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Carl Severin Seibert steht im Talar in der Sakristei des Priesterseminars in Münster.

Die Letzten ihrer Art

Im Borromaeum am Domplatz lebten früher 300 Priesteranwärter. Heute sind es noch zehn. Jakob Milzner von der Reportageschule Reutlingen hat zwei von ihnen besucht.

von Jakob Milzner • Redaktion: Ralf Heimann • Fotos: Merle Trautwein

Das Bischöfliche Priesterseminar Borromaeum liegt an einer Stichstraße zwischen Landesmuseum und Marktcafé. Geht man hinein, passiert man eine Pforte, hinter der sich ein Hof mit Parkplätzen und einem Kastanienbaum öffnet, eingerahmt von den Flügeln des kasernenartigen Gebäudes, die Fenster schauen hinaus auf den Hof.

Aus jedem Zimmer kann man sehen, wer kommt und wer geht; am besten ist der Blick aus der Wohnung des Regens, der das Priesterseminar leitet. Seine Zimmer liegen gleich über dem Haupteingang.

Seit 170 Jahren bildet das Bistum Münster an diesem Ort seine Priester aus, seit ungefähr 30 auch die der Bistümer Essen und Osnabrück. Zu Hochzeiten lebten hier etwa 300 Priesterkandidaten. Manchmal gab es so viele Bewerber, dass nicht alle einen Platz bekamen. Heute sind es noch zehn.

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