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Gasometer neu programmiert | Musik-Campus in der Warteschleife | RUMS 30 Tage kostenlos testen


Münster, 18. Januar 2022
die Stadtwerke haben jetzt einen Vorschlag dazu gemacht, wie es am Gasometer weitergehen könnte. Der Verein Sozialpalast würde das Gelände gerne weiterhin mieten, um dort einen Ort für Kunst, Kultur und Begegnungen zu etablieren. Darüber hatten wir im RUMS-Brief berichtet. Die Stadtwerke bieten an: Mietvertrag bis Ende März, mit Aussicht auf Verlängerung, so erklärte es uns gestern ein Stadtwerke-Sprecher. Das ist nicht ganz das, was der Verein und das Kollektiv „Gazo bleibt!“ sich vorstellen. Sie würden gerne länger bleiben, mindestens für ein Jahr, um währenddessen ein Konzept für die Zeit danach vorbereiten zu können. Man wird sich noch einigen müssen. Unterschrieben sei noch nichts, teilte der Verein gestern knapp mit.
Parallel dazu hat die Stadtverwaltung ein Papier veröffentlicht, aus dem hervorgeht, wie die Stadtwerke sich die Zukunft des Ortes vorstellen. Sie würden das Gelände am liebsten verkaufen, aber im Moment könnte man mit dem Grundstück so gut wie nichts anfangen. Der Gasometer und das Pumpenhaus stehen unter Denkmalschutz. Und der Bebauungsplan steht im Weg. Er müsste geändert werden. Das soll in der Ratssitzung am 9. Februar passieren.
Und nicht nur das soll in der Ratssitzung beschlossen werden. Es soll auch um den Musik-Campus gehen, um den sich in den politischen Diskussionen in der Stadt im Moment alles dreht. Die zentrale Frage ist die der Finanzierung. Aber das ist auch eine der Fragen, auf die es keine guten Antworten gibt. Kann das alles bis zum 9. Februar gelöst werden? Und was, wenn nicht? Das erklären wir heute im RUMS-Brief.
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Herzliche Grüße
Ralf Heimann
PS
Im zweiten Corona-Winter müssen viele Schulklassen noch immer ohne Luftfilter auskommen. Geld wäre da, aber das Land Nordrhein-Westfalen fördert die Filter nur, wenn die Klassenräume nicht gelüftet werden können. Und irgendein Fenster lässt sich dann ja doch meistens öffnen. Das bedeutet zurzeit, es ist kalt in der Schule. Eine Mutter, deren Kinder in Münster auf eine Grundschule und ein Gymnasium gehen, schreibt uns, sie habe ihren Kindern für den Klassenraum statt Hausschuhen Winterstiefel gekauft. „Ich finde es irrwitzig, wie warm man die Kinder für den Unterricht anziehen muss“, schreibt sie. Das finden auch zwei Elternverbände. Sie kritisieren, dass das Land im Kampf gegen Corona noch immer auf offene Fenster setzt. Darauf aufmerksam machen wollen sie mit einem Wettbewerb. Sie suchen die kälteste Klasse in Nordrhein-Westfalen. Durch die Aktion ist die Stimmung zunächst allerdings noch etwas eisiger geworden. Die Schulpolitikerin Franziska Müller-Rech hält den Wettbewerb für eine „makabre Aktion“. Wenn man richtig lüfte, helfe das natürlich gegen Corona, und es werde auch nicht kalt, schreibt sie. Franziska Müller-Rech sitzt für die FDP im Landtag. Das ist die Partei, die auch das Schulministerium stellt. Und das wiederum hat nicht nur Ärger mit den Eltern, sondern auch mit den Lehrkräften. Die kritisieren, dass es zum Präsenzunterricht keinen Plan B gebe. Denn nicht nur die Fenster sollen offen bleiben, sondern auch die Schulen. Und damit bleiben es auch viele Fragen. Diese Fragen können Sie der Schulministerin jetzt stellen, über dieses Formular bei Antenne Münster. Und immerhin das ist doch, na ja, ganz cool.