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Hat jemand das Sendschwert gesehen? | Unbezahlte Werbung: Handyklinik in der Loddenheide | 6 Monate für 1 Euro RUMS lesen

Guten Tag,
falls Sie sich seit über 20 Jahren fragen, woher noch gleich dieser Holzarm kam, der samt Schwert in Ihrem Keller herumliegt: Hier finden Sie vielleicht die Antwort. Die Stadt Münster sucht ihr Sendschwert. Für die Person, die es zurückbringt, gibt’s 1.000 Euro und garantiert keine Strafe, schreibt die Stadt.
Was mit dem Herbstsend 1578 begann, nahm 422 Jahre später schlagartig sein Ende. Jemand hatte in einer Oktobernacht das Sendschwert von der Rathausmauer genommen. Da man die Tradition nach über 400 Jahren nicht brechen wollte, hatte die Stadt pünktlich zum Jahrmarkt im Frühjahr eine Replik anfertigen lassen.
Was genau ein Schwert nun mit Fahrgeschäften zu tun hat? Ziemlich wenig. Im 16. Jahrhundert hatten Fahrgeschäfte allerdings auch ziemlich wenig mit dem Send zu tun. Damals war es ein Markt. Das Schwert wurde während des Sends ans Rathaus gesteckt, um anzuzeigen, dass gerade Marktrecht herrscht. Das war eine Art besonderer Schutz für den Markt und seine Besucher:innen. Mehr dazu können Sie unter dem Link oben bei der Stadt Münster nachlesen.
Dieser Mini-Ausflug in die Send-Historie ist übrigens ein gutes Beispiel für das, was der Wettbewerb „Wiki Loves Folklore“ erreichen will. Also, neben einer immer größer werdenden Sammlung lizenzfreier Medien bei Wikimedia Commons. Er will Volkskulturen dokumentieren. Zum Beispiel Märchen, Tänze und Spiele. Und Märkte. Dieses Jahr hat eine Jury aus 2.600 Beiträgen die besten fünf gekürt. Auf Platz vier: Rainer Halamas Foto vom Münsteraner Send. (sst)

Lust auf Journalismus?*
*Aber mal so ganz anders?
Arbeiten in einem netten und engagierten Team, eigenverantwortlich recherchieren, neue Formate ausprobieren und Themen anders erzählen als im klassischen Lokaljournalismus – das und noch eine Menge mehr bieten wir bei RUMS.
Wir suchen für unser Redaktionsteam ein:e Journalist:in mit mehrjähriger Erfahrung und Lust, guten und spannenden Lokaljournalismus für Münster voranzubringen. Das klingt interessant für dich? Dann schreibe uns gern eine E-Mail oder leite unser Angebot an Interessierte in deinem Umfeld weiter. Wir freuen uns auf deine Nachricht.
+++ Der Nahverkehrsverband Westfalen-Lippe möchte ab Ende 2028 die Dieselloks mit 60 batteriebetriebenen Zügen ersetzen. (WDR)
+++ Das Tiefbauamt hat die giftigen Blaualgen aus dem Aasee und der Aa abgesaugt, überwacht aber immer noch die Wasserqualität. (Stadt Münster)
+++ Ein Windrad in Amelsbüren muss aufwendig repariert werden, nachdem es angefangen hat, sehr laut zu knarzen. (Westfälische Nachrichten)
+++ Die neue Grundschule in Sprakel wird zum neuen Schuljahr eröffnen, wobei der Schulhof und die Sporthalle erst im Herbst komplett fertig sind. (Stadt Münster)
+++ SPD, Grüne und Linke finden die Idee super, das Schlaun-Gymnasium auf das ehemalige Westfalen-Gelände in Angelmodde umzuziehen, CDU und FDP nicht. (Westfälische Nachrichten)
+++ Die Stadtwerke setzen neuerdings im Kraftwerk am Hafen einen Roboter-Hund ein, der mit verschiedenen Sensoren und Kameras ausgestattet ist, um technische Anlagen zu überwachen und das Personal zu unterstützen. (Stadtwerke Münster)
+++ Zwischen Januar und Mai ist der Umsatz der Industrie in Münster leicht gestiegen. (IHK Nordwestfalen)
+++ In Münster soll im August eine Meldestelle eröffnen, die sich mit Antisemitismus an Hochschulen in NRW beschäftigt. (Westfälische Nachrichten)
+++ Am Donnerstag hat das Kindercamp im Wienburgpark eröffnet. (Stadt Münster)
Der heutige Tipp kommt von einer RUMS-Leserin. Sie ist ganz begeistert von der Handyklinik im Marktkauf Loddenheide. Sie schreibt uns, der Betreiber berate dort sehr freundlich und kompetent und ist dabei auch noch auf Nachhaltigkeit bedacht. Beispielsweise ist es in der Handyklinik kein Problem, sein Fairphone reparieren zu lassen. Das Fazit der Leserin: „Unbedingt weiterempfehlen!“ Wenn auch Sie einen Tipp aus Münster haben, von dem andere Leser:innen wissen sollten, schreiben Sie uns gerne eine E-Mail: termine@rums.ms.
Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!
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Heute hat Katja Angenent schöne Veranstaltungen in Münster für Sie herausgesucht:
+++ Wenn Sie bei den sommerlichen Temperaturen am Samstag in Festivallaune sind, dann fahren Sie doch zum Hawerkamp. Im Außenbereich der Sputnikhalle findet die dritte Auflage des „Made in Münster“-Festivals statt. Dort treten ganz unterschiedliche Künstler:innen auf, die eines gemeinsam haben: ihren Münster-Bezug. Karten für den Festivaltag kosten 20 Euro und sind online erhältlich.
+++ Am Samstag läuft um 20:15 Uhr im Ersten eine neue Promi-Ausgabe der Quizsendung „Gefragt – Gejagt“. Die steht auch im Zeichen von Klaus-Otto Nagorsnik. Der durch die Sendung bekannt gewordene Münsteraner Bibliothekar war überraschend im April verstorben. Vom Sender heißt es: „Das gesamte Team von ‚Gefragt – Gejagt‘ verabschiedet sich in dieser Sendung von einem geschätzten Kollegen, der für immer Mitglied der ‚Gefragt – Gejagt‘-Familie bleiben wird.“
+++ Ebenfalls am Samstag haben Sie um 19:30 Uhr im Planetarium die Möglichkeit, den Pink-Floyd-Klassiker „The Dark Side Of the Moon“ zu erleben. Und zwar akustisch sowie visuell. Karten für 14 Euro können Sie hier bestellen.
+++ Am Sonntagnachmittag findet in Nienberge ein Theaterspaziergang statt. Um 17 Uhr präsentieren Gabriele Brüning und Tilman Rademacher Tucholskys „Ein Ehepaar erzählt einen Witz“. Los geht der Spaziergang am Kulturforum/Grundschulgelände, die Teilnahme ist kostenfrei.
Was gibt’s sonst so Neues?
Am 28. Juli 2014 fielen Unmengen an Wasser auf Münster. So viel Regen wie damals wurde davor und danach nie in Deutschland gemessen. Was hat sich seitdem getan? Darüber habe ich mit Berthold Reloe gesprochen. Er verantwortet im Tiefbauamt die Wasserwirtschaft der Stadt und sagt: Wahrscheinlich würde so ein Starkregen ähnliche Folgen für Münster haben wie vor 10 Jahren und trotzdem hat sich vieles verbessert.
Klingt das Interessant? Das Interview können Sie lesen, wenn Sie jetzt ein RUMS-Abo abschließen. Und noch besser: In den ersten drei Monaten bezahlen Sie für alle RUMS-Briefe nur den halben Preis.
Am Dienstag schreibt Ihnen Sebastian Fobbe. Genießen Sie die Sonne!
Herzliche Grüße
Svenja Stühmeier
Mitarbeit: Sebastian Fobbe (sfo), Jan Große Nobis (jgn), Katja Angenent (kan) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Maria Schubarth
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PS
Auf dem X-Account der Polizei Münster geht es meistens ruhig zu. Die regelmäßigen Posts erhalten ein paar Likes, manchmal einen Kommentar. Einer hat in den vergangenen Tagen allerdings mehr Aufmerksamkeit bekommen (nicht mehr online; hier ein Screenshot). Überschrift: „Diensthund spürt Betäubungsmittel an der Engelenschanze auf“. Inhalt: In einem Gebüsch hat man „mehr als 100 Gramm Cannabis“ gefunden. Einige Nutzer:innen merkten an: Cannabis ist seit dem 1. April kein Betäubungsmittel mehr. Zumindest nicht vor dem Gesetz, sagt Polizeisprecher Jan Schabacker, deswegen wolle man in Pressemeldungen in Zukunft auf die Bezeichnung als Betäubungsmittel für Cannabis verzichten (hier die geänderte Pressemitteilung). Nächste Frage: Ist das wirklich so relevant, dass es eine Pressemitteilung geben muss? Eine Person darf immerhin bis zu 25 Gramm Cannabis besitzen und mit sich führen. Jan Schabacker sagt: Ja. An besagtem Ort werde regelmäßig mit Cannabis gehandelt, was nach wie vor eine Straftat ist. Deswegen gibt es nun zumindest einen Anfangsverdacht. Auf der anderen Seite sei der Nachweis deutlich schwieriger geworden. Könnte ja auch sein, dass mehrere Leute das Cannabis einfach im Gebüsch liegengelassen haben. Falls Sie jetzt noch einmal sichergehen wollen, wobei Sie sich nicht erwischen lassen sollten: Hier entlang. (sst)
