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Münster, 17. August 2021
haben Sie die Bilder des Starkregens von 2014 noch im Kopf? Ich habe damals noch nicht in Münster gewohnt, erinnere mich aber sehr eindrücklich an das, was ich im Fernsehen und in der Zeitung sah: schwimmende Autos. Unterführungen, bis an die Decke gefüllt mit Wasser. Straßen, die plötzlich Seen glichen. Zwei Menschen starben. 24.000 Haushalte waren ohne Strom.
Das ist jetzt etwas mehr als sieben Jahre her. Ein „Jahrhundert-Unwetter“. Und doch wirken die Bilder von damals fast harmlos, verglichen mit denen aus Wuppertal, Aachen oder Ahrweiler. Münster hat bei den starken Regenfällen im Juli Glück gehabt. Aber durch den Klimawandel werden derartige Regenfälle häufiger auftreten. Und dann stellen sich mehrere Fragen: Wie gut ist die Stadt vor Hochwasser geschützt? Lässt sich eine Stadt vor so einem Hochwasser überhaupt schützen? Und wo sind die Schwachstellen?
Kurz gesagt: Ist Münster gut auf den nächsten Starkregen vorbereitet? Damit beschäftigen wir uns heute im RUMS-Brief. Außerdem geht es um die Schmähkampagne, mit der eine AfD-nahe und intransparente Gruppe auf Plakatwänden in ganz Deutschland die Grünen diffamiert.
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Herzliche Grüße
Ann-Marlen Hoolt
PS
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich habe in den letzten Tagen geschockt und fassungslos die Nachrichten aus Afghanistan verfolgt. Massen von Menschen versuchen das Land zu verlassen, darunter tausende Ortskräfte, die die Bundeswehr bei ihren Einsätzen unterstützt haben. Sie müssen um ihr Leben fürchten. Ich möchte ihnen ein Interview im ZDF-Heute Journal empfehlen. Hier hat ein ehemaliger Soldat besonders schonungslos geschildert, wie die Lage vor Ort aussieht. Und eine direkte Verbindung nach Afghanistan hat Titus Dittmann, der in der Provinz Herat mit seinem Hilfsprojekt Skate-aid Kinder und Jugendliche über das Skateboardfahren an Bildung herangeführt hat. Dittmann war selbst einige Male dort. Er schreibt bei Instagram, die Entwicklung in Afghanistan habe ihn schockiert, aber nicht wirklich überrascht. Sie habe sich schon länger abgezeichnet. Und Dittmann schreibt: „Egal, was in Afghanistan jetzt passiert: Mich beruhigt, dass unsere Mission ‘Wir machen Kinder stark!’ erfolgreich gewesen ist.“ Am Tag vorher hatte Dittmann öffentlich gemacht, dass er sich zurzeit wegen einer Krebserkrankung behandeln lässt. Wir drücken die Daumen, dass die Behandlung erfolgreich ist und wünschen gute Besserung!