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Porträt von Ralf Heimann
von Ralf Heimann

Münster, 21. September 2021

mitten auf der Wolbecker Straße befindet sich seit dem Wochenende eine mit gelben Linien umrandete Verkehrsinsel. Vor der Bar Levin ein paar Meter weiter stehen Sitzgelegenheiten aus Holzpaletten und Palmen in den Parkbuchten am Straßenrand, unter der Eisenbahnbrücke hängen auf beiden Straßenseiten Plakate an der Mauer, auf der einen Seite säumen Zahlen den Weg, auf der anderen Fragen. Und was an solchen Orten normalerweise möglichst nicht passieren sollte, aber dann doch immer passiert, ist hier gewollt und sogar erwünscht: Die Leute sollen die Plakate vollkritzeln, mit Verbindungslinien, Ideen und Antworten, zum Beispiel auf die Frage: „Wie findest du das Reallabor?“ Reallabor, das wissen Sie vielleicht schon, ist der Name des Experiments, das die Stadt hier bis zum Wochenende wagt, und von dem sie sich Erkenntnisse darüber erhofft, wie eine Straße in der Innenstadt in Zukunft aussehen könnte. Die beiden Antworten, die auf dem Plakat an zweiter und dritter Stelle stehen, geben einen Eindruck davon, wie groß das Spektrum der Meinungen zu diesem Experiment ist. An zweiter Stelle steht: „Mega Idee!“ An dritter: „Bekloppte Idee!“

Im RUMS-Brief heute beschäftigen wir uns mit dem Verkehrsversuch, der am Wochenende an der Wolbecker Straße begonnen hat, und zu dem es doch sehr unterschiedliche Meinungen gibt. Und wir haben uns das deutsche Wahlrecht angesehen. Das hat nämlich einige Besonderheiten. Und eine davon könnte dazu führen, dass von der Dominanz in Bayern auch Münster profitiert. Möchten Sie mehr erfahren? Dann testen Sie den RUMS-Brief mit unserem Probe-Abo 30 Tage lang kostenlos.

Herzliche Grüße
Ralf Heimann


PS

Henning Stoffers, der auf seiner Website ganz wunderbare Texte über Münsters Geschichte schreibt, hat wieder einen ganz wunderbaren Text über Münsters Geschichte geschrieben. Diesmal geht es um Urlaub und Freizeit, ein Phänomen, das so lange noch gar nicht für alle verfügbar ist. Im Jahr 1903 hatte man, wenn man in einer Brauerei arbeitete, drei Tage Jahresurlaub, schreibt Stoffers. Das änderte sich dann einige Jahre später und damit auch das Freizeitangebot. Henning Stoffers erzählt das alles auf eine sehr leicht zugängliche Weise. Und ganz fantastisch sind auch die Fotos in dem Beitrag, vor allem die Postkarte vom Ausflugslokal im Boniburger Wald und das Bild vom jungen Steffi Stephan neben dem jungen Udo Lindenberg. Ach, schauen Sie es sich einfach an.

PPS

Vor einem Jahr haben wir mit RUMS den Netzwende-Award gewonnen. Es war unser erster Preis, und es war nach einem schwierigen Start unter schlechten Bedingungen mit vielen Unsicherheiten mitten in der Pandemie eine sehr schöne Anerkennung. In diesem Jahr sitzt unser Mitgründer Marc-Stefan Andres in der Jury des Preises. Und wenn Sie ein Medienprojekt kennen, das Ihrer Meinung nach einen Preis für nachhaltige Innovation im Journalismus verdient hat, dann schlagen Sie es auf dieser Seite sehr gerne vor.

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