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Mann über Bord

3.600 Euro monatlich für ein 43-Quadratmeter-Apartment. Das sollte Joachim Schulz in einer Seniorenwohnanlage zahlen. Fast doppelt so viel wie vorher. Möglich wird das durch ein löchrig wirkendes Rechtssystem.

von Anna Niere • Redaktion: Ralf Heimann • Lektorat: Susanne Bauer • Titelfoto: Nikolaus Urban

Joachim Schulz ist kein Mann, der gerne streitet. Er ist pflegebedürftig, sitzt im Rollstuhl und ist einseitig gelähmt. Der 86-Jährige wollte Ruhe, Sicherheit und die Gewissheit, dass im Notfall jemand kommt und sich um ihn kümmert. Schulz war früher Versicherungsdirektor. Genügend Geld war da. Rund 4.500 Euro Rente im Monat. Deshalb entschied Schulz sich für einen Umzug aus Greven an eine der besten Adressen in der Region, wenn es um einen Lebensabend ohne Sorgen geht: die DKV-Residenz am Tibusplatz in Münsters Innenstadt.

DKV steht für Deutsche Krankenversicherung. Die Residenz trägt diesen Namen, weil sie ursprünglich zum Versicherungskonzern gehörte. Anfang Februar hat die Münchener Augustinum-Gruppe den Betrieb übernommen. Die Immobilie gehört weiterhin der DKV und behält auch ihren Namen.

In der Residenz am Tibusplatz, zwischen dem Theater und der Promenade, residiert man nicht einfach, man genießt das Leben wie auf einem „Kreuzfahrtschiff an Land“, so beschreibt Geschäftsführer Marco Wittebrock sein Haus im Gespräch mit RUMS.

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