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Wie Münster durch die Hitze kommt | Unbezahlte Werbung: Café Unique | 6 Monate für 1 Euro RUMS lesen!

Guten Tag,
alle reden vom Wetter. Wir nicht. Wir reden, wenn überhaupt, vom Klima. Daran kommen wir die Woche aber auch wirklich nicht vorbei. Der ARD-Wetterexperte Karsten Schwanke sagte gestern Abend in der 20-Uhr-Tagesschau, die Hitzewelle sei in mehrfacher Hinsicht ein deutliches Zeichen dafür, dass das, was wir gerade erleben, nicht mehr einfach nur Wetter sei, sondern Klima.
„Es gab nie so früh im Sommer so hohe Temperaturen im Sommer wie die, die wir für den Mittwoch erwarten“, sagte Schwanke. So heiß werde es normalerweise erst „ab den Hundstagen“, also ab Ende Juli Anfang August.
Und Schwanke sagt: „Die Hitzewellen in Deutschland werden immer heißer.“ Damit kommt Münster ins Spiel. Schwanke hat nämlich nachgesehen, wo in Deutschland die Temperaturveränderungen besonders stark sind – und ist dabei auf die Wetterstation am Flughafen Münster/Osnabrück gestoßen. An den Daten von dort kann man ablesen: Hitzewellen heute fallen um 6,5 Grad heißer aus als in den 1960er-Jahren (ab Minute sieben).
Morgen werden’s in Münster laut Prognose 36 Grad. Zum Vergleich: Das Allzeit-Hoch für Deutschland liegt bei 41,2 Grad, gemessen vor sechs Jahren am selben Tag in Tönisvorst im Kreis Viersen und in Duisburg-Baerl. Und noch mal zum Vergleich: In Spanien sind’s gerade 46 Grad, berichtet unter anderem die Tagesschau.
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Aber auch bei 36 Grad kann’s schon sehr ungemütlich werden, vor allem, wenn man sich an Orten aufhalten muss, an denen es auch sonst schon hitzig wird: zum Beispiel im Rat der Stadt.
Die Stadtverwaltung hat den Ratsleuten daher zur Sitzung morgen neben der Tagesordnung einen „Hitzeknigge“ mit Verhaltenstipps für besonders heiße Tage zugeschickt (hier das Beweisfoto von SPD-Ratsherr Noah Börnhorst). Die wichtigste Regel wie immer: einen kühlen Kopf bewahren.
In der CDU-Ratsfraktion schwellen allerdings dem Eindruck nach schon seit Tagen die Halsschlagadern immer weiter an – das lässt zumindest der Tonfall der Pressemitteilungen erahnen: „Desolate Ausgabenpolitik“ (27. Juni), „Viel Porzellan zerschlagen“ (27. Juni), „Rathausmehrheit drohen neue Finanzlöcher, ohne die Probleme zu lösen“ (26. Juni).
Zur Hitze von draußen im Rathausfestsaal wird morgen also möglicherweise auch noch der Dampf von innen dazukommen, der irgendwie raus muss. Mit Hitzefrei ist jedenfalls nicht zu rechnen. Das gibt’s, zur Erinnerung, nur in der Schule – und ganz genau: ab 27 Grad Raumtemperatur, wenn die Schulleitung zustimmt.
Was Sie vielleicht noch nicht wissen: Auch wenn Sie nicht in einer Schule arbeiten, ist Ihr Arbeitgeber ab einer Raumtemperatur von 30 Grad verpflichtet, so steht es im Regelwerk „Raumtemperatur“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, „wirksame Maßnahmen“ zu ergreifen, die „die Beanspruchung der Beschäftigten reduzieren“.
Das bedeutet unglücklicherweise nicht: vorübergehende Entbindung von allen unangenehmen Aufgaben, aber es kann zum Beispiel heißen: Die Kleidungsvorgaben werden aufgelockert. Und in jedem Fall bedeutet es: Ab einer Raumtemperatur von über 30 Grad ist kostenloses Trinkwasser im Büro Pflicht. (rhe)

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Haben Sie eine Information für uns, von der Sie denken, sie sollte öffentlich werden? Und möchten Sie, dass sich nicht zurückverfolgen lässt, woher die Information stammt? Dann nutzen Sie unseren anonymen Briefkasten. Sie können uns über diesen Weg auch anonym Fotos oder Dokumente schicken.
