≠biet an der Vogel¬≠stan¬≠ge in Hil¬≠trup, das √ľber Jah¬≠re geplant, aber dann, nun ja, abge¬≠s√§gt wurde.

Noch schnell zu den drit¬≠ten Pl√§t¬≠zen: Auf Platz drei steht in bei¬≠den F√§l¬≠len ein RUMS-Brief, der Anfang April erschie¬≠nen ist, zu einer Zeit, als es kurz so aus¬≠sah, als w√§re der schlimms¬≠te Teil der Pan¬≠de¬≠mie √ľber¬≠stan¬≠den. Es ging um die Fra¬≠ge, was denn nun wie¬≠der √∂ff¬≠nen darf. Acht Mona¬≠te sp√§¬≠ter fra¬≠gen wir: Was wird bald wie¬≠der schlie√üen?

Wir haben auch einen Blick auf die Zah¬≠len der Repor¬≠ta¬≠gen und Ana¬≠ly¬≠sen auf unse¬≠rer Web¬≠site gewor¬≠fen. Vor¬≠ne auch hier: der Bei¬≠trag √ľber die katho¬≠li¬≠sche Gemein¬≠schaft Emma¬≠nu¬≠el. Auf Platz zwei steht der Report √ľber die Zen¬≠tra¬≠le Unter¬≠brin¬≠gungs¬≠ein¬≠rich¬≠tung f√ľr Gefl√ľch¬≠te¬≠te, dahin¬≠ter der Bei¬≠trag √ľber Tier¬≠ver¬≠su¬≠che an der Uni M√ľns¬≠ter.Inter¬≠es¬≠sant sind die Zah¬≠len bei den Kolum¬≠nen. In vier der f√ľnf erfolg¬≠reichs¬≠ten Tex¬≠te ging es um das The¬≠ma Pfle¬≠ge. Die erfolg¬≠reichs¬≠te Kolum¬≠ne dar¬≠un¬≠ter hat Mari¬≠na Weis¬≠band geschrie¬≠ben. Auf Platz zwei, vier und f√ľnf lan¬≠den die ers¬≠ten drei Tex¬≠te unse¬≠rer Pfle¬≠ge¬≠ko¬≠lum¬≠nis¬≠tin, die unter dem Pseud¬≠onym Julia¬≠ne Rit¬≠ter schreibt. Ein¬≠zi¬≠ger Mann in den Top f√ľnf: Ruprecht Polenz mit einem Kom¬≠men¬≠tar zur Ver¬≠kehrs¬≠po¬≠li¬≠tik aus dem Okto¬≠ber auf Platz drei. Das ist auch gleich¬≠zei¬≠tig der Text mit den meis¬≠ten Kommentaren.

Sie möchten dieses Thema mit anderen Leser:innen diskutieren oder uns Hinweise geben?

Nut­zen Sie ein­fach unse­re Kom­men­tar­funk­ti­on unter­halb die­ses Textes.
Wenn Sie den Brief gera­de als E-Mail lesen, kli­cken Sie auf den fol­gen­den Link, um den Text auf unse­rer Web­site aufzurufen:

‚Äļ die¬≠sen Brief kommentieren

In aller K√ľrze

+++ Die Poli¬≠zei sucht einen ver¬≠ur¬≠teil¬≠ten M√∂r¬≠der, und zwar den 56-j√§h¬≠ri¬≠gen Ralf H. aus M√ľns¬≠ter. Sei¬≠ne Geschich¬≠te haben wir im Juli 2020 im RUMS-Brief erz√§hlt. Er hat vor 28 Jah¬≠ren eine Frau in Dort¬≠mund ermor¬≠det, die Poli¬≠zei kam ihm aber erst sp√§t auf die Spur. Im ver¬≠gan¬≠ge¬≠nen Jahr war das Gericht sich schon recht sicher, dass er der T√§ter ist, hat¬≠te ihn aber noch nicht ver¬≠ur¬≠teilt. Nach der Ver¬≠ur¬≠tei¬≠lung zu einer lebens¬≠l√§ng¬≠li¬≠chen Frei¬≠heits¬≠stra¬≠fe wur¬≠de er zun√§chst aus der Unter¬≠su¬≠chungs¬≠haft ent¬≠las¬≠sen. Das Gericht hat¬≠te sich zu viel Zeit gelas¬≠sen. Jetzt h√§t¬≠te H. die Stra¬≠fe antre¬≠ten m√ľs¬≠sen. Am Mon¬≠tag wur¬≠de sein Urteil rechts¬≠kr√§f¬≠tig, am Diens¬≠tag l√∂s¬≠te er sei¬≠ne Fu√ü¬≠fes¬≠sel und ver¬≠schwand. Die Poli¬≠zei hat ein Fahn¬≠dungs¬≠fo¬≠to des Man¬≠nes ver¬≠√∂f¬≠fent¬≠licht, au√üer¬≠dem ein Bild von dem Wagen, mit dem er und sei¬≠ne Lebens¬≠ge¬≠f√§hr¬≠tin unter¬≠wegs sein k√∂nnten. 

