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Was ist mit Männerkriminalität? | Ein Blick auf die Stadtfinanzen | 3 Monate RUMS zum halben Preis


Münster, 30. August 2022
heute Morgen um 4 Uhr hat die Polizei in einem Gebüsch in Saerbeck die Leiche einer 25-jährigen Frau aus Reckenfeld gefunden. Sie wurde getötet. Unter Verdacht steht ihr ein Jahr älterer Nachbar. In der Polizeimeldung steht, sie „soll Beziehungsabsichten des 26-Jährigen abgelehnt haben“.
Am frühen Dienstagnachmittag meldete die Polizei, ein 50-jähriger Mann aus Münster stehe unter Verdacht, seine getrennt lebende Frau am Montag in ihrer Wohnung in Kinderhaus mit mehreren Messerstichen in den Oberkörper lebensgefährlich verletzt zu haben. Einer der zwei Söhne der beiden, 15 und 18 Jahre alt, riss den Vater von der Mutter, nahm ihm das Messer ab und rettete der Mutter so möglicherweise das Leben.
Die genauen Motive sind in beiden Fällen nicht bekannt. Aber das Muster ist weit verbreitet. Frauen werden Opfer von Gewalttaten in Beziehungen, in Ehen, nach Trennungen oder weil sie Männer einfach zurückgewiesen haben. Jeden dritten Tag wird eine Frau in Deutschland von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet (Femizid).
Nach Zahlen des Bundeskriminalamts waren im Jahr 2019 acht von zehn Tatverdächtigen Männer, wenn es um Gewalt in Partnerschaften ging. Acht von zehn Opfern waren Frauen.
Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) hat vor ein paar Wochen gesagt: „Jeden Tag werden Frauen verletzt, traumatisiert oder sogar getötet, weil sie sich männlichem Herrschaftswahn widersetzen.“ Buschmann hat daher angekündigt, das Strafgesetzbuch so zu ändern, dass Gewalt gegen Frauen härter bestraft wird.
Trotzdem passiert in der öffentlichen Wahrnehmung etwas Interessantes. Der Begriff „Ausländerkriminalität“ kommt immer wieder vor. Es ist ein kriminologischer Fachbegriff, obwohl die Nationalität nichts über die kriminelle Neigung eines Menschen aussagt.
Bei Männern ist das schon so. Männer sind krimineller und gewalttätiger als Frauen. Aber was ist mit Männerkriminalität? Googeln wir es. Und so sehen wir das Problem. Einen Wikipedia-Eintrag zum Thema gibt es nicht. Aber zwei der ersten drei Suchergebnisse zum Thema geben einen Hinweis. Sie handeln von: Frauenkriminalität.
Und was gibt’s heute im RUMS-Brief?
Es geht zum Beispiel um einen weiteren Fall von Gewalt. Nach einer Demo zum Christopher-Street-Day am Samstag ist ein 25-jähriger Mann zusammengeschlagen und lebensgefährlich verletzt worden.
Außerdem haben wir Neuigkeiten dazu, wie es nach den Plänen der Stadtwerke im Oktober am Gasometer weitergehen soll. Und wir werfen einen Blick auf die städtischen Finanzen.
Der Jahresabschluss des vergangenen Jahres ist gerade erschienen. In der Ratssitzung am 7. September geht es um die Frage, was die finanziellen Spielräume im nächsten Jahr zulassen werden. Und was sich schon sagen lässt: Es ist ein bisschen wie mit dem Einparken im Kreuzviertel. Es könnte eng werden.
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Herzliche Grüße
Ralf Heimann
PS
Das Schlimmste an Wohnungsbesichtigungen sind die Abende, die man vorher miteinander verbringen muss, bis man dann feststellt, dass es nicht passt. Früher war das so. Man trank ein paar Bier zusammen. Im besten Fall zog man dann ein. Im schlechtesten saß man später in einer anderen Küche, erzählte wieder dieselbe Geschichte, und zog im besten Fall ein. Im schlechtesten… nein, wir stoppen das jetzt. Es gibt nämlich inzwischen auch für diesen Fall eine App. Sie heißt Bunky, ist laut der Rheinischen Post am beliebtesten in Köln, Düsseldorf und Münster, und sie funktioniert wie die Dating-App Tinder. Die kennen sie vielleicht. Dort macht man das, was in der WG später niemand machen möchte: Wischen. Man wischt auf dem Display nach rechts, wenn man sich ein gemeinsames Leben vorstellen kann, und nach links, wenn das nicht der Fall ist. Bei Bunky wischt man also einmal nach rechts und dann möglicherweise nie wieder. Wenn man Pech hat, wird man dann rausgeworfen, und wie es weitergeht, wissen Sie. (rhe)
PPS
Noch ein kleiner Erfolg vom Wochenende. Beim Kreuzviertelfest standen 30 Boxen, die für Spenden ans Deutsche Rote Kreuz gedacht waren. Dazu zwei gute Nachrichten. Welche wollen Sie zuerst hören? Also gut, die eine ist: Zusammengekommen sind 260 Euro. Nun werden Sie sagen: In 30 Boxen, das sind ja gerade mal 8,66666667 pro Kiste? Ja, dafür können die Menschen, die den RUMS-Stand besucht haben, aber nichts. In der RUMS-Box lagen am Ende 90 Euro. Wir sagen ganz herzlichen Dank!