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Das Dilemma der Pflege | RUMS 30 Tage lang kostenlos testen


Münster, 6. April 2021
in der vergangenen Woche sah es für einen Moment so aus, als wäre das Problem in der Pflege endlich im Bewusstsein des Landes angekommen. Der Sender ProSieben zeigte am Mittwoch die komplette Schicht der Krankenpflegerin Meike Ista an der Uniklinik Münster. Sieben Stunden lang Krankenhausalltag aus der Brustkamera-Perspektive. Parallel erzählten in der Dokumentation Menschen, die in ganz Deutschland selbst in der Pflege arbeiten, von ihrem Alltag, den schwierigen Bedingungen und den Problemen, die im Verlauf des vergangenen Jahres immer mal wieder zur Sprache gekommen waren. Die Kritik sprach von einem „Stück TV Geschichte“.
Die Uniklinik freute sich über die Aufmerksamkeit. Bei Twitter verbreitete sie die begeisterten Reaktionen. Am Donnerstag schrieb das Social-Media-Team: „…immer noch ganz überwältigt und glücklich – vielen, vielen Dank für eure zahlreichen Nachrichten, Kommentare und Reaktionen zu #nichtselbstverstaendlich!“ #nichtselbstverständlich – das war der Titel der Aktion. Doch es gab auch Kritik, denn viele Pflegende an der Uniklinik sind nicht mit ihren Arbeitsbedingungen zufrieden.
Für den RUMS-Brief heute haben wir mit Pflegenden und der Klinik über die Situation gesprochen. Wir haben auch mit Konstantin Kubina geredet, der ein halbes Jahr nicht locker gelassen und die Stadt schließlich dazu bewegt hat, ihm eine Dienstanweisung des Ordnungsamts auszuhändigen. In ihr steht zum Beispiel, wo in der Stadt es Knöllchen gibt, wann Autos abgeschleppt werden – und welches Vergehen, über das viele wahrscheinlich schon mal nachgedacht haben, bis zu 50.000 Euro kosten kann.
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Herzliche Grüße
Ralf Heimann
PS
Die Facebook-Seite „Notes of Berlin“ sammelt schon seit Jahren Zettel und Aushänge in der Stadt, die oft kurios sind, teilweise witzig, und die manchmal einfach Geschichten erzählen. So einen Zettel habe ich am Wochenende an der Promenade gefunden. Eine Frau sucht eine andere Frau, die ihr am 2. März um 12 Uhr auf der Promenade gegenüber vom Biergarten der Gaststätte Johann-Conrad Hilfe angeboten hat. Die Frau hatte braunes, schulterlanges Haar. Sie habe unglaublich lieb gefragt, ob sie etwas für sie tun könne, und sie habe ihr sogar angeboten, aus ihrer Flasche zu trinken. Nun würde die Frau, die den Zettel aufgehängt hat, gern wissen, wer diese Frau war. Unglücklicherweise habe ich den Zettel so fotografiert, dass die E-Mail-Adresse nicht vollständig zu erkennen ist. Es könnte becausenope@yahoo.com sein oder becausenop@yahoo.de. Ich suche nun jemanden, der den Zettel ebenfalls gesehen und die Adresse notiert hat. Und wenn Sie die Frau mit den schulterlangen Haaren kennen, oder wenn Sie selbst diese Frau sind, melden Sie sich unter der Adresse oder auch bei uns. Vielleicht geht diese schöne Geschichte ja noch weiter.