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2026-08-17_RUMS_WLE_Bahnstrecke_03_Nikolaus Urban

„Der Drops ist gelutscht“

Die Bahnstrecke zwischen Münster und Sendenhorst soll für den Personenverkehr reaktiviert werden. Doch das Projekt zieht sich seit Jahren hin. Warum dauert das so lange?

von Marc Dimpfel • Fotos: Nikolaus Urban

Jan Bückmann steht im Regen, vor ihm das Gleisbett, das seine Nachbarschaft durchtrennt. Bald sollen hier Personenzüge rollen, alle zehn Minuten, von 5:30 Uhr bis 22:30 Uhr. Bückmann kämpft gegen diese Züge, gegen den geplanten Haltepunkt in Angelmodde im Osten Münsters, mehr Dorf als Stadtteil. Er kämpft gegen die sogenannte WLE-Strecke. Und er ist im Begriff, zu verlieren.

Eigentlich heißt Bückmann anders. Er möchte nicht, dass sein Name öffentlich wird. Dann würde man ihn im Internet als Egoisten beschimpfen, als Eisenbahngegner, so befürchtet er.

Einmal habe ihn jemand auf seinem Privattelefon angerufen und eine Dreiviertelstunde über die angeblichen Vorzüge der Schiene zugetextet. Bückmann fühlt sich weder von der Lokalpresse ernst genommen noch von der Lokalpolitik. Dabei nimmt er nur seine Rechte wahr. So sieht er das.

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