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Silvesterbilanz: Das Gute und das nicht ganz so Gute | Unbezahlte Werbung: Aries Veggie Food | RUMS 6 Monate für 1 Euro lesen!

Guten Tag,
ein frohes neues Jahr! Da sind wir wieder! Und bevor ich Ihnen gleich schon wieder ein schönes Wochenende wünsche, ein schneller Blick zurück auf die vergangenen Tage und die Silvesterfeiern. Das Gute zuerst: Das Silvesterbaby heißt Alia Sophie, ist einen halben Meter groß und wiegt 3,4 Kilo, inzwischen vermutlich schon ein paar Gramm mehr.
Zu der Meldung und dem sehr süßen Foto reicht die Uniklinik noch ein paar Zahlen rein. Im vergangenen Jahr zählte man dort 1.008 Geburten, 54 mehr als im Jahr davor. Gute Nachrichten also auch für die Rentenkasse.
Kinder kamen an der Uniklinik sogar noch mehr zur Welt, nämlich 1.036, leicht mehr Jungen (532) als Mädchen (499). Bei fünf Kindern ließ sich das Geschlecht nicht eindeutig feststellen. All das sind Zahlen in einer gewöhnlichen Größenordnung.
Eine weitere gute Nachricht ist: Die Stadt steht noch. Zu Silvester ist nichts Größeres passiert. „Münster feiert weitestgehend friedlich“, schreibt die Polizei in einer weitestgehend unspektakulären Pressemitteilung. Weitestgehend bedeutet hier: Es gab kleinere Zwischenfälle.
Der größte fand nach einer halben Stunde im neuen Jahr am Ludgerikreisel statt. Dort fing die Polizei einen Mann ein, der ihr Polizeiauto mit einer Flasche beworfen hatte. Als sie ihn hatten – wo genau das war, steht nicht in der Meldung – und er vermutlich am Boden lag, griff ein anderer Mann die Polizisten an, offenbar, um den Eingefangenen zu befreien. Und offenbar erfolglos. Ihn setzten die Polizisten mit einem Taser außer Gefecht.
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Die Polizei kann das natürlich viel schöner formulieren. In der Meldung steht: „Durch den Einsatz des Distanzelektroimpulsgerätes konnte der Angriff beendet werden.“
Danach ging’s gleich weiter mit Beschimpfungen aus einer Gruppe von laut Polizei etwa zehn Menschen, die sich das Ganze ansahen; es folgte ein weiterer Befreiungsversuch, und es rückten noch mehr Polizisten an. Sie brachten Schlagstöcke und Pfefferspray mit. Ergebnis: drei leicht verletzte Polizisten und drei Festnahmen. Vielleicht dann im nächsten Jahr doch besser Raclette und Wachsgießen?
Wobei man sagen muss: 38 Silvestereinsätze, sechs Anzeigen wegen Körperverletzung, eine wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und neun illegale Böller-Sammlungen, die eingesackt wurden – das ist bei über 300.000 Einwohnern wohl noch im Rahmen.
Beim Müll ist das anders. Die Abfallwirtschaftsbetriebe haben in diesem Jahr 6,8 Tonnen Müll von der Straße aufgelesen. Das sind 4,4 Tonnen mehr als im vergangenen Jahr, also knapp 180 Prozent mehr. Und das lässt im Grunde nur zwei Schlüsse zu. Entweder die Abfallwirtschaftsbetriebe sind innerhalb eines Jahres unglaublich viel gründlicher geworden. Oder: Hier ist Platz für Ihre eigenen Gedanken.
Eine weitere Erkenntnis: Das Ergebnis von Böllerverbotszonen sind neue Böllerzonen. In Münster ist offenbar der Hafen das neue Raketenzentrum. Die neuen Hotspots für Menschen, die mit der Knallerei nichts zu tun haben möchten, zum Beispiel, weil sie Hunde haben, sind anscheinend die Flughäfen.
Im Terminal des Flughafens Münster/Osnabrück verbrachten mehrere Dutzend Menschen den Abend zusammen mit ihren Hunden, berichtet unter anderem der WDR. Und wie im Video zu hören ist, war dort weit draußen an der Hüttrupter Heide vom Böllern tatsächlich überhaupt nichts zu hören. (rhe)

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Haben Sie eine Information für uns, von der Sie denken, sie sollte öffentlich werden? Und möchten Sie, dass sich nicht zurückverfolgen lässt, woher die Information stammt? Dann nutzen Sie unseren anonymen Briefkasten. Sie können uns über diesen Weg auch anonym Fotos oder Dokumente schicken.