Nach¬≠trag, 24. Dezem¬≠ber: Die Poli¬≠zei hat H. inzwi¬≠schen in den Nie¬≠der¬≠lan¬≠den gefasst. Daher haben wir sei¬≠nen voll¬≠st√§n¬≠di¬≠gen Nach¬≠na¬≠men und den Link zum Fahn¬≠dungs¬≠fo¬≠to wie¬≠der entfernt. 

Korrekturen und Ergänzungen

Im RUMS-Brief am Diens¬≠tag hat¬≠ten wir geschrie¬≠ben, wie und wie oft die Stadt unter¬≠su¬≠chen l√§sst, ob Coro¬≠na-Infek¬≠tio¬≠nen auf die Omi¬≠kron-Vari¬≠an¬≠te zur√ľck¬≠ge¬≠hen. Das haben wir aber unvoll¬≠st√§n¬≠dig und dadurch lei¬≠der auch etwas unver¬≠st√§nd¬≠lich erkl√§rt, wie wir an eini¬≠gen Leser:innen-R√ľckfragen gemerkt haben (vie¬≠len Dank daf√ľr!). Des¬≠halb erkl√§¬≠ren wir es heu¬≠te noch ein¬≠mal, und hof¬≠fent¬≠lich bes¬≠ser: 5 Pro¬≠zent aller posi¬≠ti¬≠ven Coro¬≠na-Befun¬≠de wer¬≠den rou¬≠ti¬≠ne¬≠m√§¬≠√üig sequen¬≠ziert, also auf die Vari¬≠an¬≠te unter¬≠sucht. Dazu kom¬≠men (und das hat¬≠ten wir am Diens¬≠tag unter¬≠schla¬≠gen) Sequen¬≠zie¬≠run¬≠gen, die das Gesund¬≠heits¬≠amt bei begr√ľn¬≠de¬≠ten Ver¬≠dachts¬≠f√§l¬≠len zus√§tz¬≠lich beauf¬≠tragt ‚Äď etwa bei Reiser√ľckkehrer:innen und Kon¬≠takt¬≠per¬≠so¬≠nen von Men¬≠schen, bei denen die Vari¬≠an¬≠te bereits nach¬≠ge¬≠wie¬≠sen wur¬≠de. Des¬≠halb sind deut¬≠lich mehr Omi¬≠kron-F√§l¬≠le bekannt als 5 Pro¬≠zent der gesam¬≠ten Infektionen.

Corona-Update

F√ľr den Fall, dass Sie sich in den n√§chs¬≠ten Tagen tes¬≠ten las¬≠sen m√∂ch¬≠ten: Die Stadt hat eine √úber¬≠sicht der Stel¬≠len zusam¬≠men¬≠ge¬≠stellt, bei denen das m√∂g¬≠lich ist. Die¬≠se √úber¬≠sicht fin¬≠den Sie hier. Und zu den aktu¬≠el¬≠len Coro¬≠na-Zah¬≠len: Kurz vor Weih¬≠nach¬≠ten bewegt sich die Inzi¬≠denz in M√ľns¬≠ter bei knapp unter 140, genau¬≠er: 137,2 (Neu¬≠in¬≠fek¬≠tio¬≠nen pro 100.000 Men¬≠schen inner¬≠halb einer Woche). Seit ges¬≠tern sind 93 gemel¬≠de¬≠te Neu¬≠in¬≠fek¬≠tio¬≠nen dazu¬≠ge¬≠kom¬≠men, schreibt die Stadt. Damit gel¬≠ten in der Stadt 832 Men¬≠schen als infi¬≠ziert. 27 lie¬≠gen im Kran¬≠ken¬≠haus, 11 auf Inten¬≠siv¬≠sta¬≠tio¬≠nen, 9 von ihnen wer¬≠den beatmet.

