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Ein Geflüchteter aus dem Iran

Lieber tot als zurück

Ein junger Mann möchte leben. In seiner iranischen Heimat ist das nicht möglich. Woanders auch nicht. Am Ende versucht er, sich umzubringen – obwohl er nicht sterben möchte. Die Geschichte eines Menschen, der nie nach Deutschland wollte.

von Andreas Holzapfel • Redaktion: Constanze Busch und Ralf Heimann • Fotos: Laura Schenk

Warnhinweis

In diesem Text werden ein Suizidversuch und selbstverletzende Handlungen, Kriegshandlungen, Gewalt, Flucht und Abschiebung sowie ein Hungerstreik geschildert. Bei manchen Menschen können diese Themen negative Reaktionen auslösen. Bitte seien Sie achtsam, wenn das bei Ihnen der Fall ist.

Shaky kramt die Schachtel Beruhigungstabletten aus der Hosentasche. Er sitzt auf den Fliesen zwischen der Toilette und dem Waschbecken, die Tür hat er abgeschlossen. Er drückt ein paar Pillen aus der Verpackung und wirft sie sich in den Mund. Dann nimmt er das Messer. Als er fertig ist, steckt er sich eine Zigarette zwischen die Lippen. Er sitzt da und raucht. Er wartet. Irgendwann verliert er das Bewusstsein.

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