Die RUMS-Schwerpunkte

RUMS beschäf­tigt sich mit man­chen The­men beson­ders inten­siv, weil wir sie für beson­ders rele­vant hal­ten. Das sind unse­re Schwer­punk­te. Stadt-Geschich­ten, die wir kon­ti­nu­ier­lich beob­ach­ten, hin­ter­fra­gen und fort­schrei­ben.

Streit um den Hafen: Wer bestimmt, wie die Stadt wächst?

Es soll­te ein Ein­kaufs­zen­trum wer­den. Ein gro­ßer Super­markt am Hafen. Mit viel Gegen­wind hat­ten die Inves­to­ren nicht gerech­net. Doch sie irr­ten. Die Bewoh­ner wehr­ten sich. Es for­mier­te sich Wider­stand. Sie zogen vor Gericht und stopp­ten den Bau. Aus dem Bau-Pro­jekt ist längst ein Poli­ti­kum gewor­den. In Wirk­lich­keit geht es dabei nicht um ein Ein­kaufs­zen­trum, son­dern eine viel grö­ße­re Fra­ge: Wie viel Macht haben die Bürger:innen?

Der Musik-Campus: Welche Kultur wollen wir?

Seit 80 Jah­ren dis­ku­tiert die Stadt über ein neu­es Kon­zert­haus. Die letz­te gro­ße Debat­te vor 13 Jah­ren schei­ter­te an einem Bür­ger­ent­scheid. 70 Pro­zent der Münsteraner:innen woll­te kei­ne Musik-Hal­le fürs Bil­dungs­bür­ger­tum. Die neue Idee ist in Deutsch­land ein­zig­ar­tig: Die Musik­hoch­schu­le, die städ­ti­sche Musik­schu­le und das Sin­fo­nie­or­ches­ter sol­len auf einen gemein­sa­men Cam­pus zie­hen. Das Pro­jekt ist beschlos­sen. Aber vie­le Fra­gen sind offen: Wo soll der Musik-Cam­pus ste­hen? Wer soll das alles bezah­len? Und kann Müns­ter von ande­ren Städ­ten etwas ler­nen?

Frauen in Führung: Wie weiblich ist Münster?

Auf dem Papier sind Män­ner und Frau­en gleich­be­rech­tigt. Doch die Rea­li­tät sieht noch immer anders aus. An der Spit­ze von Unter­neh­men sind Frau­en wei­ter­hin eher die Aus­nah­me. In poli­ti­schen Ämtern stel­len sie eine Min­der­heit. Und als wäh­rend der Coro­na-Kri­se die Kin­der zu Hau­se unter­rich­tet wer­den muss­ten, küm­mer­ten sich vor allem Frau­en dar­um. Dabei gibt es Unter­schie­de. Auf dem Land prä­gen die alten Rol­len­bil­der das Leben noch immer stär­ker. Aber wo steht Müns­ter eigent­lich, wenn es um die Gleich­stel­lung der Geschlech­ter geht? Ist es eine klei­ne Groß­stadt? Oder doch eher eine gro­ße Klein­stadt?