Unbezahlte Werbung

Fast jede:r in der Stadt kennt wahr¬≠schein¬≠lich das Tee¬≠haus Tro¬≠pic, den klei¬≠nen, bun¬≠ten Asia-Laden am Spie¬≠ker¬≠hof 32. Aber waren Sie schon mal in dem Gesch√§ft? Wir w√ľr¬≠den Ihnen das w√§rms¬≠tens ans Herz legen, auch wenn Sie nicht unbe¬≠dingt Tee oder eine Win¬≠ke¬≠kat¬≠ze aus dem Schau¬≠fens¬≠ter kau¬≠fen m√∂ch¬≠ten. Es gibt dort auch eini¬≠ge Lebens¬≠mit¬≠tel und vor allem h√ľb¬≠sche Geschenk¬≠ideen. Unser Tipp w√§ren zum Bei¬≠spiel die sch√∂¬≠nen Ess¬≠st√§b¬≠chen. Und die k√∂nn¬≠ten Sie in das hand¬≠ge¬≠sch√∂pf¬≠te Geschenk¬≠pa¬≠pier ein¬≠wi¬≠ckeln, das es dort eben¬≠falls zu kau¬≠fen gibt. Weil mor¬≠gen Hei¬≠lig¬≠abend ist, k√∂n¬≠nen wir aus¬≠nahms¬≠wei¬≠se nicht schrei¬≠ben, wer aus unse¬≠rem Team Ihnen die¬≠sen Tipp gibt. Denn die Per¬≠son, die die Ess¬≠st√§b¬≠chen bekom¬≠men wird, soll das vor¬≠her m√∂g¬≠lichst nicht erra¬≠ten. Aber was wir Ihnen sagen k√∂n¬≠nen: Das Tee¬≠haus hat mor¬≠gen noch von 10 bis 13 Uhr ge√∂ffnet.

Engagement in M√ľnster: Unsere Interviews aus der RUMS-H√ľtte zum Nachlesen

Im Rah¬≠men unse¬≠rer Mar¬≠ke¬≠ting¬≠ak¬≠tio¬≠nen auf dem X-MS-Markt in M√ľns¬≠ter haben wir Men¬≠schen vor¬≠ge¬≠stellt, die sich in der Stadt enga¬≠gie¬≠ren. Lei¬≠der konn¬≠ten wir wegen der Coro¬≠¬≠na-Beschr√§n¬≠¬≠kun¬≠¬≠¬≠gen die¬≠se Gespr√§¬≠che, bei denen wir ver¬≠schie¬≠de¬≠nen Ehren¬≠amts¬≠or¬≠ga¬≠ni¬≠sa¬≠tio¬≠nen eine B√ľh¬≠ne gebo¬≠ten haben, nicht vor Publi¬≠kum f√ľh¬≠ren. Aber wir haben sie f√ľr Sie auf¬≠ge¬≠nom¬≠men und ver¬≠√∂f¬≠fent¬≠li¬≠chen sie nun nach und nach in gek√ľrz¬≠ter Ver¬≠si¬≠on als schrift¬≠li¬≠che Inter¬≠views.

Zwei die¬≠ser Inter¬≠views m√∂ch¬≠ten wir Ihnen heu¬≠te schon mit in die Weih¬≠nachts¬≠fe¬≠ri¬≠en geben: Im ers¬≠ten Inter¬≠view, das Sie ab jetzt hier nach¬≠le¬≠sen k√∂n¬≠nen, hat unse¬≠re Mit¬≠ar¬≠bei¬≠te¬≠rin Ali¬≠na K√∂l¬≠ler mit Tho¬≠mas M√ľhl¬≠bau¬≠er vom Haus der Woh¬≠nungs¬≠lo¬≠sen¬≠hil¬≠fe (HdW) dar¬≠√ľber gespro¬≠chen, war¬≠um man¬≠che Men¬≠schen frei¬≠wil¬≠lig obdach¬≠los sind. Und dar¬≠√ľber, wie sein Team die¬≠je¬≠ni¬≠gen unter¬≠st√ľtzt, die nicht auf der Stra¬≠√üe leben m√∂ch¬≠ten. Im zwei¬≠ten Inter¬≠view berich¬≠tet Wolf¬≠gang Witt¬≠ler von der M√ľns¬≠¬≠ter-Tafel dar¬≠√ľber, wo und wie er und sei¬≠ne Kolleg:innen Lebens¬≠mit¬≠tel ret¬≠ten und was der Tafel fehlt, um noch mehr Hil¬≠fe leis¬≠ten zu k√∂n¬≠nen. Die¬≠ses Inter¬≠view fin¬≠den Sie hier. Die ande¬≠ren Gespr√§¬≠che wer¬≠den wir im neu¬≠en Jahr nach und nach auf¬≠be¬≠rei¬≠ten und ver¬≠√∂f¬≠fent¬≠li¬≠chen. Wir ver¬≠lin¬≠ken sie dann wie¬≠der an die¬≠ser Stel¬≠le f√ľr Sie.

