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Was Sie unbedingt zum EM-Start wissen sollten | Unbezahlte Werbung: die Imbiss-Gasse

Guten Tag,
gestern Morgen meldete die „Bild“-Zeitung: „Superstar in Münster gelandet: Ronaldo ist jetzt auch da.“ Kurz auf der Preußen-Seite geschaut, aber leider dann doch kein überraschender Transfer zur neuen Zweitliga-Saison. Es ist einfach Europameisterschaft.
Die portugiesische Nationalmannschaft übernachtet in Gütersloh. Der WDR hat ihre Ankunft gestern Abend in der Lokalzeit gezeigt (ab Minute 4). Männer in dunklen Anzügen liefen eine Flugzeugtreppe herunter. Live. Das war aber im Prinzip auch schon alles. Hoffentlich wird’s heute Abend interessanter.
Auch in Münster ist die Europameisterschaft nicht zu übersehen. Die Burschenschaft „Die Pflüger“ hat ihr Haus an der Gertrudenstraße mit Deutschlandflaggen behängt. Ein RUMS-Leser schickte uns das Foto, zusammen mit der Vermutung, dass es hier möglicherweise gar nicht um Fußball geht. Aber egal. Einen Monat lang wird das ja niemandem auffallen.
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Im Biergarten vom „Spatzl“ am Stadtgraben stand gestern Abend schon eine Großleinwand. Das sah ich im Vorbeigehen. In der Hafenarena im „Jovel“ steht sogar noch eine etwas größere. Dort sind alle deutschen Spiele zu sehen. Eintritt frei. Und falls das beides nix für Sie ist, hier finden Sie eine Liste mit allen oder jedenfalls sehr vielen Orten in Münster, an denen Sie die deutschen Spiele zusammen mit anderen sehen können.
Der Tapir Theo aus dem Zoo ist schon mindestens seit gestern in EM-Stimmung. Er hat ein paar Stangen Sellerie aus einer Schale mit schottischer Flagge gegessen und es damit in so gut wie alle größeren deutschen Medien geschafft, zum Beispiel in die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Was der Tapir Theo wahrscheinlich nicht weiß: Er hat damit für heute Abend auf Schottland getippt.
Unglücklicherweise liegt er damit auch noch falsch. Wir in der RUMS-Redaktion haben extra für Sie in den vergangenen Tagen alle deutschen EM-Spiele geträumt. Sie könnten heute Abend also auch einfach irgendwas anderes machen.
Hier schon mal die Ergebnisse: Gegen Schottland gewinnt Deutschland mit 2:0, gegen Ungarn mit 2:1 (Neuer wieder, ganz unglücklich), und gegen die Schweiz wird’s ein 1:1 (Eigentor Kroos). Für die nächste Runde sollte das reichen. Man braucht ja nicht höher zu springen, als man muss.
Weil wir uns hier ja auch sehr gern mit Wissenschaft beschäftigen, vielleicht noch das Ergebnis einer Studie. Der zahlenverrückte Statistikdienst des Landes Nordrhein-Westfalen hat herausgefunden, dass ein Drittel der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen ein EM-Stadion mit dem Auto innerhalb von 20 Minuten erreicht.
Aus Münster wären das die Stadien in Dortmund und Gelsenkirchen. Zu beiden fährt man laut Google Maps ungefähr eine Stunde – wenn man seinen Führerschein danach nicht mehr braucht, schafft man es vielleicht in einer halben. Zur traurigen Wirklichkeit für die von allen EM-Stadien abgehängte Bevölkerung Münsters gehört allerdings auch: Freitagnachmittags erreicht man hier mit dem Auto nicht mal ein baufälliges Zweitliga-Stadion innerhalb von 20 Minuten.
Aber wir wollen nicht meckern. Bis Ende August ist da ja eh nichts zu sehen. Und jetzt schauen wir erst mal auf die Nachrichten. (rhe)

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+++ Die Kommunen in Deutschland sollen mehr Spielraum bekommen, wenn es darum geht, Tempo-30-Zonen einzurichten. (NDR)
+++ Am Mittwoch ist an der Waldeyer Staße eine 250 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. (Stadt Münster)
+++ Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband hat die Kreuzung Hohenzollernring/Bernsmeyerstiege/Lortzingstraße als „schlimmste Kreuzung“ in Nordrhein-Westfalen gekürt. (Westfälischer Anzeiger)
+++ Bis 2030 soll der Hauptbahnhof eine verbesserte Stromversorgung für das Projekt S-Bahn Münsterland bekommen, damit mehr Züge dort fahren können. (Westfälische Nachrichten)
+++ Die Preußen wollen ein Leistungszentrum für ihre Jugendarbeit aufbauen. (Alles Münster)
+++ Wenn Ende Juli der Rewe-Supermarkt in Gremmendorf schließt, soll regelmäßig ein Einkaufsbus in den Stadtteil kommen, schlagen Politik und Gewerbetreibende vor – sozusagen ein Tante-Emma-Bus. (Westfälische Nachrichten)

