Preußen Münster: Wo bleibt das Frauen-Team? | Knappe Flächen: drei Szenarien für 2045 | Spargel- und Erdbeerstände

Porträt von Svenja Stühmeier
Mit Svenja Stühmeier

Münster, 26. Mai 2023

als Reaktion auf die kürzlich vom SC Preußen Münster veröffentlichte Studie darüber, wie gut der Verein der Stadt tut, hat die FDP eine Pressemitteilung veröffentlicht. Ist ja schön, mal ganz offiziell festgehalten zu haben, wie positiv der ökonomische Einfluss Preußen Münsters so ist, findet Simon Haastert (das Internet hinterfragt diese Studie allerdings, unter anderem das Fanmagazin „100ProzentMeinSCP“). Was den Verein seiner Meinung nach allerdings noch toller machen würde: eine Abteilung für Mädchen und Frauen.

Ja, Mensch, Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht. Also, in diesem Fall eben besagte Trainingsmöglichkeiten für Fußballerinnen bei Münsters frischgebackenem Drittligisten. Zugegeben, neu ist das Thema nicht. Das macht’s aber nicht besser, eher schlimmer. Es zeigt im Kleinen auf, wie ungleich Männer- und Frauenfußball behandelt werden.

Auch wenn ich absolut keine Ahnung davon habe, was guten Fußball ausmacht, lehne ich mich einfach mal aus dem Fenster und schreibe: Das liegt nicht daran, dass Frauen schlechter spielen als Männer. Der Trainer einer Frauenfußballmannschaft, der auch Fußballmanagement studiert hat, hat mir mal erzählt: Frauen haben andere Voraussetzungen als Männer, im Prinzip kann man die beiden Sportarten gar nicht miteinander vergleichen.

Deswegen brauchen Frauen auch die für sie passenden Trainingsmethoden. Weil Männer schon seit dem 19. Jahrhundert professionell gegen Bälle treten, der DFB das Frauen aber bis 1970 verboten hat und es bis heute eben erhebliche Einschränkungen für sie gibt (zum Beispiel, dass keine Mädchen- und Frauenmannschaften in Vereinen existieren), sind die Trainingsmethoden für Frauen längst nicht so gut entwickelt wie die für Männer.

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