Drinnen und Draußen

Sie hören nun ja eine gute Woche lang nichts von uns. Des­halb kom­men heu­te ein paar mehr Tipps als sonst, sozu­sa­gen auf Vor­rat. Wir haben in der Redak­ti­on gesam­melt, was Sie in der RUMS-Brief-frei­en Zeit lesen oder sich anschau­en könnten.

+++ Wir star¬≠ten mit einem Kino-Tipp. Ann-Mar¬≠len Hoolt emp¬≠fiehlt Ihnen die Neu¬≠ver¬≠fil¬≠mung von ‚ÄěWest Side Sto¬≠ry‚Äú. Falls Sie die Hand¬≠lung nicht ken¬≠nen: Es ist unge¬≠f√§hr die¬≠sel¬≠be wie in ‚ÄěRomeo und Julia‚Äú, zwei Lie¬≠ben¬≠de sol¬≠len nicht zusam¬≠men sein. Der Film und das Musi¬≠cal, auf dem er basiert, spie¬≠len aller¬≠dings in New York und in den 1950er-Jah¬≠ren. Wie das in einem Film aus dem Jahr 2021 aus¬≠sieht, k√∂n¬≠nen Sie sich in die¬≠sem Trai¬≠ler anschau¬≠en. Oder direkt im Kino, die Sto¬≠ry l√§uft im Cine¬≠plex.

+++ Vor eini¬≠ger Zeit haben wir Ihnen in einem RUMS-Brief die K√§n¬≠gu¬≠ru-Comics ver¬≠linkt, die bei der Zeit erschei¬≠nen. Wenn Ihnen die gefal¬≠len oder Sie viel¬≠leicht sowie¬≠so schon gro¬≠√üer Fan des Beu¬≠tel¬≠tiers aus Ber¬≠lin sind, dann k√∂nn¬≠te der Weih¬≠nachts¬≠tipp von Jan Gro¬≠√üe Nobis etwas f√ľr Sie sein: In der ZDF-Media¬≠thek gibt es Die K√§n¬≠gu¬≠ru-Chro¬≠ni¬≠ken als Spiel¬≠film zu sehen. Der Film ist am 5. M√§rz 2020 in den Kinos ange¬≠lau¬≠fen. Aber Sie wis¬≠sen ja wahr¬≠schein¬≠lich noch, was ein paar Tage sp√§¬≠ter geschah. Ab Anfang April 2020 konn¬≠te man den Strei¬≠fen dann bei einem bekann¬≠ten Inter¬≠net-Ver¬≠sand¬≠h√§nd¬≠ler gegen Geld anschau¬≠en. Und nun eben ganz ohne Geld beim ZDF. Die etwas tra¬≠gi¬≠sche Kino¬≠start-Geschich¬≠te √§ndert aber nichts dar¬≠an, dass der Film selbst wirk¬≠lich sehr sch√∂n und lus¬≠tig ist. Dar¬≠um geht es: Der Klein¬≠k√ľnst¬≠ler und Autor Marc-Uwe Kling √∂ff¬≠net sei¬≠ne Woh¬≠nungs¬≠t√ľr, davor steht ein K√§n¬≠gu¬≠ru, das gera¬≠de gegen¬≠√ľber ein¬≠ge¬≠zo¬≠gen ist und Pfann¬≠ku¬≠chen backen m√∂ch¬≠te. Und das ist der Beginn einer wun¬≠der¬≠ba¬≠ren Freundschaft.

