Busfahrermangel: Kann man nicht einfach mehr zahlen? | Wohnungsnot: 50 Jahre nach der F24-Rettung – eine Bestandsaufnahme | Unbezahlte Werbung: Tom & Polly

Porträt von Ralf Heimann
Mit Ralf Heimann

Guten Tag,

weil die Stadtwerke Münster kein Personal finden, haben sie mehrere Buslinien eingestellt. Und da, wo die Busse noch fahren, kommen sie jetzt nicht mehr alle 20 Minuten, sondern nur zweimal pro Stunde. Die Frage ist: Hätte man das verhindern können?

Der Verkehrsclub Deutschland, kurz VCD, denkt: ja, schon. In einer Stellungnahme schreibt der Verband, der Personalschwund sei „in weiten Teilen vorhersehbar“ gewesen.

Dass viele Menschen, die Busse steuern, bald in den Ruhestand gehen, dürfe den Verantwortlichen schon lange bewusst sein, heißt es in dem Schreiben. Aber das sei nicht alles. Busfahrerinnen und Busfahrer hätten die Stadtwerke „dem Vernehmen nach wegen attraktiverer Arbeitsbedingungen“ in Richtung privater Busunternehmen verlassen.

Linken-Fraktionschef Ulrich Thoden sieht die Verantwortung ebenfalls in der Unternehmensspitze der Stadtwerke. Er sagt laut einer Pressemitteilung seiner Partei: „Die Taktverdünnungen sind ein Offenbarungseid und das Ergebnis einer hausgemachten, völlig verfehlten Personalpolitik bei den Stadtwerken.“ Weder habe das Unternehmen in den 2010er-Jahren mehr Buspersonal eingestellt, noch habe es zwischen 2016 und 2020 neues Personal ausgebildet.

Wenn das so weitergehe, werde sich im Winter auch der Halbstundentakt nicht mehr halten lassen, sagt Thoden. Aber wie könnte man das Problem lösen?

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