Raus aus Kiew | Geschichte einer Flucht | RUMS 30 Tage kostenlos testen

von Fabian Schatz

Münster, 25. März 2022

stellen Sie sich vor: Sie liegen mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin schlafend im Bett und plötzlich klingelt das Telefon. Dem Wecker nach zu urteilen ist es fünf Uhr in der Früh. Ihre Schwiegermutter ist dran. „Der Krieg ist da”, sagt sie nur. Dann geht alles ganz schnell.

So beginnt die Geschichte von Andre und Mariia Grotens Flucht aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach Münster. Diese Geschichte möchte ich Ihnen heute erzählen. Aber ich möchte Ihnen auch die Geschichte von Andre und Mariia Groten erzählen.

Sie beginnt im Sommer 2020.

Andre Groten hat nach zwei Jahren seinen Job in einer Hamburger Marketingagentur gekündigt. Vor seinem Studium in Osnabrück hat er mit seiner Familie in Senden gelebt. Münster war damals sein soziales Zentrum: An der Hildegardisschule hat er Abitur gemacht, an den Wochenenden ist er mit seinen Freund:innen durch die Bars und Diskotheken am Hawerkamp gezogen.

Doch bevor sich er nach einem neuen Job umsieht, braucht er erst einmal eine Pause. Also ruft er Google Flights auf: Welche Flüge sind gerade günstig? Wo sind die Corona-Einschränkungen ok? Wo war er noch nicht?

Seine Entscheidung fällt auf Kiew. Drei Monate kann er ohne Visum dorthin reisen. Er bucht ein Hostel und fliegt los. Dort wird er seine Frau kennenlernen, er wird heiraten, er wird in die Ukraine ziehen, und irgendwann kommt der Moment, in dem Andre und Mariia Groten verstehen: Wir müssen hier raus. Dann folgt eine Odyssee.

Warum hört der Text hier schon auf? Sie lesen unseren Kurzbrief. Den ausführlichen RUMS-Brief bekommen Sie frei Haus, wenn Sie RUMS mit unserem Probe-Abo 30 Tage lang kostenlos testen.

Herzliche Grüße
Johanne Burkhardt


PS

Wenn mir neue Personen vorgestellt werden und ich ihnen später zufällig auf der Straße oder beim Einkaufen begegne, erkenne ich sie meistens direkt. Sie mich aber nicht so oft. Lange habe ich gedacht, es liegt an mir. Vielleicht bin ich einfach nicht einprägsam genug. Jetzt weiß ich: Es könnte wirklich an mir liegen. Aber vermutlich aus einem anderen Grund. Ich könnte eine „Super-Recogniser” sein. Das sind Menschen, die sich besonders gut Gesichter merken und erkennen können. Sie glauben mir nicht? Ich habe beim Super-Recogniser-Test der Universität Greenwich immerhin 11 von 14 Gesichtern erkannt. Sie können gern versuchen, meinen Score zu knacken.

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