Theater Münster: Schauspieler streiken auf der Bühne | Podcast: Was konnten Menschen in Münster über den Holocaust wissen?

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von Raphael Balke

Guten Tag,

vor der letzten Vorstellung von „Die Schwäne“ am Theater Münster am Sonntagabend kamen die, die eigentlich jetzt spielen sollten, in rosa Warnwesten und bildeten eine Kette.

Sie hielten Transparente mit der Aufschrift „Würde“ oder „Sicherheit“. Dann sagte Christian Bo Salle, der Obmann der Bühnengenossenschaft (GDBA): „Die Vorstellung kann noch nicht beginnen.“

15 Minuten lang bestreikten die Schauspieler und Tänzer die Vorstellung (hier im Video). Laut der Genossenschaft war das deutschlandweit ein Novum. So ganz stimmt das zwar nicht: Im Jahr 1991 ließ das Ballettensemble des Berliner Friedrichstadtpalastes während einer Vorstellung die letzte Tanznummer ausfallen und streikte stattdessen, wie die „taz“ damals dokumentierte. Aber oft kommt so etwas tatsächlich nicht vor.

Der Grund für den Streik am Sonntag war: Die Theaterschaffenden finden, sie werden nicht fair behandelt. Es sei zu einfach, ihre Verträge nicht zu verlängern, ihre berufliche Zukunft sei zu unsicher. Die Kritik gibt es schon länger, die aktuellen Entwicklungen sind aber neu.

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