+++ Von mir, Con¬≠stan¬≠ze Busch, gibt es auch eine Emp¬≠feh¬≠lung aus der ZDF-Media¬≠thek: Jules Ver¬≠nes Roman In 80 Tagen um die Welt als Mini¬≠se¬≠rie. Kos¬≠t√ľ¬≠me, Dreh¬≠or¬≠te und Sze¬≠nen sind mit viel Lie¬≠be gestal¬≠tet. Bei den Figu¬≠ren haben sich die Autor:innen ein wenig k√ľnst¬≠le¬≠ri¬≠sche Frei¬≠heit gegen¬≠√ľber dem Ori¬≠gi¬≠nal erlaubt. Des¬≠halb wer¬≠den Gen¬≠tle¬≠man Phi¬≠leas Fogg und sein Die¬≠ner Pas¬≠se¬≠par¬≠tout auf ihrer aben¬≠teu¬≠er¬≠li¬≠chen Rei¬≠se von einer Jour¬≠na¬≠lis¬≠tin beglei¬≠tet, die bei Jules Ver¬≠ne nicht vor¬≠kommt. Sie ist nat√ľr¬≠lich die heim¬≠li¬≠che Hel¬≠din der acht Episoden.

+++ Edi¬≠na Hojas w√ľr¬≠de Ihnen gern einen Text emp¬≠feh¬≠len, den Essay Allein von Dani¬≠el Schrei¬≠ber. Wor¬≠um es geht? Das kommt dar¬≠auf an, wen man fragt. Der Autor sagt: Es ist ein Buch √ľbers G√§rt¬≠nern, Wan¬≠dern und Stri¬≠cken gewor¬≠den. Edi¬≠na Hojas sagt: Das stimmt ein biss¬≠chen, aber es geht auch um das √ľber¬≠kom¬≠me¬≠ne Kon¬≠strukt der roman¬≠ti¬≠schen Zwei¬≠sam¬≠keit und um die Bedeu¬≠tung von Freund¬≠schaf¬≠ten. Also sei¬≠en Sie gespannt. Die ande¬≠ren B√ľcher von Dani¬≠el Schrei¬≠ber hei¬≠√üen ‚ÄěN√ľch¬≠tern‚Äú und ‚ÄěZuhau¬≠se‚Äú. Und da gleich noch ein Tipp von Edi¬≠na Hojas: Las¬≠sen Sie sich von den etwas schwer¬≠m√ľ¬≠ti¬≠gen Titeln nicht abschre¬≠cken. Sie hat sie alle gele¬≠sen und ist sehr ange¬≠tan von der ermu¬≠ti¬≠gen¬≠den Kraft und Ehr¬≠lich¬≠keit, die in den Essays stecken.

+++ Von mir, Ralf Hei¬≠mann, kommt auch etwas zum Lesen, au√üer¬≠dem eine Musik- und eine Film¬≠emp¬≠feh¬≠lung. Mein Buch¬≠tipp des Jah¬≠res ist ‚ÄěDie Ano¬≠ma¬≠lie‚Äú von Her¬≠v√© le Tel¬≠lier. Ein Flug¬≠zeug lan¬≠det, eini¬≠ge Mona¬≠te sp√§¬≠ter lan¬≠det es zum zwei¬≠ten Mal, es gibt die Men¬≠schen jetzt dop¬≠pelt. Einer ist schon gestor¬≠ben, er hat sich umge¬≠bracht. Einer liegt schwer¬≠krank im Ster¬≠ben. Nie¬≠mand hat eine Erkl√§¬≠rung. In Frank¬≠reich hat das Buch den Prix Gon¬≠court gewon¬≠nen, als Roman des Jah¬≠res. Die musi¬≠ka¬≠li¬≠sche Ent¬≠de¬≠ckung der letz¬≠ten Mona¬≠te war f√ľr mich die ame¬≠ri¬≠ka¬≠ni¬≠sche Band Khru¬≠ang¬≠bin, hier ein Ein¬≠druck. Und ich hat¬≠te es schon mal erw√§hnt: Wenn Sie noch kei¬≠nen Stadt¬≠b√ľ¬≠che¬≠rei-Aus¬≠weis haben, dann √ľber¬≠le¬≠gen Sie sich, ob die 24 Euro im Jahr sich nicht loh¬≠nen k√∂nn¬≠ten. Sie bekom¬≠men Zugang zum Strea¬≠ming¬≠dienst Film¬≠friend, k√∂n¬≠nen √ľber die App Press¬≠rea¬≠der 6.000 Zei¬≠tun¬≠gen und Maga¬≠zi¬≠ne t√§g¬≠lich lesen, die Washing¬≠ton Post, den Tages¬≠spie¬≠gel, die NZZ, den Guar¬≠di¬≠an, dazu Dut¬≠zen¬≠de Regio¬≠nal¬≠zei¬≠tun¬≠gen. √úber die App Onlei¬≠he k√∂n¬≠nen Sie t√§g¬≠lich in die SZ, die FAZ, die Zeit, vie¬≠le Maga¬≠zi¬≠ne und Tau¬≠sen¬≠de von B√ľchern schau¬≠en. Und dann noch eine Film¬≠emp¬≠feh¬≠lung: ‚ÄěIch bin dein Mensch‚Äú von Marie Schra¬≠der, zu fin¬≠den in der ARD-Media¬≠thek. Ganz wun¬≠der¬≠bar. Und viel¬≠leicht noch als Anreiz: Seit ges¬≠tern steht der Film auf der Short¬≠list f√ľr den Oscar.

