Musik-Campus macht Schulbau möglich | Unbezahlte Werbung: Fair City Guide | RUMS 6 Monate für 1 Euro lesen!

Porträt von Ralf Heimann
von Ralf Heimann

Guten Tag,

Münsters Ratsbündnis hat heute Nachmittag „Heureka!“ gerufen: Es gibt eine erste Lösung für die Schulbaumisere.

Wir erinnern uns: Stadtdirektor Thomas Paal war Anfang Juni aufgefallen, dass die Stadt ihre Schulen etwas langsamer bauen und ausbauen muss, wenn das Geld weiter ausreichen soll – und dass es an mindestens zwei Schulen erst mal gar nicht weitergeht: am Schulzentrum Kinderhaus und an der Matthias-Claudius-Grundschule in Handorf.

Am Schulzentrum Kinderhaus soll es jetzt doch bei den alten Plänen bleiben. Das Rathausbündnis aus Grünen, SPD und Volt hat heute Nachmittag zusammen mit der Internationalen Fraktion und FDP vorgestellt, wie das gelingen soll (hier der Antrag). In einem Satz: Das Ratsbündnis will den Bau am nächsten Mittwoch in der Ratssitzung beschließen.

Das Geld dafür soll aus zwei Quellen kommen: zum einen aus dem Topf für den auf Eis liegenden Musik-Campus, der schon langsam Patina ansetzt, weil der Campus, wenn überhaupt und in welcher Form auch immer, wohl sehr viel später gebaut wird. Das sind 16 Millionen Euro, eine Million bleibt für die Musik-Campus-Planung im Haushalt.

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Und zweitens aus einem Investitionsprogramm des Bundes, dessen Eckdaten inzwischen so verlässlich seien, so hieß es, dass man es riskieren könne, das Geld einzuplanen.

Damit stünden bis zum Jahr 2030 zusammen 31 Millionen Euro zur Verfügung. Das würde laut Bündnis ausreichen, um das Schulzentrum auszubauen – vorausgesetzt, das Geld fließt auch so, wie es gebraucht wird. Und damit wären wir bei dem Teil des Problems, der sich nicht mit einer Unterschrift unter einem Antrag lösen lässt.

Inzwischen ist klar: Es fehlte offenbar nicht nur Geld, sondern ein Überblick. Die städtische Bautochter Bauwerke, die mittlerweile den Schulbau organisiert, baut in einer für die Stadtverwaltung so ungewöhnlichen Geschwindigkeit, dass die für den Schulbau vorgesehenen Töpfe sich leeren, als hätte jemand den Stöpsel gezogen. Und weil die Stadt das so sehr überraschte, dass der Stadtdirektor mit einem Brief ein SOS in den Rat funkte, stellt sich jetzt die Frage: Hat die Stadtverwaltung denn keinen langfristigen Plan?

Das Ratsbündnis geht davon offenbar aus, aber das soll sich jetzt ändern. Die Stadtverwaltung soll bis Dezember eine Liste mit allen großen Bauvorhaben vorlegen, jeweils mit Angabe der Priorität. Außerdem soll ein jährlicher Finanzbericht helfen, rechtzeitig zu erkennen, wo es eng wird.

Zum Beispiel eben an der Matthias-Claudius-Grundschule in Handorf. Dort geht es wohl zunächst nicht weiter. Das hatte Thomas Paal in seinem Schreiben Anfang Juni bereits angekündigt. Begründung, wie man hörte: Ist nicht ganz so dringend.

So könnte es bald auch an anderen Schulen kommen. Das schrieb Paal ebenfalls. Treffen könnte es das Schulzentrum Hiltrup, die Sanierung der Gesamtschule Münster-West und den geplanten Neubau einer vierten städtischen Gesamtschule. Hier gilt: abwarten, überprüfen und hoffen, dass das Geld reicht. (rhe)

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Drinnen und Draußen

Katja Angenent hat heute für Sie in den Kalender geschaut und ein paar Empfehlungen gesammelt:

+++ Die Stadtbücherei lädt ab morgen zum Digitaltag ein – mit Mitmachaktionen rund um digitale Demokratie, künstliche Intelligenz und Virtual Reality. Vorkenntnisse braucht es nicht, der Eintritt ist frei. Alle Angebote bis Samstag gibt’s hier.

+++ Am Mittwoch kommt der Astronaut Matthias Maurer in den H1 und berichtet von seinen Erfahrungen auf der Raumstation ISS sowie den Vorbereitungen für zukünftige Mondmissionen. Beginn ist um 16:30 Uhr, der Eintritt ist frei.

+++ Am Donnerstag öffnet der Hot Jazz Club ab 20 Uhr die Bühne für Singer/Songwriter. Zu hören gibt es nur Selbstgeschriebenes, keine Coverversionen. Der Eintritt ist frei. Wer seine Musik präsentieren möchte, kommt am besten pünktlich vorbei und trägt sich vor Ort in die Liste der Teilnehmenden ein.

+++ Ebenfalls am Donnerstag laden der Zeichner Robert Nippoldt und das Trio Größenwahn zu „Ein rätselhafter Schimmer“ um 20 Uhr ins Theater Münster. Die Mischung aus Zeichnung, Gesang, Film, Theater und mehr entführt Sie in die 20er-Jahre des letzten Jahrhunderts. Restkarten hier.

+++ Der Donnerstag zum Dritten: Das Buch „Mehr als Kirche, Kohle, Kiepenkerl“ widmet sich dem 1250-jährigen Westfalen-Jubiläum. Um 19 Uhr stellen Autor:innen und Herausgeber:innen das Buch in der Stadtteilbücherei am Hansaplatz vor – in einer interaktiven Lesung, bei der es unter anderem um Westfalen-Klischees, Fußball und die Kraft von Gedichten geht. Auch Katja Angenent ist mit dabei und moderiert den Abend. Der Eintritt ist frei.

Und sonst?

Der Bund verteilt Milliarden, aber Münsters Kämmerin zweifelt, ob das vor Ort hilft. Und: Beim Maskendeal mit Fiege lief mehr schief, als bisher bekannt war – ein interner Bericht wirft Fragen auf. Warum hat Jens Spahn nicht geklagt?

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Am Freitag schreibt Ihnen Anna Niere. Ich wünsche Ihnen eine gute Woche!

Herzliche Grüße
Ralf Heimann

Mitarbeit: Anna Niere (ani), Alessandra Röder (arö), Dune Korth (duk), Katja Angenent (kat) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Maria Schubarth

PS

Zum Schluss heute eine schlechte Nachricht, verbunden mit einer Bitte: Die Polizei sucht seit Freitagnachmittag nach dem 59-jährigen Udo L. aus Gievenbeck. Er hat das Down-Syndrom, ist orientierungslos und wird vermisst. Haben Sie ihn gesehen oder können Hinweise geben? Dann bitte bei der Polizei melden.

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