Anonymer Briefkasten
Haben Sie eine Information für uns, von der Sie denken, sie sollte öffentlich werden? Und möchten Sie, dass sich nicht zurückverfolgen lässt, woher die Information stammt? Dann nutzen Sie unseren anonymen Briefkasten. Sie können uns über diesen Weg auch anonym Fotos oder Dokumente schicken.
+++ Die FDP will, dass die Stadt sich überlegt, wie sie die Bäderlandschaft verbessert und vielleicht auch neue Bäder baut. (FDP Münster)
+++ Das Verwaltungsgericht Münster hat mehrere Urteile gegen den als Kran-Kletterer bekannten Mann gefällt und ihn zu ausstehenden Behandlungskosten von rund 60.000 Euro verurteilt. (Westfälische Nachrichten)
+++ Etwa 100 Menschen haben gegen Referent:innen bei der „Langen Nacht der Bildung“ demonstriert, die ihrer Meinung nach antisemitisch und israelfeindlich seien, wogegen ungefähr 20 andere demonstrierten. (Westfälische Nachrichten)
+++ Das Wahlergebnis der Jugendratswahl steht fest. (Stadt Münster)
Die Adresse Bolandsgasse 4 gegenüber der Stadtbücherei ist was für den Hunger zwischendurch, dort finden Sie gleich zwei Imbisse. Bei Xian Asia Streetfood bekommen Sie zum Beispiel Bao-Burger – taiwanesische Dampfbrote in unterschiedlichen Variationen, und andere asiatische Gerichte. Direkt nebenan, bei der Hot Dog Station, können Sie aus Pommes, Kartoffelecken und Hot Dogs mit klangvollen Namen („Bonanza Ranger“, „Route 66“) und reichlich Belag („Gyros Bacon“) auswählen. Praktisch: beim einfachen Hot Dog schaut die Wurst nur an einem Ende aus dem Brötchen heraus – so bleibt die andere Hand frei für (zum Beispiel) einen Bao Burger.
Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!
Heute hat Annalena Zernott für Sie in den Kalender geschaut.
+++ Ab heute Abend um 20 Uhr können Sie bis in die Nacht hinein auf der Promenade nach Ihren nächsten Flohmarkt-Schätzen suchen. Wichtigstes Accessoire beim Nachtflohmarkt: eine Taschenlampe.
+++ Von heute bis Sonntag lädt das Kulturbüro Münsterland dazu ein, Picknick an unterschiedlichen Orten im Münsterland zu zelebrieren. Beim Sundowner Yoga Picknick vorm münsterschen Schloss gibt’s Getränke und Bananenbrot, an der Werse bietet das Romantik Hotel Hof zur Linde verschiedene Picknickkörbe (bitte vorbestellen). Das ganze Programm der „Münsterländer Picknicktage“ finden Sie hier.
+++ Am Samstag werden ab 11 Uhr in Mauritz-West beim Nachbarschaftsfest Gärten geöffnet, Hinterhöfe betanzt und ganze Straßenzüge vertrödelt. Auf dieser Karte finden Sie alle für den Tag geplanten Veranstaltungen.
+++ Falls Sie Ihr Weg am Samstag über die Promenade führt, dann planen Sie etwas mehr Zeit ein: die letzte Grünflächenunterhaltung für dieses Jahr findet zwischen 15 und 18 Uhr statt. Den Lage- und Zeitplan für die einzelnen musikalischen Beiträge finden Sie hier.
+++ Am Sonntag um 11:15 Uhr zeigen Ulrich Beetz und die Pianistin Iryna Stupenko an der Musikhochschule Münster an historischen Hammerklavieren der Sammlung Beetz, wie Beethoven, Schubert und weitere Komponist:innen des 18. und 19. Jahrhunderts ihre Werke gehört haben müssen. Der Eintritt ist frei, die Plätze sind allerdings begrenzt. Mehr Informationen finden Sie hier.
+++ Am Dienstag lesen Dietrich Schulze-Marmeling und Hubert Dahlkamp im Haus der Niederlande aus ihrem Buch „1974 – Die WM der Genies“. 19 Uhr geht’s los. Alles weitere hier.
Der Musik-Campus steckt in Schwierigkeiten. Der Bund will, dass Münster Tempo macht. Und genau jetzt könnte das Land bremsen. Im RUMS-Brief können Sie nachlesen, wie es um die Finanzierung des Projekts steht.
Herzliche Grüße
Ralf Heimann
Mitarbeit: Svenja Stühmeier (sst), Jan Große Nobis (jgn), Annalena Zernott (aze) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Maria Schubarth
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PS
Zum Schluss noch einmal zum Fußball, nicht zur Europameisterschaft, sondern zu Blauweiß Aasee. Dort gibt es ein inklusives Team, das WDR5 in einem vier Minuten langen Radiobeitrag porträtiert hat. Das Prinzip der Mannschaft fasst der Inklusionsbeauftragte Dietmar Sonius sehr schön in einem Satz zusammen: „Bei uns ist es nicht schlimm, wenn man keine Behinderung hat. Es ist aber auch nicht schlimm, wenn man einen Unterstützungsbedarf hat.“ Über den Besuch des WDR-Teams hat übrigens auch der Verein einen kleinen Beitrag veröffentlicht, und da sind auch ein paar Fotos zu sehen. (rhe)

