Beitrag
Titelbild_Hinter_den_Haustueren_Teil_Zwei_trenner_01

Hinter den Haustüren, Zweiter Teil

Die Annette-Allee ist die teuerste Straße Münsters. Aber wer kann sich dieses Leben eigentlich leisten? Sven Fröhlich hat an acht Türen geklingelt.

von Sven Fröhlich

Vor einigen Jahren, erzählt ein Bewohner der Straße, habe die Sparkasse in Münster damit geworben, an der Annette-Allee zu wohnen. Wer hier lebe, so die Botschaft, der habe es geschafft. Stadtrundfahrten führen regelmäßig durch die Fahrradstraße, und wer dann zufällig im Garten steht, hört über sich reden: Hier wohnen die Reichen.

Die Annette-Allee führt auf knapp 900 Metern vom Kardinal-von-Galen-Ring zur Himmelreichallee, vorbei an kastigen, brutalen Häuserklötzen und liebevoll gepflegten Vorgärten, vorbei am Zentralfriedhof und alten Mietwohnungen. Wir haben an Dutzenden Haustüren geklingelt, acht Bewohnerinnen und Bewohner an der Annette-Allee haben aufgemacht. Wir nennen nur ihre Vornamen und nicht ihre Hausnummern, ein bisschen Privatsphäre muss bleiben. Sie erzählen, wie sie leben. Warum sie hier leben. Und weshalb sich der Wandel der Straße an Sonnenblumenkernschalen ablesen lässt.

Brigitte und Hans-Dieter

Artikel lesen?

RUMS 6 Monate lang für 1 Euro testen.