Mehr Tampons auf Münsters Toiletten | Debatte um öffentliches Geld, aber bitte ohne Öffentlichkeit | RUMS auf dem Hammer-Straßen-Fest

Porträt von Svenja Stühmeier
Mit Svenja Stühmeier

Guten Tag,

ich freue mich richtig über Nachrichten wie diese: Am Schlaun-Gymnasium gibt’s jetzt kostenfreie Menstruationsprodukte. Vor einem knappen Jahr hat der Rat beschlossen, dass man mal schauen will, wie solche Spender wohl in Schulen, sozialen Einrichtungen und Jugendzentren ankommen. Nach intensiver wissenschaftlicher Projektbegleitung kann man jetzt sagen: gut.

Nein, Spaß. Die gab’s soweit ich weiß nicht. Laut Pressemitteilung hat es aber „durchweg positive Rückmeldungen“ aus den Einrichtungen gegeben. Was ja auch irgendwie logisch ist, siehe Kommentar von Schlaun-Schulleiterin Sabine Langenberg: „Hygieneprodukte wie Tampons und Binden sollten in der Schule so selbstverständlich sein wie Toilettenpapier oder Seife.“

Dass Menstruationsartikel an Münsters Schulen und in anderen Einrichtungen immer sichtbarer werden, ist eine tolle Entwicklung. Übrigens auch, dass die Spender Tampons in verschiedenen Größen ausgeben. Körper haben nun einmal unterschiedliche Formen und Blutungen fallen unterschiedlich stark aus.

Und wenn sowas ganz selbstverständlich auf von vielen genutzten Toiletten aushängt, fällt sicherlich auch der eine oder andere beschämte Gang dorthin mit möglichst dezent in der Faust platziertem Tampon weg. Weil, naja, dann ist da ja noch die Sache mit den fehlenden Taschen an Kleidung aus der Damenabteilung.

Aber das ist ein anderes Thema. Zurück zur Menstruation. Die macht keinen Spaß, sie ist kein feministisches Statement, sie ist kein frei wählbares Extra im Leben von Menschen mit Uterus. Frei zugängliche Menstruationsartikel sind nicht nur praktisch, sondern machen Körper sichtbar, die nicht dem männlichen Stereotyp entsprechen.

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