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quartierstreff

Der Kampf um die Alte Post

Seit Monaten weigert sich in Berg Fidel eine Mieterinitiative, ihre Räume zu verlassen. In der Auseinandersetzung mit dem Wohnungskonzern LEG geht es längst um mehr als um eine Kündigung. 

von Karim Natour • Lektorat: Maria Schubarth • Fotos: Nike Korioth

Ein Dienstagnachmittag Anfang Mai. In einem kleinen Bungalow am Rincklakeweg warten die Aktivisten von der Stadtteilgewerkschaft „Berg Fidel Solidarisch“. An der großen Fensterwand hängen, gut sichtbar, zwei Blätter mit Ziffern darauf. Sie zeigen die Zahl 35. Seit so vielen Tagen müssten sie hier eigentlich raus sein. Zum 31. März 2026 hätte die Initiative die Räume verlassen müssen.

Die Scheibe ist zugeklebt mit Unterstützungsstatements von Parteien und politischen Gruppen, daneben Presseberichte, Einladungen zu Demonstrationen, Fotos von Protestständen. Draußen ein Aufsteller mit einem Schild: „Mietberatung 17–19 Uhr“.

Die Tür ist offen. Jeder kann hereinkommen, jeder ist willkommen. Wie jeden Dienstag sitzen die Aktivisten in dem Raum und warten. Die meisten von ihnen wohnen in den umliegenden Häusern.

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