+++ Weil in der Innenstadt zwei Veranstaltungen stattfinden, fahren der Nachtbus N82 in der Nacht zu Samstag und einige Busse am Sonntag Umleitungen. (Stadtwerke Münster hier und hier)
+++ In Hiltrup fordern zwei große Sportvereine in einem offenen Brief an den Oberbürgermeister mehr Hallenzeiten, weil sie wegen Platzmangel schon Mitglieder ablehnen müssen. (Westfälische Nachrichten)
+++ Im Juli will die Stadtverwaltung die letzte Genehmigung für den Umbau des Preußenstadions erteilen. (Westfälische Nachrichten)
+++ Kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahrs im August suchen immer noch mehr als 350 Jugendliche einen Ausbildungsplatz in Münster. (Agentur für Arbeit Ahlen-Münster)
+++ Das Hackentor von Preußens Mittelfeldspieler Jorrit Hendrix ist zum Tor des Monats Mai gewählt worden – herzlichen Glückwunsch! (Sportschau inklusive Videobeitrag, wirklich sehenswert!)
+++ Ein 38-jähriger Mann aus Münster berichtet von seiner Abhängigkeit von Crack, der inzwischen am häufigsten konsumierten Droge in Nordrhein-Westfalen. (Tagesschau)
+++ Eine Polizistin aus Münster hat in ihrer Freizeit – Beruf zum Hobby gemacht? – an der Diepenbrockstraße einen Fahrraddieb gefangen. (Polizei)
+++ Die Fluggastzahlen am Flughafen Münster/Osnabrück sind leicht gesunken. (Westfälische Nachrichten)
+++ NRW-Gleichstellungsministerin Josefine Paul weiht am kommenden Dienstag zusammen mit Oberbürgermeister Markus Lewe an der Aapromenade einen „Frauenort“ ein – einen Gedenkort, der an eine historisch bedeutende Frau erinnert, in diesem Fall an Catharina Linck. (Stadt Münster, Wikipedia)
+++ Weil am Hauptbahnhof Osnabrück eine Bombe entschärft wird, fallen seit dem Nachmittag viele Züge in die Richtung aus. (WDR)
Das Café Unique liegt ein wenig unscheinbar an der Kreuzung am Hafenweg, aber dafür mit einem schönen Ausblick auf den Hafenplatz. Wer das Café betritt, findet nicht nur einen hübsch eingerichteten Innenraum vor, sondern auch eine umfangreiche Karte. Da gibt es zum Beispiel ein Frühstücksangebot mit so viel Kaffee, Tee und Kakao, wie Sie wollen, verschiedene kleine Häppchen für die Mittagspause oder auch hausgemachtes Eis, Kuchen, Crêpes und Waffeln. Das Café Unique ist übrigens ein Inklusionscafé, will sagen: Hier arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung. Passend dazu fragt die Karte auf den Tischen: Sind wir nicht alle „unique“?
Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!
Katja Angenent hat heute in den Veranstaltungskalender geschaut. Das sind ihre heißen Tipps:
+++ Wenn es morgen sehr heiß (und das Freibad bestimmt sehr voll) wird, kann es eine gute Idee sein, sich im Kino abzukühlen. Um 19:30 Uhr läuft im Cinema „Nathan-ism“ – ein Film über den Amerikaner Nathan Hilu, Sohn syrisch-jüdischer Einwanderer, der während der Nürnberger Prozesse NS-Verbrecher bewacht und seine Eindrücke zu Kunstwerken verarbeitet hat. Im Anschluss findet ein Gespräch mit Regisseur Elan Golod (auf Englisch) statt. Karten erhalten Sie hier.
