- RUMS
- Beiträge
- Kurzbriefe
- Kurzbrief von Ralf Heimann
Tag der Lohnungleichheit | Ärger am Pulverschuppen | RUMS 30 Tage kostenlos testen


Münster, 8. März 2022
heute weht in der Stadt neben der ukrainischen und der europäischen Flagge auch noch eine rot-weiße Fahne. Auf ihr steht: „Equal Pay Day“. Der Tag der Lohngleichheit. Das war gestern. Heute ist Internationaler Frauentag, und dass der eine Tag auf den anderen folgt, ist ein günstiger Zufall. Denn der Tag der Lohngleichheit müsste eigentlich Tag der Lohnungleichheit heißen. Er fällt auf den Tag im Jahr, bis zu dem Frauen im Vergleich zu Männern für umme arbeiten. Der Internationale Frauentag erinnert daran, dass sich das ändern sollte. Aber tut es das?
Vor acht Jahren schrieb die Stadt in einer Pressemeldung zu diesem Anlass, Frauen bekämen im Schnitt 22 Prozent weniger Gehalt. Im Jahr darauf war der Wert unverändert. Ein Jahr später hatte sich immerhin ein bisschen was bewegt. Doch die Differenz blieb bei 21 Prozent. Dann erschienen fünf Jahre lang keine städtischen Meldungen zum Tag der Lohngleichheit. Hatte sich das Thema erledigt? Nein. Gestern kam wieder was. Und gemessen an der Entwicklung der vergangenen Jahre ist die Lücke regelrecht in sich zusammengefallen. Allerdings eben auch nur im Vergleich zur Entwicklung der vergangenen Jahre. Frauen bekommen im Schnitt immer noch 18 Prozent weniger Geld als Männer. Das ist weiterhin eine Menge.
Warum ist das so? Dafür gibt es verschiedene Erklärungen. Einige klingen merkwürdig, sind aber bei genauerem Hinsehen plausibel. Außerdem beschäftigen wir uns heute im RUMS-Brief mit einem Vorfall in einer städtischen Unterkunft für Geflüchtete, die am Wochenende die ersten Menschen aus der Ukraine aufnahm. Und wir haben für Sie die wichtigsten Aussagen aus einer Studie zusammengefasst, die sich mit einem Problem beschäftigt, das fast jeden betrifft, und das seit Jahren immer größer wird: Wohnen wird immer teurer. Was können die Städte und Gemeinden dagegen tun? Das alles – heute im RUMS-Brief.
Warum hört der Text hier schon auf? Sie lesen unseren Kurzbrief. Den ausführlichen RUMS-Brief bekommen Sie frei Haus, wenn Sie RUMS mit unserem Probe-Abo 30 Tage lang kostenlos testen.
Herzliche Grüße
Ralf Heimann
PS
Am Freitag hatten wir Ihnen hier den Krautreporter-Newsletter „Ukraine Verstehen“ empfohlen. Das Thema heute daher: Russland verstehen. Allerdings nicht als Newsletter, sondern in Form eines Textes von Marina Weisband. „Die wahre Tragik“ sei, so schreibt sie: „Das Land, das die Russen für ihren Bruder halten, hat es geschafft, aus dieser Spirale von Knechtschaft auszubrechen.“ Um den Mann etwas besser zu verstehen, der diese russische Knechtschaft seit über 20 Jahren orchestriert, empfehle ich eine dreiteilige Dokumentation. Sie heißt Putins Russland und steht in der ZDF-Mediathek. Und wo wir gerade dabei sind: In der Arte-Mediathek finden Sie die aus 23 Teilen bestehende Serie „Diener des Volkes“, in der Wolodymyr Selenskyj, genau, der ukrainische Präsident, einen Geschichtslehrer spielt, der überraschend ukrainischer Präsident wird. Klingt verrückt, ist allerdings bei Weitem nicht so absurd wie die Wirklichkeit.