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Digitalranking: Münster holt wieder auf | Unbezahlte Werbung: Easylivin‘ | RUMS 6 Monate lesen für nur 1 Euro

Guten Tag,
Münster hat einen großen Sprung gemacht. Wie man aus China weiß, muss das nicht zwingend etwas Gutes bedeuten. Aber in diesem Fall sieht es auf den ersten Blick danach aus. Die Stadt hat sich im Digitalranking „Smart City Index“ des Digitalverbands Bitkom auf Rang 16 eingeloggt und damit seit dem letzten Update vor einem Jahr um 14 Ränge verbessert.
Schaut man in die Auswertungen der vergangenen Jahre, sieht man allerdings: Ein bisschen täuscht der gute Eindruck, denn im Grunde hat die Stadt einfach wieder etwas Boden gutgemacht, nachdem es ab 2021 von Rang 13 hinab bis auf Platz Nummer 30 gegangen war.
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Wobei auch das nicht so schlecht ist. Das Ranking bewertet 82 deutsche Großstädte in den Kategorien Verwaltung (Digitalisierung von Behördengängen und Online-Services), IT und Kommunikation (Glasfaser- und 5G-Ausbau, digitale Vernetzung), Energie und Umwelt (Nutzung erneuerbarer Energien, emissionsarme Mobilität), Mobilität (smarte Verkehrssysteme, E-Mobilität, autonomes Fahren) und Gesellschaft (digitale Bildung, Bürgerbeteiligung, digitale Teilhabe).
Ganz vorne ist alles beim Alten geblieben. Auf den ersten Plätzen stehen eingefroren – die Platzierungen sind unverändert – München, Hamburg und auf dem dritten Rang Köln. Auf Platz zwölf kommt Münster in diesem Jahr Osnabrück entgegen, das um fünf Ränge, man muss es so sagen, abgestürzt ist.
Osnabrück hat in vier von fünf Disziplinen Punkte verloren. Münster ist in vier von fünf besser geworden, vor allem auf dem Gebiet der digitalen Verwaltung. Hier hat die Stadt 28 Plätze gutgemacht. Vermutlich auch, weil man auf den Ämtern inzwischen digital bezahlen kann. Dafür bekommt Münster die volle Punktzahl, wie auch für sein Serviceportal, die städtische Website.
Eine schwache Bewertung gibt der Verband den sogenannten OZG-Leistungen. Das sind Leistungen, die nach dem Onlinezugangsgesetz, kurz OZG, eigentlich schon online verfügbar sein müssten. Zum Beispiel Ummeldungen, Anträge oder Genehmigungen. Hier könnte es in Münster noch besser laufen.
Am schlechtesten von allen 44 Unterkategorien schneidet Münsters Glasfasernetz ab. Dafür bekommt die Stadt – vielleicht zum ersten Mal in der Geschichte – die volle Punktzahl in der Kategorie Parken.
Dabei geht es allerdings nicht darum, wie leicht man in der Stadt einen Parkplatz findet. Der Verband bewertet, wie die Stadt digitale Technologien einsetzt, um die Belegung zu erfassen und freie Plätze anzuzeigen, digitales Bezahlen zu ermöglichen, Verbindungen zwischen Verkehrsmitteln per App herzustellen und Parkplätze mit Ladesäulen auszustatten.
In den Gesamtergebnissen aller Städte erkennt man die Trends. Die Zahl der E-Scooter und Leihfahrräder steigt stark an, auch Carsharing-Angebote erleben einen Auftrieb. Es gibt immer mehr Mobilstationen, die den Umstieg zwischen Verkehrsmitteln ermöglichen. Und viele Städte installieren intelligente Ampeln sowie digitale Verkehrsschilder. Hier liegt Münster ganz im Trend. An der Königsstraße zum Beispiel regeln seit heute LED-Tafeln den Verkehr. (rhe)
+++ Stefan Nacke wurde in einer Kampfkandidatur zum Vorsitzenden der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Fraktion gewählt und ist nun Teil des Fraktionsvorstands. (Münstersche Volkszeitung)
+++ Die taz hat den ehemaligen Linken-Ratsherrn Ulrich Thoden aus Münster porträtiert, der vor Kurzem in den Bundestag gewählt wurde. (taz)
+++ Das Restaurant „Meraki“ am Hansaring schließt Ende Februar nach fünf Jahren Betrieb. (Westfälische Nachrichten)
+++ Das Bistum Münster führt ab März 2025 neue Regeln gegen Machtmissbrauch ein, darunter unabhängige Kontrollgremien und eine Disziplinarordnung für klerikale Vergehen. (WDR)
+++ Am Sonntag haben die Volleyballerinnen des USC Münster zwar das Pokalfinale gegen Dresden 0:3 verloren, aber unterm Strich spielten sie die beste Saison seit 19 Jahren – herzlichen Glückwunsch! (USC Münster)
+++ Die Uniklinik hat ihren Account auf „X“ deaktiviert, weil auf dem Kurznachrichtendienst extreme Positionen Überhand gewonnen haben. (Uniklinik Münster auf „X“)
+++ Der Mikroskop-Hersteller „Evident“ schließt Ende Juni seinen Produktionsstandort im Technologiepark Münster. (Westfälische Nachrichten)
Wenn Sie demnächst in der Innenstadt unterwegs sind, dann bleiben Sie am Hötteweg stehen, der kleinen Gasse zwischen der Ludgeri- und der Königsstraße – am besten an Hausnummer 11. Dort befindet sich ein kleines Café, das sich wunderbar für eine Pause eignet. Das „Easylivin‘” setzt auf eine helle, offene Einrichtung und bietet eine Auswahl an Heiß- und Kaltgetränken sowie Croissants, Kuchen und weitere süße und herzhafte Snacks für eine gemütliche Pause. Wer Kaffee mag, findet hier viele Varianten, aber es gibt auch Smoothies oder Alkoholisches. Offen ist täglich von 9 bis 18 Uhr, sonntags erst ab 10 Uhr.
Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!
Heute hat Katja Angenent ein paar schöne Empfehlungen für Sie herausgesucht:
+++ Der Journalist Martin Hogger, der vor drei Jahren mit der Reportageschule Reutlingen bei RUMS war, hat vor Kurzem eine ältere Frau in der „Zeit“ porträtiert, die Spaß am Zocken hat. Möchten Sie das auch mal ausprobieren? Übermorgen lädt die Stadtteilbücherei Gievenbeck-Auenviertel ältere Menschen dazu ein, die Welt der Spielekonsolen zu entdecken. Ab 11 Uhr läuft die Nintendo Switch mit Gesellschafts-, Sport- und Logikspielen, natürlich mit kompetenter Anleitung. Wenn Sie am Mittwoch keine Zeit haben oder auf den Geschmack gekommen sind, kommen Sie am 19. März nochmal vorbei. Dann startet die zweite Runde. Vielleicht wird aus Ihnen ja auch noch ein Silver Gamer.
+++ Am Freitag folgt das Kontrastprogramm in der „Thalia“-Filiale in den Arkaden. Um 20:30 Uhr liest Bestsellerautorin Ursula Poznanski aus ihrem neuen Thriller „Teufelstanz“. Im Buch geht es um eine junge Wiener Ermittlerin, die eine scheinbar willkürliche Mordserie an 80-Jährigen aufklären muss. Alles Weitere und Karten gibt es hier. Preis: 15 Euro.
+++ Am Samstag ist Weltfrauentag. Rund um das Datum findet eine ganze Reihe von Veranstaltungen statt. Am Donnerstag beginnt zum Beispiel ab 14 Uhr eine „Women‘s Empowerment Convention“, die die Fachhochschule und die Uni gemeinsam organisiert haben. Bei dem Event geht es im Schloss um verschiedene Facetten der Arbeitswelt aus weiblicher Perspektive. Mehr darüber hier. Und hier gibt’s noch ein paar Restkarten.
+++ Ein weiteres interessantes Event zum Weltfrauentag findet am Freitag statt. Unter dem Motto „Weil es sich lohnt – Entgelttransparenz jetzt!“ geht es in der Volkshochschule um die Frage: Warum verdienen Frauen weniger als Männer und warum sind die Gehaltsunterschiede so intransparent? Anlass ist die Umsetzung der Europäischen Entgelttransparenzrichtlinie in deutsches Recht. Was diese Richtlinie konkret bedeutet, erläutert Veronica Bundschuh, Fachanwältin für Arbeitsrecht, in einem kostenlosen Vortrag am Freitag um 17 Uhr im Forum der VHS.
Was gibt’s sonst noch so?
In über 20 Städten gibt es studentische Rechtsberatung für Frauen und queere Menschen – zu sexualisierter Gewalt, Diskriminierung und Unterhalt. Bald auch in Münster. RUMS-Redakteurin Anna Niere hat die Initiatorinnen getroffen.
Wenn Sie dieses Thema interessiert, dann testen Sie doch RUMS. Der Vorteil: Sie können nicht nur die aktuelle Recherche lesen, sondern bekommen die volle Dröhnung RUMS 6 Monate lang für 1 Euro.
Am Freitag schreibe ich Ihnen wieder. Ich wünsche Ihnen eine gute Woche!
Herzliche Grüße
Ralf Heimann
Mitarbeit: Katja Angenent (kan), Sebastian Fobbe (sfo), Jan Große Nobis (jgn) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Maria Schubarth
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PS
Der frühere Blumenladen Nelle am Burloh 18 in Kinderhaus wird ab Donnerstag zu einem Kunstprojekt. Die Künstlergruppe „Sozialpalast“, die bis vor drei Jahren am Garten („Hadiqa”) zwischen den Brücken an der Hafenstraße beteiligt war, will die Geschichte des Blumenladens aufgreifen, etwas Neues daraus machen. Und das soll die Themen Stadtrand, Leerstand, Diversität und eben Blumen behandeln. Die ersten Fotos sind wirklich sehr schön. Am Donnerstag gibt es zur Eröffnung ab 18 Uhr eine kleine Feier. Danach ist der Laden täglich zwischen 12 und 20 Uhr geöffnet, und vielleicht auch noch interessant: Um 13 Uhr gibt es jeweils ein Mittagessen. (rhe)