+++ Wir blei¬≠ben beim Film, mit einer ganz fri¬≠schen Emp¬≠feh¬≠lung von Johan¬≠ne Burk¬≠hardt: Ab heu¬≠te l√§uft im Cine¬≠ma die Ver¬≠fil¬≠mung von Haru¬≠ki Mura¬≠ka¬≠mis Kurz¬≠ge¬≠schich¬≠te ‚ÄěDri¬≠ve My Car‚Äú. Es geht um einen alko¬≠hol¬≠s√ľch¬≠ti¬≠gen Regis¬≠seur, der sei¬≠nen F√ľh¬≠rer¬≠schein ver¬≠lo¬≠ren hat und sich nun von einer jun¬≠gen Frau fah¬≠ren l√§sst. Davon ist er am Anfang nicht son¬≠der¬≠lich begeis¬≠tert. Aber die bei¬≠den f√ľh¬≠ren dann doch schnell tief¬≠gr√ľn¬≠di¬≠ge Gespr√§¬≠che mit¬≠ein¬≠an¬≠der. Und f√ľr den Fall, dass Ihnen der Film beson¬≠ders gut gef√§llt, emp¬≠fiehlt Johan¬≠ne Burk¬≠hardt auch noch ihren Lieb¬≠lings¬≠ro¬≠man von Haru¬≠ki Mura¬≠ka¬≠mi: Kaf¬≠ka am Strand. Hier gibt es eine Lese¬≠pro¬≠be.

+++ Zum Schluss noch ein Ver¬≠an¬≠stal¬≠tungs¬≠tipp, der gleich¬≠zei¬≠tig eine Geschenk¬≠idee f√ľr die aller¬≠letz¬≠te Sekun¬≠de ist: Das Stadt¬≠en¬≠sem¬≠ble ver¬≠an¬≠stal¬≠tet wie¬≠der Spa¬≠zier¬≠g√§n¬≠ge, bei denen Men¬≠schen auf Kul¬≠tur¬≠schaf¬≠fen¬≠de tref¬≠fen. Es sind Zwei¬≠er¬≠be¬≠geg¬≠nun¬≠gen, in denen es um die Fra¬≠ge geht: Wie rele¬≠vant ist Kunst? So erkl√§rt sich der Name die¬≠ses Ver¬≠an¬≠stal¬≠tungs¬≠for¬≠mats: Sys¬≠tem¬≠re¬≠le¬≠van¬≠zier¬≠gang. Wei¬≠te¬≠re Infos und Tickets bekom¬≠men Sie hier.

Das war es f√ľr die¬≠ses Jahr von uns. Am 4. Janu¬≠ar schrei¬≠ben wir Ihnen wie¬≠der. Bis dahin w√ľn¬≠schen wir Ihnen sch√∂¬≠ne Weih¬≠nachts¬≠ta¬≠ge und eine ruhi¬≠ge Zeit.

