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- Kurzbrief von Svenja Stühmeier
Zu dir, zu mir, zusammenziehen | Nachtisch Dessertcafé | 3 Monate RUMS für je 3 Euro testen


Münster, 14. April 2023
wünschen Sie sich auch eine Person, mit der Sie morgens Ihren ersten Kaffee trinken? Eine Person, mit der Sie auf dem gemeinsamen Balkon den Tag Revue passieren lassen? Eine Person, die Ihnen noch ein paar getragene Unterhosen spendet, damit es sich endlich lohnt, Ihre Kochwäsche anzustellen? Kurzum: Eine Person, bei der Sie sich so richtig zu Hause fühlen? Dann lege ich Ihnen das Speed-Dating sehr ans Herz – auf dass Ihres bald höher schlage!
Am 22. April lädt die Stadt von 14 bis 17 Uhr zu dieser Veranstaltung im Bennohaus ein. Thema: gemeinschaftliches Wohnen. Menschen, die sich für Wohnprojekte interessieren, können sich dort treffen. Damit ist sie in ihrer Kommunikationsstrategie auf einer Linie mit Bauministerin Klara Geywitz: Die spricht im Interview mit „Zeit Online“ von einer „Architektur der Einsamkeit […] wo man ja oft morgens mutterseelenallein vor seinem Computer im Homeoffice sitzt“.
Und damit trifft sie natürlich einen Punkt. Einsamkeit ist ein Thema, und das nicht nur für Ältere, sondern auch für junge Menschen, die nicht mehr ihr ganzes Leben an einem Ort verbringen – und irgendwann das Elternhaus übernehmen. Aber: Wohnen so sehr zu emotionalisieren, macht es in der Wahrnehmung zu einem individuellen Problem, das jeder Mensch für sich zu lösen hat.
Der Quadratmeterpreis einer 25-Quadratmeter-Wohnung ist deutlich höher als der einer Wohnung, die doppelt so groß ist? Sehen Sie das mal positiv. In der Summe zahlen Sie immer noch weniger und Minimalismus ist ja auch in. Sie haben noch ein freies Zimmer, mögen aber Ihre Ruhe? Ach, Sie finden sicherlich eine Person, die genau denselben (oder entgegengesetzten, je nach Vorliebe) Schichtplan hat wie Sie. Sie brauchen genau jetzt eine Bude und wollen deswegen nicht zu einem Vernetzungstreffen gehen und dann mal sehen?
Das sollte nicht Ihr individuelles Problem sein. Da, wo Menschen wohnen wollen, gibt es nicht ausreichend Wohnraum, vor allem keinen, den alle bezahlen können. Natürlich ist es toll, wenn Menschen individuelle Lösungen finden. Zum Beispiel der Hausverein Wigwam, der mit dem Mietshäuser Syndikat ein Projekt umgesetzt hat. Der schreibt aber selbst auf seiner Seite: „Unser Ziel ist es, dem spekulativen Immobilienmarkt Wohnraum zu entziehen“ und „Wir finden, dass wohnen [sic] in Münster für alle möglich sein muss“. Wäre doch was, wenn das nicht nur das Ziel einzelner Gruppen, sondern politisches Grundverständnis wäre. Bis es soweit ist, können Sie sich ja die Wohnprojekte anschauen, die es in Münster schon gibt, die gerade entstehen oder die geplant sind. Oder Sie vertreiben sich die Zeit mit ein wenig Wohnungs-Tinder. (sst)
Ein-Satz-Zentrale
+++ An der Thierstraße in Hiltrup ist etwas im Boden gefunden worden, das ein Blindgänger sein könnte. (Stadt Münster)
+++ Eine neue Auflage des Fahrradstadtplans für Münster ist erschienen. (Stadt Münster)
+++ Das Hallenbad in Hiltrup beendet vorzeitig die Schwimmbadsaison, weil Personal fehlt. (Stadt Münster)
+++ In Münster haben sich mehr Menschen für das Schöffenehrenamt beworben, als es freie Plätze gibt. (Westfälische Nachrichten)
+++ Die FDP will keine weiteren Videokameras mehr an Schulhöfen in Münster installieren lassen. (FDP Münster)
+++ An der Ludgerikirche am Marienplatz sollen bald 15 Stühle, ein Sandkasten und ein paar Bäume aufgestellt werden. (Antenne Münster)
+++ Die Trennung von Amt und Mandat wird bei Münsters Grünen aufgehoben. (Grüne Münster)
Unbezahlte Werbung
Der Nachtisch ist das Beste am Essen, meinen Sie nicht auch? Wenn Sie sich dem anschließen, dann besuchen Sie mal das Nachtisch Dessertcafé im Kreuzviertel. Die beiden Inhaber:innen Beate und Alexander bereiten in einem hübschen Altbau verschiedene Kleinigkeiten und Desserts zu, außerdem kann man bis 12:30 Uhr frühstücken. Bei passendem Wetter auch im Hinterhof. Für die, die auch lernen wollen, wie gute Desserts gemacht werden, gibt es zudem regelmäßig Kochkurse.
Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne einfach über den Link.
Drinnen und Draußen
Heute haben Antonia Strotmann und Fabian Cohrs in den Terminkalender geschaut und diese Veranstaltungen für Sie gefunden:
+++ Die Stiftung der Uni Münster lädt am 3. Mai zur Veranstaltung „Mitdenken – Mitmachen – Mitforschen“ ein. Der Abend startet um 17 Uhr mit dem „Markt der Möglichkeiten“, der über gemeinsame Projekte von Bürger:innen und Wissenschaftler:innen informiert. Interessierte können beispielsweise Plastik abbauende Mikroorganismen erforschen, mit Instrumenten die Artenvielfalt im eigenen Garten überwachen oder mit einem Forschungslastenrad die Gewässer und Böden in der Nachbarschaft untersuchen. Mehr dazu im Programmheft. Anmelden können Sie sich bis zum 26. April hier.
+++ Am 20. April startet das neunte Brotzeitkolloquium des Zentrums für Interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung der Uni Münster mit einem Vortrag zum Thema „Technologie vs. Insektensterben“. Der Vortrag beginnt um 12:15 Uhr, dauert anderthalb Stunden und findet hybrid statt: in der Johannisstraße 4 und online. Welche Themen aus dem Bereich „Konflikte um Nachhaltigkeit“ die restlichen vier Vorträge behandeln, lesen Sie hier.
+++ Seit einiger Zeit wird im Wolfgang-Borchert-Theater am Hafen die Komödie „Eingeschlossene Gesellschaft“ aufgeführt. An einem Freitagnachmittag klopft es am leerer werdenden Lehrerzimmer und der Vater eines Schülers steht vor der Tür und verlangt eine Erklärung dafür, dass sein Sohn wegen eines einzelnen Punktes nicht zum Abitur zugelassen werden könnte. Als der Vater keine Antwort bekommt, nimmt er die Lehrer:innen unter vorgehaltener Waffe als Geiseln. Es gibt noch Karten für Aufführungen Anfang Mai.
+++ Am Sonntagabend findet ab 18 Uhr wieder die „Faltenrockparty“ im Gleis 22 statt, ein Partyformat für Menschen über 60. Diesmal auch mit Livemusik. Wer noch unter 60 ist, aber gerne mitmöchte, benötigt eine Begleitung im passenden Alter. Mehr Informationen bekommen Sie hier.
+++ Am Montagabend tritt Samba Touré mit einem Blues-Konzert im LWL-Museum für Kunst und Kultur auf. Der malische Sänger und Gitarrist gilt als einer der größten Vertreter des afrikanischen Blues, hören Sie doch mal rein. Für das Konzert bekommen Sie hier Karten für 20 Euro, um 20 Uhr geht es los. Für Kurzentschlossene wird es auch noch eine Abendkasse geben.
+++ Im Schlossgarten gibt die Band Da Capo am Samstag ab 15 Uhr ein kostenfreies Konzert in der Konzertmuschel. Die Band besteht aus einem kompletten Blasorchester, gespielt werden Stücke unterschiedlicher Genres. Alle Infos und mehr über die Band (allerdings auf Niederländisch) gibt es hier.
+++ Am kommenden Dienstag findet ein Online-Vortrag von der Volkshochschule mit dem Titel „Können wir der Klimakrise noch etwas entgegensetzen?“ statt. Der Klimawissenschaftler Mojib Latif berichtet über die aktuellen Prognosen zur Erreichung der Klimaziele und die wahrscheinlichen Folgen für die unterschiedlichen Szenarien. Auch geht es darum, inwiefern Deutschland selbst direkt vom steigenden Meeresspiegel bedroht wird. Anmelden können Sie sich hier, los geht es um 19:30 Uhr.
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Herzliche Grüße
Svenja Stühmeier
PS
Und jetzt noch schnell zum Fußball: Falls Sie vorhatten, Preußen Münster morgen nach Düren zu begleiten – Sie haben frei. Das Spiel fällt nach einigem Hin und Her aus. Was war los? Der Westdeutsche Fußballverband hatte es ins Ausweichstadion verlegt, weil der Zuschauerbereich im Stadion des 1. FC Düren noch umgebaut wird. Der Verein hatte sich dann in der einen Lokalzeitung echauffiert, dass die andere Lokalzeitung geschrieben hat, dass es Schwierigkeiten mit Materiallieferungen gäbe. Alles Quatsch, man würde das mit dem Umbau locker wuppen bis morgen. Und dann war es ein bisschen wie „Lass mich, ich kann das …! Oh, kaputt.“ Preußen-Münster-Fans dürfen sich nach der Spielabsage aber auch etwas freuen: Die Partie wird als Sieg für Münster gewertet. Wenn Düren jetzt allerdings noch mehr Lust auf Hickhack hat, legt der Verein Einspruch ein. Wer weiter auf dem Laufenden bleiben will: hier der Live-Ticker der Westfälischen Nachrichten.