Fünf Stunden

Die Echt­zeit­re­por­ta­ge eines beson­de­ren Wahl­abends.

Text: NILS DIETRICH, KATRIN JÄGER & SEBASTIAN STACHORRA
Fotos: NIKOLAUS URBAN

Der Wahl­tag in Müns­ter ist vor­bei. Er war in vie­ler­lei Hin­sicht beson­ders. Nicht nur, weil er zum Ergeb­nis hat­te, dass es am 27. Sep­tem­ber eine Stich­wahl zwi­schen dem amtie­ren­den Ober­bür­ger­meis­ter Mar­kus Lewe (44,6 Pro­zent) und dem Grü­nen-Her­aus­for­de­rer Peter Todes­ki­no (28,5 Pro­zent) geben wird. Er war auch des­halb beson­ders, weil er unter Coro­na-Bedin­gun­gen statt­fand. Weder die Organisator:innen und Politiker:innen noch die Reporter:innen wuss­ten, wie es sein wür­de, wenn am gro­ßen Wahl­tag die Gäs­te­zah­len beschränkt wer­den, wenn Inter­views mit Abstand oder Mas­ken gege­ben wer­den müs­sen und wenn sich die Sie­ger nicht unbe­fan­gen umar­men dür­fen. Für uns Journalist:innen bestand die Schwie­rig­keit vor allem dar­in, an vie­len Orten gleich­zei­tig zu sein, denn es gab meh­re­re Räu­me, in denen Bürger:innen, Pres­se und Par­tei­en live die Ergeb­nis­se mit­ver­fol­gen konn­ten. Wir schwärm­ten also aus und pro­to­kol­lier­ten den Wahl­abend qua­si in Echt­zeit. Es ging uns dabei nicht nur um die Ergeb­nis­se, die Sie jeder­zeit und ganz in Ruhe hier nach­le­sen kön­nen. Es ging uns dabei um die Dra­ma­tur­gie eines ganz beson­de­ren Abends. Für uns begann er um 17.37 Uhr. Und er ende­te genau fünf Stun­den später. 

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