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Kinderbetreuung wird teurer, auch in den Ferien | Das volle RUMS-Programm drei Monate zum halben Preis lesen


Münster, 18. November 2022
vor einem Jahr hat sich die Bundesregierung geeinigt: Ab 2026 sollen alle Erstklässler:innen ganztägig betreut werden können. Auf diese Betreuung sollen drei Jahre später dann alle Grundschulkinder einen Rechtsanspruch haben.
Für die Stadt Münster bedeutet das viel Arbeit. Und schon jetzt ist der offene Ganztag teuer: Fast acht Millionen Euro gab die Stadt im vergangenen Jahr dafür aus. Zwei Jahre zuvor waren es noch sechs Millionen.
Was die Gründe dafür sind und wie es mit dem offenen Ganztag in Münster weitergehen soll, habe ich heute für Sie recherchiert. Die Politik hat noch nichts Genaues beschlossen, aber fest steht schon jetzt: Die Eltern müssen künftig mehr für den Ganztag ausgeben. Und auch die Ferienbetreuung soll bald ein Preisschild bekommen. Denn bisher kostete es in Münster nichts, ein Ganztagskind in den Ferien betreuen zu lassen.
Was steht sonst im RUMS-Brief?
- Es gibt Neuigkeiten im Fall Malte C.: Der junge trans Mann war nach dem Christopher-Street-Day in Münster zusammengeschlagen worden und an seinen Verletzungen gestorben. Bisher schweigt der mutmaßliche Täter. Die Staatsanwaltschaft Münster hat nun Anklage gegen ihn erhoben. Laut Pressemitteilung soll ein vorläufiges Gutachten zu dem Schluss gekommen sein, dass der Angeschuldigte nicht aus queerfeindlichen Motiven gehandelt hat.
- Im Sommer war eine rechtsradikale Chatgruppe bei der Polizei Münster aufgeflogen. Beschuldigt wurden bislang acht Beamte, rassistisches, sexistisches und gewaltverherrlichendes Material ausgetauscht zu haben. Die Zahl der Beschuldigten hat sich inzwischen verdoppelt. Und in den Chats sind Videos und Bilder aufgetaucht, die Kindesmissbrauch zeigen.
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Herzliche Grüße
Sebastian Fobbe
PS
2020 lebten 800 Wohnungslose in Münster. Ein Jahr später zählte die Stadt 1.200 Wohnungslose. Dieses Jahr sind es nach offiziellen Zahlen 1.600. Diese erschreckenden Zahlen zeigen, wie groß die Wohnungsnot in Münster ist. Ein Problem, das auch den Content Creator Daniel Schlemermeyer bewegt. Er will hinhören statt wegschauen und hat dazu mit Dave, Heiko, Bianca, Kevin und Martina gesprochen. Die fünf sind sehr unterschiedliche Persönlichkeiten, doch ihnen allen ist eine Sache gemein: Irgendwann sind sie in Münster auf der Straße gelandet. Aus den Gesprächen ist ein berührender Podcast entstanden, in dem die Wohnungslosen ihre Geschichten erzählen. In den Folgen geht es dabei nicht nur um das harte Leben auf der Straße, sondern auch um Zusammenhalt, Lebensträume und Kindheitserinnerungen. Den fünfteiligen Podcast Hinhören statt Wegschauen finden Sie überall dort, wo es Podcasts zu hören gibt.