Herz¬≠li¬≠che Gr√ľ√üe

Con­stan­ze Busch und Ralf Heimann

PS

Um mit Nach¬≠rich¬≠ten die Auf¬≠merk¬≠sam¬≠keit von Men¬≠schen zu bekom¬≠men, muss der Inhalt spek¬≠ta¬≠ku¬≠l√§r sein. Die Mel¬≠dung ‚ÄěM√ľns¬≠te¬≠ra¬≠ner gewinnt 1,5 Mil¬≠li¬≠ar¬≠den Euro bei spa¬≠ni¬≠scher Lot¬≠te¬≠rie‚Äú erf√ľllt die¬≠ses Kri¬≠te¬≠ri¬≠um. Ein¬≠zi¬≠ges Pro¬≠blem: Sie ist falsch. Die Nach¬≠richt kam ges¬≠tern √ľber einen Mes¬≠sen¬≠ger bei uns an. Und ein h√§u¬≠fi¬≠ges Pro¬≠blem mit Nach¬≠rich¬≠ten, die √ľber einen Mes¬≠sen¬≠ger ankom¬≠men, ist: Sie sind nicht kom¬≠plett falsch, son¬≠dern stim¬≠men so halb. Ein 52-j√§h¬≠ri¬≠ger M√ľns¬≠te¬≠ra¬≠ner hat bei einer spa¬≠ni¬≠schen Weih¬≠nachts¬≠lot¬≠te¬≠rie tat¬≠s√§ch¬≠lich gewon¬≠nen. Wenn man in die √úber¬≠schrift der dpa-Mel¬≠dung schaut, fragt man sich: Wie¬≠so denn 1,5 Mil¬≠li¬≠ar¬≠den Euro? Es sind doch viel mehr. Die √úber¬≠schrift lau¬≠tet: ‚ÄěJack¬≠pot von 2,4 Mil¬≠li¬≠ar¬≠den Euro! Deut¬≠scher sahnt bei spa¬≠ni¬≠scher Weih¬≠nachts¬≠lot¬≠te¬≠rie ab‚Äú. Die Deut¬≠sche Wel¬≠le macht den eng¬≠lisch¬≠spra¬≠chi¬≠gen Teil der Welt gera¬≠de mit die¬≠ser Nach¬≠richt ver¬≠traut. Ihre √úber¬≠schrift lau¬≠tet: ‚ÄěSpain‚Äôs Christ¬≠mas lot¬≠te¬≠ry win¬≠ners share ‚ā¨2.4 bil¬≠li¬≠on‚Äú. Bil¬≠li¬≠on? Geht es hier also doch um etwas mehr als um eine Klei¬≠nig¬≠keit? Nein, ‚Äěbil¬≠li¬≠on‚Äú ist das eng¬≠li¬≠sche Wort f√ľr Mil¬≠li¬≠ar¬≠de. Aber man ahnt schon, wie es mit der in ver¬≠schie¬≠de¬≠ne Rich¬≠tun¬≠gen √ľber¬≠setz¬≠ten Nach¬≠richt wei¬≠ter¬≠ge¬≠hen k√∂nn¬≠te. Und falls Ihnen √ľber die Weih¬≠nachts¬≠ta¬≠ge jemand erz√§h¬≠len soll¬≠te, ein M√ľns¬≠te¬≠ra¬≠ner habe bei einer spa¬≠ni¬≠schen Lot¬≠te¬≠rie 3,8 Tril¬≠li¬≠ar¬≠den Euro abge¬≠sahnt, das hier ist die rich¬≠ti¬≠ge Ver¬≠si¬≠on: Der Mann gewann den zwei¬≠ten Preis, und der f√§llt lei¬≠der etwas schma¬≠ler aus. Der Mann muss jetzt zuse¬≠hen, wie er mit den 1,25 Mil¬≠lio¬≠nen, die ihm aus Spa¬≠ni¬≠en √ľber¬≠wie¬≠sen wer¬≠den, noch schnell ein paar Weih¬≠nachts¬≠ge¬≠schen¬≠ke zusam¬≠men¬≠be¬≠kommt. Kei¬≠ne leich¬≠te Auf¬≠ga¬≠be. F√ľr das Geld bekommt man ja nicht mal einen Musik-Cam¬≠pus. Wir hof¬≠fen trotz¬≠dem, dass es dem Mann gelingt. Aber vor allem von uns: Herz¬≠li¬≠chen Gl√ľckwunsch!