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Die elektronische Patientenakte | RUMS 30 Tage lang kostenlos testen | Lächeln im Theater


Münster, 25. Mai 2021
manche Dinge sind vor allem dann nicht zu finden, wenn man sie braucht. Der Hausschlüssel zum Beispiel, das Portemonnaie oder in diesen Tagen der Impfpass. Das ist ärgerlich. Wenn der Medikamentenplan nicht zu finden ist, kann das auch gefährlich sein.
Die elektronische Patientenakte soll unter anderem dieses Problem lösen. Und sie soll noch viel mehr möglich machen. Röntgenbilder müsste man nicht mehr selbst in die Praxis schleppen, denn dort lägen sie schon als digitale Dateien vor. Die Orthopädin beispielsweise könnte sehen, welche Krankheiten der Patient schon hatte, und welche Medikamente die Hausärztin verschrieben hat. Theoretisch könnten Computer anonymisierte Gesundheitsdaten tausender Menschen auswerten und Krankheitsmuster entdecken, die ein Mensch beim Blick auf die Werte nicht erkennen kann. Das klingt wie ein Traum. Zunächst.
Lothar Seite und Henning Heck sind nicht ganz so optimistisch, was die neuen Möglichkeiten angeht. Deswegen sind die beiden psychologischen Psychotherapeuten in den Widerstand gegangen. Beide haben eine eigene Praxis, Seite in Coesfeld, Heck in Greven. Und beide wollen auf die Gefahren der elektronischen Patientenakte (ePa) hinweisen, zusammen mit anderen Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen. Sie haben sich der Westfälischen Initiative zum Schutz von Patientendaten (WISPA) angeschlossen, die auf ihrer Website darüber informiert, was passiert, „wenn einer deine Daten Cloud“. Es ist ein lustiges Wortspiel, aber eigentlich ist den Mitgliedern nicht zum Scherzen zumute. Gesundheitsdaten zentral zu speichern, das verstößt nach ihrer Auffassung gegen die ärztliche Schweigepflicht.
Im RUMS-Abonnent:innen-Brief beschäftigen wir uns heute ausführlich mit dem Thema. Wir erklären, wann die elektronische Patientenakte kommen soll. Warum und wie sie gerade in Münster und der Region getestet wird. Was für die Akte spricht und welche Kritik es gibt. Wenn Sie das interessiert, können Sie hier unser kostenloses 30-Tage-Probeabo abschließen.
Am Freitag schreibt Ihnen Constanze Busch. Und am Freitagabend sehen wir uns vielleicht bei unserer Veranstaltung zur Zukunft der Innenstadt, zu der wir Sie einladen. Wir sprechen darüber, wie es mit dem Einzelhandel weitergeht, wie die Innenstadt in zehn Jahren aussehen könnte und für wen sie eigentlich da sein soll. Sie können mitdiskutieren. Und wenn Sie jetzt schon Fragen zum Thema haben, schicken Sie sie uns gerne per E-Mail.
Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche.
Herzliche Grüße
Edina Hojas
Mitarbeit: Johanne Burkhardt
PS
Ich war eine der Glücklichen, die in der vergangenen Woche die erste Theateraufführung am Wolfgang Borchert Theater besuchen durften. Gezeigt wurde die religionsübergreifende Parabel „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran.“ Johannes Langer spielte gleich alle Rollen auf einmal, aber als „Momo“ lernt er eine besonders wichtige Lektion: Es ist das Lächeln, das glücklich macht. Fortan geht Momo leichter durchs Leben, indem er in allen möglichen Situationen zu sich sagt: „Zack, lächeln.“ Und siehe da: Die Menschen können Momos Charme nicht widerstehen. Ob er die Hausaufgaben vergisst, die Turnschuhe oder die Tochter des Hausmeisters erobern will. Im Anschluss an die Aufführung fällt mir auf, wie eingerostet ich im Kontakt mit Menschen außerhalb meines Haushalts bin. Was dabei aber garantiert hilft: Zack, lächeln!