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Schweinejob
Vermittler versprechen jungen Vietnamesen eine Zukunft in Deutschland. Die zahlen Tausende Euro – und dürfen dann nur ein paar Monate im Schlachthof schuften.
Alles begann mit ein paar Videos auf TikTok. Eine Frau versprach einen Job, vier Jahre in einer deutschen Restaurantküche, für bis zu 3.000 Euro im Monat. Minh Phan schrieb sie an, er vertraute ihr. Knapp 14.000 Euro verlangte die Frau für einen Kochkurs und die Vermittlung. In Vietnam, wo der monatliche Durchschnittslohn bei 270 Euro liegt, müsste man dafür Jahre sparen. Phans Eltern nahmen einen Kredit auf, hinterlegten Haus und Motorrad als Sicherheit.
Minh Phan heißt eigentlich anders, er will zu seinem Schutz nur anonym sprechen. Er ist Mitte 20 und wuchs im Norden Vietnams mit sechs Geschwistern auf, die Mutter Straßenverkäuferin, der Vater Tagelöhner. So erzählt er es. Er selbst hat studiert und abgebrochen. Nun setzt seine Familie alles auf seine vier Jahre in Deutschland.
Im Januar 2025 landet Phan in Frankfurt, steigt in einen Bus. Er kennt hier keinen, versteht nichts, er weiß nur: Am Ende dieser Fahrt beginnt das bessere Leben. So hat es ihm die Frau versprochen, wie man in Chats nachlesen kann.
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