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- Kurzbrief von Svenja Stühmeier
Der Staufenplatz wird aufgemöbelt | Unbezahlte Werbung: Weine bei Trio | 6 Monate RUMS für einen Euro

Guten Tag,
so richtig Begeisterung hat der Abriss des alten Eckhauses am Staufenplatz ja nicht hervorgerufen. Als es vor zwei Jahren so weit war, stand das zumindest so in den Westfälischen Nachrichten. Aber wenn man schon etwas neu machen muss, dann kann man das ja zum Anlass nehmen, auch an anderen Stellen nach Renovierungsbedarf Ausschau zu halten.
Das ungefähr war wohl auch die Idee einiger Leute, die den Staufenplatz regelmäßig nutzen. Es wäre doch nett, ihn jetzt, da der Neubau quasi steht, nicht nur wiederherzustellen, sondern ihn gleich etwas aufzuhübschen.
Soweit kein ungewöhnlicher Gedanke. Ungewöhnlich ist allerdings, dass sie mit 20.000 Euro zur Stadt gegangen sind, damit der Gedanke auch umgesetzt wird.
Moment. Seit wann bezahlen denn Bürger:innen die Renovierung öffentlicher Plätze?
Vielleicht kennen Sie ja die ein oder andere gespendete Bank. Dass Spender:innen aber größere Beträge geben, um ganze Plätze umzugestalten, sei selten, schreibt uns ein Sprecher der Stadt.
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Er schreibt auch: Weil die Stadtkasse so gut wie leer ist, würden Plätze in Münster eigentlich nur umgestaltet, wenn Dinge wie die Oberfläche oder Kanäle saniert werden. Es gebe nur noch Geld für kleinere Reparaturen im städtischen Haushalt, das reiche aber nicht für eine Rundumerneuerung. Dafür müsse man dann Fördermittel beantragen – oder es kommen ein paar Anwohner:innen vorbei, die Geld schenken.
Komplett erneuert werden muss der Staufenplatz freilich nicht. Er sei grundsätzlich in einem sehr guten Zustand. Die Bürger:innen wünschen sich mehr Möglichkeiten, Räder abzustellen, mehr Sitzgelegenheiten und eine hübsche Gestaltung.
Dazu hat die Verwaltung nun eine Vorlage erarbeitet. Mehr Fahrradstellplätze können von einem städtischen Programm finanziert werden. Die 20.000 Euro können also für eine höhere Aufenthaltsqualität eingesetzt werden. Die Stadt schlägt vor, mehr Sitzgelegenheiten rund um die Tischtennisplatte zu bauen. Außerdem könnte man da, wo gerade noch die temporäre Bäckereifiliale steht, Tische mit Schachbrett, Bänke und eine große Holzeisenbahn zum Spielen aufstellen. (sst)
tellen.“ (sst)

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Ein-Satz-Zentrale
+++ Wegen der starken Regenfälle wurde gestern spätabends die B51 für mehrere Stunden gesperrt, aber sonst ist das mit dem Regen nicht so schlimm gewesen. (Nachrichtenagentur dpa: hier und hier)
+++ Da im Aasee immer noch zu viele Blaualgen sind, sollen Mensch und Hund weiterhin Kontakt mit dem Aasee-Wasser vermeiden. (Stadt Münster)
+++ Das münsterländische Pilotprojekt „Telenotärzte“ sorgt jetzt schon für Entlastung bei den Einsatzkräften vor Ort. (Universitätsklinikum Münster)
+++ Die FDP Münster will in der nächsten Ratssitzung ein Pilotprojekt vorschlagen, wonach Münsters Bürger:innen ihre E-Autos an Ladebordsteinen aufladen können. (FDP-Münster)
+++ Während des Sommernachtskinos vor dem Schloss ist ein Heißluftballon auf dem Parkplatz notgelandet. (Westfälische Nachrichten)
+++ Münsteraner Wissenschaftler:innen haben Teile eines im Havelland zu Boden gegangenen Meteoriten untersucht und herausgefunden,dass der „Ribbeck’sche Meteorit“ 4,5 Milliarden Jahre alt ist. (Uni Münster)
+++ Da das tägliche Frühstück und Mittagessen beim Treffpunkt an der Clemenskirche in die Sommerpause geht, wird als Ersatz zumindest das Mittagsangebot von der mobilen Obdachlosenhilfe der Johanniter aus Soest bei der „draußen!“ in der Von-Kluck-Straße angeboten. („draußen!“ auf Instagram)
+++ Für den Münster-Marathon am 8. September haben sich schon jetzt so viele Läufer:innen angemeldet wie noch nie und zwar rund 10.500. (Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen)
+++ Der Sänger der britischen Rockband „Bollock Brothers“ Jock McDonald wundert sich, warum wir Münsteraner:innen die Himmelsleiter einfach abgegeben haben. (Kirche und Leben)
+++ Seit gestern kann man beim Standesamt Termine vereinbaren, um auf Grundlage des neuen Selbstbestimmungsgesetzes, das ab November gilt, den Vornamen und Geschlechtseintrag ändern zu lassen. (Stadt Münster)
+++ Der Münsteraner Ruderer Benedict Eggeling steht am Samstag um 11:10 Uhr mit dem deutschen Team im Achter-Olympia-Finale. (Universität Münster)
Das „Trio“ am Hansaring ist noch ein recht neues Geschäft. Der Laden verkauft eine kleine, aber handverlesene Auswahl an Weinen, allesamt vegan, in Bio-Qualität und ohne Schönungsmittel. Verkosten können Sie den Wein direkt im „Trio“. Oder Sie hinterlegen ein Pfand und nehmen Ihr Glas zum Probieren mit an den Hafen. Wenn Sie sich lieber erst durch das Sortiment testen wollen, können Sie sich auch für eine Weinprobe anmelden. Für den Termin morgen sind noch vier Plätze frei, für die Sie sich am besten per E-Mail anmelden. Geöffnet hat das „Trio“ von Mittwoch bis Samstag, immer von 15 bis 20 Uhr.
Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!
Annalena Zernott hat heute in den Kalender geschaut. Das hier sind ihre Empfehlungen:
+++ Jeden ersten Freitag im Monat veranstaltet die Kneipe „Bei Ute brennt noch Licht“ eine Party für queere Menschen und ihre Verbündeten, mit Getränkeangeboten und Live-DJs. Heute Abend ist es ab 18 Uhr so weit. Die Party geht bis Mitternacht und kostet keinen Eintritt.
+++ Am Samstag findet von 13 bis 19 Uhr der Equality-Cup statt: Auf dem Gelände von Blau-Weiß-Aasee spielen mehrere Frauenfußballmannschaften aus Münster gegeneinander. Welche Teams antreten, können Sie auf Instagram und Facebook nachschauen. Zwischendurch lohnt es sich auch, einen Abstecher neben den Fußballrasen zu machen. Gleichzeitig findet dort nämlich auch noch ein Beachvolleyballturnier statt.
+++ Am Samstag und Sonntag können Sie sich ein Bild davon machen, wie vier Frauen ihre „krass anderen Umstände“ (so der Ausstellungstitel) – Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett – erlebt haben. Die Designerin Isabel Moormann präsentiert ihr Masterprojekt in Form einer Audioinstallation jeweils zwischen 13 und 19 Uhr im Verein Hansa 12. Der Eintritt ist frei, mehr zur Ausstellung gibt’s hier.
+++ Sonntagmorgens geht’s in den Gottesdienst, na klar. Und danach? Ab 15 Uhr veranstaltet der Hot Jazz Club den „After Church Club“ mit Livemusik, Kuchen, warmen und kalten Getränken. Bei schönem Wetter auf der Terrasse am Hafen, sonst drinnen. Diese Woche präsentiert das Matt Walsh Trio eine Mischung aus Swing, Jazz, Blues und Boogie.
+++ Das Cinema zeigt am Montag um 18 Uhr „Shahid“, eine Mischung aus Doku und Spielfilm. Der Film erzählt die Geschichte einer Frau, die ihren Nachnamen „Shahid“ (Märtyrer) loswerden möchte und dabei auf eigenwillige Verwandte, deutsche Bürokratie und Generationen umspannende Fragen interkulturellen Zusammenlebens stößt. Bei der Vorstellung wird auch die Regisseurin Narges Kalhor anwesend sein. .Zu mehr Informationen und einem Trailer geht es hier, Karten können Sie hier kaufen.
Was gibt’s sonst noch so?
Deutschlandweit sind immer mehr Menschen wohnungslos oder von Wohnungslosigkeit bedroht. Diese Tendenz zeichnet sich auch in Münster ab. Fünf Arbeitsgruppen beschäftigen sich damit, die Situation für betroffene Menschen zu verbessern. Nach eineinhalb Jahren gibt es erste konkrete Ansätze. Einen davon, die soziale Wohnraumagentur, haben wir uns etwas genauer angeschaut.
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Herzliche Grüße
Svenja Stühmeier
Mitarbeit: Jan Große Nobis (jgn), Sebastian Fobbe (sfo) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Susanne Bauer
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PS
„Zur großen allgemeinen Freude war die Kriegslage noch eine sehr ernste“, schrieb Georg Gräff, entweder in einem Brief oder in seinem Tagebuch. Genau wie viele andere hing der Leutnant Anfang des 20. Jahrhunderts einer absurden Kriegsromantik nach. Er ist 1904 als Teil einer Kolonialtruppe ins sogenannte Deutsch-Südwestafrika (Namibia) aufgebrochen. Die Dokumentation „Verklärte Abenteuer“ vom Münsteraner Filmemacher Daniel Huhn folgt seinen Spuren. Der Kurzfilm wird Teil der neuen Dauerausstellung im Preußenmuseum Minden. Und falls Ihnen die Anreise zu lang ist: Sie finden ihn auch im Netz.