+++ Die Münsteraner Designerin Inga Borges erzählt auf TikTok und Instagram mit gehäkelten Porträts die Geschichten vergessener Frauen, deren Erfindungen und Leistungen jahrzehntelang Männern zugeschrieben wurden. (Spiegel)
+++ Die Führungskrise in Münsters SPD geht weiter – mit dem Rücktritt von Ratsherr Noah Börnhorst aus dem Parteivorstand. (Westfälische Nachrichten)
+++ Weil der städtische Winterdienst die Nacht durchgemacht hat und mit allen 250 Kräften auf den Straßen war, gab es trotz Glätte und Schneefall in der Stadt keine Unfälle – anders als auf Autobahnen rund um Münster. (Westfälische Nachrichten)
+++ Münsters Zoo hat zum neuen Jahr die Eintrittspreise gesenkt, das dynamische Preissystem abgeschafft und dauerhaft vergünstigte Familientickets eingeführt. (Pressemitteilung)
+++ Die Biologische Station in den Rieselfeldern bittet darum, nicht im Vogelschutzgebiet Schlittschuh zu laufen, falls die Seen bald zufrieren sollten. (Pressemitteilung)
Wenn Sie auch zu den Menschen gehören, die sich vorgenommen haben, im neuen Jahr weniger Fleisch zu essen, besuchen Sie doch mal Aries Veggie Food an der Hammer Straße 102. Dort gibt es nicht nur sehr leckere Bowls und Döner, sondern auch einen kleinen, aber gut sortierten Laden mit vielen Zutaten für die vegetarische und vegane Küche, die Sie in gewöhnlichen Supermärkten oft vergeblich suchen. Geöffnet hat der Laden von Montag bis Freitag jeweils von 10 bis 20 Uhr, Essen bekommen Sie ab 11:30 Uhr. Am Samstag geht beides von 11 bis 18 Uhr, am Sonntag ist geschlossen.
Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!
Heute hat Katja Angenent für Sie in den Kalender geschaut. Das sind ihre Empfehlungen:
+++ Im letzten Brief haben wir Ihnen das Neujahrsschwimmen im Kanal empfohlen. Wenn Sie an dem Termin keine Zeit hatten, können Sie noch mal zuschauen oder mitmachen, und zwar am Sonntag um 13 Uhr. Eisbaden für den guten Zweck heißt die Aktion, und sie findet erneut am Kanalufer in Höhe des Bennohauses statt. Für alle, die ins Wasser gehen, steht eine Sauna bereit, außerdem gibt es Kaffee und Kuchen. Bei der Aktion werden Spenden für soziale Projekte gesammelt.
+++ Wenn Ihnen bei den Temperaturen eher nach einer Aktivität innerhalb von vier Wänden ist, können Sie am Sonntag um 17 Uhr in der Friedenskirche in Gremmendorf einem Klavierkonzert der japanischen Pianistin Natsumi Sue lauschen, die klassische Stücke darbietet. Der Eintritt ist frei, eine Spende gerne gesehen.
+++ Am Sonntagabend um 19:30 Uhr können Sie in der Black Box im Cuba verschiedenen lokalen Musiker:innen beim gemeinsamen Improvisieren unter dem Titel „Contraste“ zuhören. Mit dabei sind unter anderem Anna Stern, Michael Kolberg, Anja Kreysing und Matt Walsh. Karten kosten 12 Euro und sind hier erhältlich.
+++ Zur offenen Groovesession lädt der Hot Jazz Club experimentierfreudige Musikbegeisterte am Montag ab 20 Uhr ein – entweder zum Zuhören und Tanzen oder zum Mitmachen. Der Eintritt ist frei.
+++ Am Dienstag um 19 Uhr findet im Naturkundemuseum ein Vortrag des Westfälischen Naturwissenschaftlichen Vereins statt. Es geht um „Apotheker als kundige Naturforscher“. Mit vielen Bildern werden drei Jahrhunderte Forschungstätigkeit beleuchtet. Der Eintritt ist frei.
+++ Heute Abend läuft im ZDF der neue Wilsberg. Titel: „Trügerische Sicherheit“. Kurze Zusammenfassung: Bei einer Einbruchserie passiert ein Mord. Wer steckt dahinter? Und was hat der Therapeut damit zu tun? Ab 20:15 Uhr im ZDF – und schon jetzt in der Mediathek.
Und sonst?
In Münsters Kitas gibt es zu wenige Kinder, zu wenige Fachkräfte – und ab 2027 soll alles gerechter werden. Viele Kitas haben schon Angst. Wir haben das einmal genauer angeschaut.
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Der nächste RUMS-Brief kommt am Dienstag. Ich wünsche Ihnen eine gute Woche!
Herzliche Grüße
Ralf Heimann
Mitarbeit: Anna Niere (ani), Raphael Balke (rba), Katja Angenent (kat) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Maria Schubarth
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PS
Die Preußen sind ab morgen im Wintertrainingslager in der spanischen Region Murcia, also ganz im Südosten (wehmütiger Blick aufs Schneegestöber vor dem Fenster). Da spielen sie am nächsten Donnerstag gegen den belgischen Erstligisten Oud-Heverlee Leuven. Der Name muss Ihnen nichts sagen, aber der eines Stürmers der Belgier vielleicht schon. Henok Teklab. Manchmal sieht man noch Trikots mit seinem Namen im Preußenstadion, denn bis vor zwei Jahren hat Teklab in Münster gespielt. Und in einem Spiel gegen die Zweite Mannschaft des 1. FC Köln schoss er ein Tor, das als Videoclip später bei Youtube hochgeladen und dort bislang 49 Millionen Mal aufgerufen wurde. Schauen Sie es sich an, dann wissen Sie, warum. (rhe)
