Autofreie Weltreise | Häusliche Gewalt | RUMS kostenlos testen

Porträt von Constanze Busch
von Constanze Busch

Münster, 29. Januar 2021

wer in Münster unterwegs ist, ist offenbar ganz zufrieden mit der Verkehrssituation: Beim ADAC-Monitor „Mobil in der Stadt“ belegt Münster den ersten Platz. Einwohner:innen, Gäste und Pendler:innen in 29 deutschen Städten wurden für die Studie befragt, wie angenehm sie das Auto-, Bus- oder Radfahren und das Zufußgehen dort finden. Hier können Sie die Ergebnisse aller Städte nach Verkehrsmitteln aufgeschlüsselt anschauen. Münster schafft insgesamt 35 von 100 Pluspunkten, am zufriedensten sind hier die Fußgänger:innen mit 51 Prozent, bei den Radfahrer:innen sind es mit 41 Prozent etwas weniger.

Beim ÖPNV schafft Münster mit 38 Prozent nur den sechsten Platz, beim Auto dann wieder Platz eins. Allerdings liegt das wohl daran, dass man anderswo noch unzufriedener ist – für diese Bestplatzierung haben elf Prozent Zufriedenheit gereicht. In der städtischen Pressemitteilung zum ADAC-Monitor steht: „Da hat Münster offensichtlich so manches richtig gemacht“, freut sich Oberbürgermeister Markus Lewe. „Natürlich ist das Fahrrad ein sehr wichtiges Fortbewegungsmittel in unserer Stadt. Rund 40 Prozent der Wege werden ja mit dem Rad erledigt. Gleichzeitig wollen wir aber auch denen, die auf das Auto angewiesen sind, die Möglichkeit bieten, ihr Ziel gut zu erreichen.“ Kleiner Tipp: Vergleichen Sie die Pressemitteilung mal hiermit.

Autoarme Stadtkerne, neue Quartierskonzepte und City-Maut

Die politische Diskussion um die autofreie Innenstadt geht derweil weiter. Ann-Marlen Hoolt und Paul Oppermann haben für den heutigen RUMS-Brief Städte recherchiert, die autofreie oder autoarme Konzepte ausprobiert haben oder noch ausprobieren wollen.


Neuer RUMS-Beitrag

Der Bundesvorsitzende der Opferhilfe-Organisation „Weißer Ring“, Jörg Ziercke, hat im Dezember eine Bilanz des ersten Corona-Jahres vorgestellt. Und die zeigt leider genau das, was seit Beginn der Pandemie viele befürchtet haben: Zwischen Januar und Oktober haben zehn Prozent mehr Menschen, die häusliche Gewalt erlebt haben, beim Weißen Ring Hilfe gesucht als im selben Zeitraum 2019. Die Statistiken für November und Dezember liegen noch nicht vor. Jörg Ziercke geht allerdings davon aus, dass auch in diesem Zeitraum deutlich mehr Fälle registriert wurden. Die Schutzmaßnahmen und die dadurch ausgelösten wirtschaftlichen und psychischen Belastungen gehen schließlich weiter, immer mehr Menschen sind gereizt und leben beengt zusammen – Bedingungen, die leider häufig dazu führen, dass Menschen gewalttätig werden. „Wir müssen mit dem Schlimmsten rechnen“, sagte Ziercke.

Johanne Burkhardt hat für RUMS in den Frauenhäusern in Münster und Telgte nachgefragt, wie die Situation hier in der Region ist. Die Leiterinnen der Häuser haben ihr außerdem erzählt, was die Pandemie für Frauen bedeutet, die ihre gewalttätigen Partner verlassen möchten oder schon in ein Frauenhaus geflohen sind. All das steht im neuen RUMS-Beitrag.

Wenn Sie den Beitrag und den kompletten RUMS-Brief lesen möchten, schließen Sie doch einfach ein kostenfreies 30-Tage-Probeabo ab.

Am Dienstag schreibt Ihnen Ralf Heimann wieder. Ich wünsche Ihnen bis dahin ein schönes Wochenende, passen Sie auf sich auf.

Herzliche Grüße

Constanze Busch

Mitarbeit: Ralf Heimann, Ann-Marlen Hoolt, Paul Oppermann.
Transparenzhinweis: Paul Oppermann arbeitet in der Fridays-for-Future-Bewegung mit.


PS

Zum Abschluss noch ein Fernsehtipp, allerdings in eigener Sache: Der WDR berichtet morgen Abend in seiner Kultursendung Westart über RUMS. Das Fernsehteam hat uns dazu vor ein paar Tagen in Münster besucht, und zwar in unserem neuen Büro gegenüber vom Theater. Einziehen werden wir dort allerdings erst im Februar. In dieser Ankündigung steht, worum es in dem Beitrag geht. Westart beginnt morgen um 18:15 Uhr. Und falls Sie da keine Zeit haben, keine Sorge, danach ist der Beitrag in der Mediathek zu finden.

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