Geflüchtete in Münster | Die LVM und die Nazis | RUMS 30 Tage kostenlos testen

Porträt von Sebastian Fobbe
von Sebastian Fobbe

Münster, 11. März 2022

es ist die dritte Woche des Kriegs in der Ukraine und die Schreckensmeldungen reißen nicht ab. Sobald man das Radio oder den Fernseher anschaltet, die Zeitung aufschlägt oder kurz aufs Handy schaut, ständig konsumieren wir beunruhigende Nachrichten. Dafür hat sich inzwischen ein Name gefunden: Doomscrolling. Falls Sie das Wort gerade nicht parat haben, Doom bedeutet „Untergang”.

Das Ganze schlägt vielen Menschen aufs Gemüt, denn die Flut von Negativnachrichten macht hilflos und ohnmächtig. Und das Doomscrolling vernebelt unsere Sicht auf die Hoffnungsschimmer, die trotz alledem immer wieder aufleuchten.

Aus Münster kommen Nachrichten, die zuversichtlich stimmen. Am Mittwoch stimmte etwa der Hauptausschuss des Rats einstimmig einer Beschlussvorlage zum Krieg in der Ukraine zu, die den geflüchteten Menschen aus der Ukraine Hilfe und Schutz zusichert. Die Verwaltung soll unbürokratisch und schnell Maßnahmen ergreifen für die Versorgung und Unterbringung der Geflüchteten aus der Ukraine. Die Stadt soll außerdem den Bund und das Land Nordrhein-Westfalen bei der geregelten Verteilung von Geflüchteten unterstützen, und sie will ihrer polnischen Partnerstadt Lublin unter die Arme greifen.

Wie geht es mit den geflüchteten Menschen in Münster weiter? Das ist heute ein Thema im RUMS-Brief. Und es geht um die Vergangenheit der LVM-Versicherung im Nationalsozialismus. Das Unternehmen hat diese Zeit aufarbeiten lassen. Herausgekommen ist ein Ergebnis, das auf den ersten Blick paradox erscheint: Die LVM-Versicherung war durch und durch nationalsozialistisch. Aber es hat sich nicht von einem einzigen jüdischen Kunden getrennt. Warum nicht, das lesen Sie heute im RUMS-Brief. 

Warum hört der Text hier schon auf? Sie lesen unseren Kurzbrief. Den ausführlichen RUMS-Brief bekommen Sie frei Haus, wenn Sie RUMS mit unserem Probe-Abo 30 Tage lang kostenlos testen.

Herzliche Grüße

Sebastian Fobbe


PS

Sie alle kennen bestimmt diesen einen vielzitierten Satz: „Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit.” Dass sich dahinter keine hohle Phrase verbirgt, lässt sich gerade in Russland nur allzu gut beobachten. Seit Beginn der Invasion in die Ukraine ist es dort Journalist:innen verboten, das Wort Krieg zu benutzen. Wer das doch tut, muss mit einer Haftstrafe von bis zu 15 Jahren rechnen. Das alles macht es für Journalist:innen fast unmöglich, frei und unabhängig aus Russland zu berichten. Auch der Fernsehsender Doschd, der als eines der wenigen freien russischen Medien gilt, ist von der Zensur betroffen und inzwischen sogar gesperrt worden. Über all das hat Greta Spieker vom münsterschen Magazin Perspective Daily mit der Doschd-Journalistin Anna Fimina gesprochen. Was sie zu berichten hat, können Sie hier nachlesen. Und wenn Sie noch mehr über die Arbeit von Doschd erfahren wollen, können Sie in der ARD Mediathek vorbeischauen. Dort findet sich die Dokumentation „F@ck this Job – Abenteuer im russischen Journalismus”.

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