RUMS-Veranstaltung zur Baustelle Lokaljournalismus: Wofür wird er in Zukunft gebraucht? | 3 Monate RUMS für je 3 Euro testen

Porträt von Sebastian Fobbe
von Sebastian Fobbe

Münster, 11. April 2023

wahrscheinlich haben Sie es schon anderswo gelesen. Und wahrscheinlich werden Sie in ein paar Tagen trotzdem überrascht sein, wenn Sie an einer der Baustellen stehen und sich spontan überlegen müssen, welcher Weg denn jetzt nun die beste Alternative ist. Also, deswegen noch einmal zum Mitschreiben: In den kommenden Tagen wird es vier Baustellen in Münster geben.

  • Die Fahrbahn der Straße Zum Rieselfeld wird zwischen Coermühle und Holtmannsweg erneuert. Deswegen ist die bis zum 13. April von 19.30 Uhr bis 5 Uhr morgens gesperrt.
  • Ab Donnerstag ist dafür dann der Nienkamp zwischen Wienburgstraße und Salzmannstraße gesperrt, voraussichtlich bis zum 21. April jeweils von 21 bis 5 Uhr.
  • Die Fahrbahn auf der Dieckmannstraße wird auch erneuert, und zwar vom 17. Bis zum 27. April zwischen Bernings Kotten und Roxeler Straße. Hier wird nachts von 21 bis 5 Uhr gearbeitet.
  • Der Rüschhausweg ist vom 18. April bis 8. Mai zwischen Hensenstraße und Asbeckweg gesperrt. Hier wird tagsüber gearbeitet.

Und wenn Sie es ganz genau wissen wollen: Wo Sie ausweichen können, lesen Sie am besten hier in der Pressemitteilung der Stadt nach. Mein Ziel ist jetzt erst einmal, dass Sie sich auch in zehn Minuten noch erinnern, dass es Baustellen geben wird. Und vielleicht sogar, wo.

Zugegeben, Baustellen finden Sie bei RUMS sonst eher in der Ein-Satz-Zentrale. Aber irgendwie sind sie (neben den Kaninchenzuchtvereinen, die Sie wohl selten in unserer Ein-Satz-Zentrale, aber dafür auf unseren Postkarten finden) doch auch ein Sinnbild des Lokaljournalismus. Oder? Sie sehen ja gerade an diesem Beispiel, dass Sie die Information ebenso von der Stadt Münster bekommen, online und kostenlos.

Warum Journalismus im Lokalen trotzdem oder gerade deswegen wichtig ist, darüber spricht RUMS-Chefredakteur Ralf Heimann am 17. April ab 19 Uhr mit dem Journalistik-Professor Christopher Buschow von der Uni Weimar. Wofür wird man ihn in Zukunft brauchen? Wie wird er sich finanzieren lassen? Blicken junge Menschen anders auf ihre Zukunft vor Ort? Und was folgt daraus? Wenn Sie das spannend finden, kommen Sie gerne zu uns in die Neubrückenstraße oder schalten Sie sich digital dazu.

Und in der Zwischenzeit lesen Sie doch unsere heutige Recherche. Die zeigt Ihnen etwas ernsthafter als unser kleines Baustellen-Intro, warum das mit dem Lokaljournalismus und Medienpluralismus keine ganz so schlechte Sache ist. Auf einen Hinweis des Recherchebündnisses „Schwurbelbusters“ hin habe ich mich einmal genauer mit der „Zeitzeichen“-Kolumne in der „na dann“ beschäftigt – und belegt, dass der Autor Carsten Krystofiak ganz schöne Corona-Lügen verbreitet hat. (sst/sfo)


Unser Geburtstagsangebot für Sie

RUMS wird drei Jahre alt. Schön, dass Sie uns lesen. Wenn Sie Lust haben, den kompletten RUMS-Brief auszuprobieren und uns gleichzeitig zu unterstützen, damit es RUMS auch weiterhin gibt, dann probieren Sie doch unser Geburtstagsangebot: 3 Monate lang RUMS lesen für je 3 Euro.


Ein-Satz-Zentrale

+++ Seitdem die Corona-Schutzmaßnahmen nicht mehr greifen, verzichten die meisten Krankenhäuser und Arztpraxen auf ihr Hausrecht und bitten einfach um das Tragen einer Maske. (Antenne Münster)

+++ Am Breul wurden einige Parkplätze wieder eingerichtet und somit die Fahrbahn schmaler gemacht, damit die Autofahrer:innen nicht mehr so schnell fahren. (Westfälische Nachrichten)

+++ Im Konzeptvergabeverfahren der Stadtwerke für eine:n Investor:in für das Gasometer sind über zehn Bewerbungen eingegangen. (Westfälische Nachrichten)

+++ In Münster boomt die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen für Dach, Garten oder Balkon. (Westfälische Nachrichten)

+++Münsters Funkturm wird saniert und bekommt eine neue Betonhülle und Schutzschicht. (WDR)

Wenn Sie interessiert, was wir schreiben, dann schließen Sie doch ein RUMS-Abo ab. Die ersten drei Monate lesen Sie die volle Ladung RUMS für je drei Euro.

Herzliche Grüße
Sebastian Fobbe

PS

Einige trinken es aus Dosen in schwarz-rot-gold, andere aus bauchigen Flaschen mit hochwertig wirkendem Etikett. Für die einen muss es möglichst herb sein, bei anderen kommen nur weicher Geschmack und fluffige Schaumkrone ins Glas. „Welches Bier darf ich dir mitbringen?“ ist nicht selten eine Frage, die Ihnen etwas über Ihr Gegenüber verrät. Zum Beispiel, was sie immer getrunken hat, damals am Kiosk, weil es halt günstig war, und wegen der guten alten Zeiten trinkt sie es heute immer noch gerne. Aus welcher Region er eigentlich kommt. Und manche meinen sogar, anhand des Biers die politische Gesinnung ablesen zu können. Kurz: Welches Bier wir trinken, hat wohl auch etwas mit unserem Selbstbild zu tun. Jetzt haben die Städte Münster und Osnabrück, ihre Fachhochschulen und ein paar lokale Brauereien gewissermaßen ein Bier von allen für alle hergestellt: das Friedensbier. Anlass? Klar, 375 Jahre Westfälischer Frieden. Möglichst vielen soll’s schmecken, und zwar mit leichter Zitrusnote, nicht zu malzig, nicht zu bitter. Ob das nur der richtige Ansatz für ein Bier ist?

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.
Anmelden oder registrieren