+++ Das Exzellenzcluster Mathematik der Uni Münster veranstaltet immer wieder öffentliche Vorträge. Morgen spricht Professorin Lisa Sauermann beispielsweise ab 18:30 Uhr über den „Zufall in der Kombinatorik“. Hört sich kompliziert an, es geht aber im Grunde darum, Zahlen, Punkte oder Farben zu ordnen. Wie das gelingen kann, erklärt Sauermann anhand von praktischen Beispielen. Der Veranstaltungsort (Hörsaal S8 im Schloss) ist gut temperiert, haben wir uns sagen lassen. Außerdem gibt es Getränke und Fingerfood. Mehr zum Vortrag und zur Anmeldung hier.
+++ Falls Sie Filme im Sommer doch lieber draußen schauen, können Sie ab diesem Donnerstag einmal wöchentlich ausgewählte Arthouse-Filme mit Grillgut und Industriecharme kombinieren: Das Kamp-Flimmern geht nämlich in die nächste Runde. Den Anfang macht in dieser Woche „Flow“, ein Animationsfilm über die abenteuerliche Reise einer Katze.
+++ Der Dom feiert Jubiläum: 800 Jahre ist die Grundsteinlegung her. Von Donnerstag bis Sonntag wird darum unter anderem der Domschatz auf dem Altar präsentiert. Bei Kurzführungen haben Sie die Möglichkeit, mehr über das zu erfahren, was Sie da sehen. Die genauen Zeiten und weitere Programmpunkte finden Sie hier.
+++ Clownerie, Gesang und Humor treffen am Donnerstag bei „Dreierlei – die Show im Zirkuszelt“ aufeinander. Das Zelt steht im Mühlenhof, los geht es um 19 Uhr und Karten für 15 Euro können Sie entweder an der Abendkasse oder hier kaufen.
+++ Und noch ein Tipp für Donnerstag: Henrike Jütting präsentiert um 20:30 in der Thalia-Filiale in den Arkarden ihren neusten Münster-Krimi mit dem Titel Hafentod – der mittlerweile sechste Fall für die Kommissarinnen Katharina Klein und Eva Mertens. Karten kosten 8 Euro und sind vor Ort sowie online erhältlich.
+++ Zum Schluss noch ein Hinweis in eigener Sache: Morgen spricht unser Mitgründer Marc-Stefan Andres mit SPD-Medienpolitiker Helge Lindh über die Zukunft des Journalismus – ab 19 Uhr im Hörsaal JUR 2 der Uni Münster. Teilnahme auch per Zoom möglich. Schreiben Sie dazu einfach kurz eine E-Mail.
Ein neues nächtliches Fahrverbot für Mähroboter soll den Igeln in Münsters Gärten das Leben retten. Bürokratischer Irrsinn oder sinnvoller Schritt zum Überleben von Igeln? Sigrid März hat sich das für RUMS angeschaut.
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Am Freitag schreibt Ihnen Sebastian Fobbe. Ich wünsche Ihnen eine gute Woche!
Herzliche Grüße
Ralf Heimann
Mitarbeit: Sigrid März (sma), Sebastian Fobbe (sfo), Anna Niere (ani), Jan Große Nobis (jgn), Katja Angenent (kat) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Maria Schubarth
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PS
Vorläufige Alkoholbilanz vom Wochenende: Am Freitagmittag ist eine Frau auf der Bahnhofstraße mit ihrem Fahrrad gegen einen E-Scooter gebrettert und gestürzt. Ergebnis des Alkoholtests: 2,6 Promille. Das entspricht ungefähr einer Flasche Wodka. In der Nacht zu Samstag ist ein Mann an der Westhoffstraße im Norden vom Rad gefallen und hat sich dabei schwerz verletzt. Ergebnis hier: 1,5 Promille. Das ist etwa eine Flasche Wein. In der Nacht zu Sonntag sahen dann drei überraschte Menschen am Kanal, Höhe Nieberdingstraße, wie eine betrunkene Frau auf der anderen Uferseite ins Wasser kippte. Eine Frau aus der Dreiergruppe sprang hinein und rettete sie aus dem Wasser. Und das verdient, mindestens, eine Flasche Champagner. (rhe)


