Abenteuer mit IServ | Die Mieten sinken. Wirklich? | RUMS 30 Tage kostenlos lesen

von Fabian Schatz

Münster, 12. Januar 2021

die Woche in der Schule begann schon wieder so, wie das Jahr 2020 zu Ende gegangen war, mit Problemen, in diesem Fall mit Verbindungsproblemen. Das Hittorf-Gymnasium verschickte am Montagnachmittag eine E-Mail an die Schüler:innen und die Eltern, in der etwas stand, das sie wahrscheinlich längst wussten. Das mit den Videokonferenzen hatte nicht so geklappt, wie man sich das vorgestellt hatte. Die Kommunikationssoftware IServ hatte sich noch in der ersten Stunde in die große Pause verabschiedet. Die Schule teilte mit: „Die Betreiber von IServ arbeiten an einer Lösung.“ Ein Problem in diesem Zusammenhang hat das Unternehmen anscheinend schon in den vergangenen Wochen lösen können. Auslastungsgrade von über 100 Prozent, wie sie im letzten Jahr im System abzulesen waren, können sich nun nicht mehr ergeben. Jedenfalls sieht man es nicht mehr. Den Balken, der diesen Auslastungsgrad zusammen mit einer Prozentzahl illustrierte, gibt es nicht mehr. Er wurde durch eine Art Warnleuchte ersetzt.

Inzwischen ist dieses Problem gelöst. Es hatte nichts mit dem Auslastungsgrad zu tun, sondern mit zwei Software-Fehlern. Doch das Problem mit dem Distanzunterricht bleibt. Wie geht es jetzt weiter? Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) kündigte Anfang der Woche ungefähr das Gegenteil von dem an, was sie in der vergangenen Woche gesagt hatte. Und eine Juristin, Mutter von vier Kindern, klagt gegen die Schulschließungen vor dem Oberverwaltungsgericht Münster.

Das ist ein aktuelles Problem, ein dauerhaftes sind die hohen Mieten. Und die sind trotz Corona vor allem in großen Städten weiter gestiegen. In Münster aber offenbar nicht. Warum? Mehr dazu heute im RUMS-Brief.

Außerdem: Wir haben den Wohnungsmarktbericht der NRW-Bank ausgewertet und die wichtigsten Aussagen für Münster zusammengefasst. Und wir sind der Frage nachgegangen, wie es nach dem Corona-Ausbruch im Evangelischen Krankenhaus im Moment aussieht. Die Antwort der Klinik ist nicht so erhellend, aber ganz interessant.

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Herzliche Grüße

Ralf Heimann


PS

Werner Szybalski von der „Münsterliste – bunt international“ hat in seinem Archiv gewühlt. Dabei ist er auf einen Text vom 17. Mai 1991 gestoßen, in dem er auch selbst zu Wort kommt. Überschrift: „VCD-Konzept für eine autofreie(re) Innenstadt“. VCD steht für „Verkehrsclub der Bundesrepublik Deutschland“. Szybalski war damals Kreisvorsitzender des Vereins. In dem Text nannte er das Konzept: „Praktikabel, nicht radikal.“ Und knapp 30 Jahre später stimmt das sogar. Die Unterzeile damals lautete: „Basis für eine Diskussion ohne Ideologie“. Das hat in der Folge leider nicht ganz so gut geklappt. Allerdings sind in den letzten Monaten ja einige Dinge passiert, die noch vor gar nicht so langer Zeit niemand für möglich gehalten hätte. Warten wir also ab. Die neue Rathaus-Koalition will in den nächsten Wochen ihre Pläne für die kommenden vier Jahre vorstellen. Zur Sicherheit habe ich mir den Ausschnitt jetzt schon mal zum 11. Januar 2031 in den Kalender gelegt.

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