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Alarmstufe Rot fürs Blut | Blinde Flecken der Hausarztversorgung | Unbezahlte Werbung: Wildermanns Hofladen

Guten Tag,
nach dem großen Drama um Schnee, Glätte und gestrichene Bahnverbindungen kehrt so langsam wieder etwas Ruhe ein. In Münster mag sich der ein oder andere am Wochenende gedacht haben: Wo ist es denn jetzt – das Schneechaos? Denn während in Hamburg beispielsweise bis zu 30 Zentimeter Schnee lagen, wechselten sich am Wochenende in Münster Schnee und Regen ab.
Was am Montag blieb, waren glatte Gehwege und vorsorgliche Schulausfälle. Nachdem bereits am Freitag in ganz Norddeutschland auf Stand-By gedrückt wurde, zog NRW gestern nach.
Umso mehr freute ich mich, als ich gestern Morgen am Bahnhof stand, meine Regionalbahn nach Osnabrück pünktlich losfuhr und ich auf dem Weg dorthin durch die Innenstadt keiner glatten Straße begegnet war. Man könnte also sagen, durch die Vorwarnung waren alle gut vorbereitet.
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Der Stand-By-Button hat vermutlich viele Menschen geschützt, gleichzeitig aber auch neue Probleme mit sich gebracht. Das Deutsche Rote Kreuz beklagt, dass die Blutvorräte dem Ende zugehen. Witterungsbedingt seien in den vergangenen Tagen und Wochen viele Blutspendetermine im Land abgesagt worden.
In Münster konnten zwar alle geplanten Termine stattfinden, hier mache sich aber ein anderes Problem bemerkbar: Durch Grippe- und Erkältungswellen fallen potenzielle Spender:innen vermehrt aus.
„Aktuell beträgt die Lagerreichweite nur noch rund 1,5 Tage. Erforderlich wären mindestens fünf Tage, um eine stabile Versorgung sicherzustellen“, schreibt Pressesprecher Stephan David Küpper. Gespendetes Blut könne zudem nicht lange gelagert werden. Heißt: Wenn heute nicht gespendet wird, fehlt morgen Blut.
Um die aktuelle Lücke wieder zu schließen, müssten deutlich mehr Menschen in dieser Woche Blut spenden. „Auch in Münster wird noch deutlich mehr Blut gebraucht“, sagt eine DRK-Sprecherin aus Münster am Telefon.
Wenn Sie aushelfen möchten und dürfen (hier lesen Sie die Bedingungen), dann finden Sie auf dieser Seite die aktuellen Termine für Blutspenden in Münster. (ani)

Anonymer Briefkasten
Haben Sie eine Information für uns, von der Sie denken, sie sollte öffentlich werden? Und möchten Sie, dass sich nicht zurückverfolgen lässt, woher die Information stammt? Dann nutzen Sie unseren anonymen Briefkasten. Sie können uns über diesen Weg auch anonym Fotos oder Dokumente schicken.
+++ Christian Pander löst Bernward Maasjost als Präsident des SC Preußen ab. (Westfälische Nachrichten)
+++ Die Stadtverwaltung stellte am Montag einen Plan für die Wärmeversorgung bis 2045 vor, der klimaneutral sein soll und zu dem Bürger:innen bis zum 8. Februar Stellung nehmen können. (Stadt Münster)
+++ Rund um die Hammer Straße gilt ab dem 17. Februar eine neue Regel, nach der Autofahrer:innen ohne Bewohnerparkausweis nur noch zwei Stunden mit Parkscheibe parken dürfen, während Anwohner:innen unbegrenzt stehen können. (Stadt Münster)
+++ Die Stadtwerke haben erstmals freiwillig einen Nachhaltigkeitsbericht für 2024 vorgelegt. (Stadtwerke Münster)
+++ Am Angelsachsenweg und am Markweg stehen seit Jahren Bima-Häuser leer, doch die Stadtverwaltung kann nach eigener Aussage nicht eingreifen, weil sie gegen die Bundesbehörde keine Bußgelder verhängen darf – FDP, CDU, Grüne, SPD und Linke kritisieren das scharf. (Westfälische Nachrichten und Münstertube)
+++ Münsteraner:innen warteten 2025 auf ihre Einkommensteuer im Schnitt fast zwei Monate. (Westfälische Nachrichten)
+++ Die Linke Münster wirft der LEG vor, dem Nachbarschaftstreff in Berg Fidel aus politischen Gründen die Räume gekündigt zu haben und damit solidarische Stadtteilarbeit im Viertel anzugreifen. (Linke Münster)
+++ Aktivist:innen wollen am Donnerstag vor dem Stadthaus 3 gegen die geplante Fällung einer Linde am Hansaring für Fernwärmearbeiten der Stadtwerke protestieren. (Westfälische Nachrichten)
+++ Der Kinderschutzbund Münster startet im April eine neue Ausbildungsrunde für Ehrenamtliche für das Sorgentelefon „Nummer gegen Kummer“, für die sich Münsteraner:innen ab sofort bewerben können. (Alles Münster)
+++ Ahana Aurora Fernandez von der Universität Münster wurde für ihre Fledermausforschung von der Deutschen Wildtier Stiftung ausgezeichnet. (epd, hier Westfälische Nachrichten)
+++ Beim Neujahrsempfang im Schloss Bellevue ehrte Frank-Walter Steinmeier am Dienstag die Münsteranerin Andrea Lehmann für ihr Engagement gegen Einsamkeit im Alter. (Westfälische Nachrichten)
Wenn Sie bisher dachten, der Besuch eines Hofladens lohne sich nur im Sommer, besuchen Sie in der nächsten Zeit doch mal Wildermanns Hofladen an der Altenroxeler Straße 95. Auch im Winter bietet er ein breites Angebot an frischem saisonalem Gemüse wie Grünkohl, Möhren, Feldsalat und Rosenkohl. Außerdem gibt es tiefgekühltes Fleisch aus eigener Aufzucht, Eier und Milchprodukte. Marmeladen, Eingemachtes, Nudeln und Mehle, teils von Höfen aus der Umgebung, ergänzen das regionale Angebot. Geöffnet hat der Laden unter der Woche von 15 bis 18 Uhr, dienstags und freitags auch vormittags von 9 bis 12 Uhr. Samstag ist von 10 bis 16 Uhr offen, nur sonntags ist der Laden komplett geschlossen.
Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!
Heute hat Katja Angenent für Sie in den Kalender geschaut und ein paar Veranstaltungsempfehlungen zusammengestellt.
+++ Ab heute ist in der Stadtbücherei die Ausstellung „Ein Jahr – 12 Werke“ zu sehen. Präsentiert werden Malereien, Zeichnungen und Collagen der zwölf Gewinner:innen des Kunstwettbewerbs „Ausgezeichnet – Werk des Monats“ aus dem letzten Jahr. Die prämierte Kunst stammt von Menschen mit Behinderung. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Sie läuft noch bis zum 30. Januar.
+++ Am Mittwoch spricht der ehemalige Obdachlose Dominik Bloh im Museum für Kunst und Kultur am Domplatz um 19:30 Uhr in der Gesprächsreihe „Heimat(en)“ über sein Leben auf der Straße, das Problem der Wohnungsnot und Möglichkeiten eines solidarischen Zusammenlebens. Karten für 10 Euro sind hier erhältlich.
+++ Ebenfalls am Mittwoch berichten Johanna Hochedlinger und Tanja Willers um 19 Uhr in der Friedenskapelle von ihrer Radtour „Von Kapstadt nach Wien: Zwei Frauen, zwei Räder, ein Zelt“. Es geht um 21 Länder, 24.000 Kilometer und die Beziehung untereinander. Restkarten für je 22,50 Euro erhalten Sie hier.
+++ Das Museum für Kunst und Kultur bietet am Wochenende ein Sonderprogramm anlässlich des 80. Jahrestags der Befreiung vom Nationalsozialismus an. Am Freitag um 18 Uhr wird die Dokumentation „Hitlers Hollywood“ gezeigt. Am Samstag gibt es zur gleichen Zeit die beiden Nachkriegsfilme „Die Mörder sind unter uns“ und „In jenen Tagen“, und am Sonntag ist um 11 Uhr der Film „Wir Wunderkinder“ und um 18 Uhr der Film „Riefenstahl“ zu sehen. Jeder Film wird von einem Vortrag eingeleitet, nach dem letzten Film gibt es ein Abschlussgespräch. Karten für Einzeltermine kosten 10 Euro, das Reihenticket für alle vier Veranstaltungen ist für 30 Euro zu haben.
+++ Am Samstag findet in der Stadtbücherei von 11 bis 15 Uhr der erste Infotag zum Thema Digitales Engagement statt. Mit kurzen Vorträgen und Infoständen stellen sich Initiativen und Projekte vor und zeigen, wo und wie man sich digital in Münster engagieren kann.
Und sonst?
Münster gilt als überversorgt mit Hausärzten. Doch ein Viertel hat bald keine Praxis mehr. Raphael Balke und Anna Niere erklären, warum das eher mit Politik zu tun hat als mit Ärztemangel.
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Am Freitag schreibt Ihnen Raphael Balke. Ich wünsche Ihnen eine gute Woche!
Herzliche Grüße
Anna Niere
Mitarbeit: Raphael Balke (rba), Katja Angenent (kat), Jan Große Nobis (jgn) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Maria Schubarth
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PS
Wussten Sie schon, dass Ofenrohre besonders gute Brutstätten für Käuze sind? Ein Münsteraner durfte das direkt selbst erleben. Durch ein leises Piepen aus dem Kamin wurde Guido Rath auf das Tier aufmerksam, das im Ofenrohr saß und dort offensichtlich brüten wollte – zum Glück früh genug, bevor er den Ofen anstellte. Der Kauz steckte fest und kam nicht mehr selbst raus. Den Westfälischen Nachrichten hat Rath ein Foto des Tiers im Ofenrohr geschickt und die Entwarnung: Dem Kauz geht’s gut. Aber vielleicht schauen Sie beim nächsten Anzünden des Kamins vorsichtshalber einmal nach, ob nicht auch bei Ihnen ein Kauz im Rohr sitzt. (ani)

